Diskriminierung melden
Suchen:

Griechenland: Zur Bedeutung der Einführung des 13-Stunden-Tages in Griechenland - Vorwärts ins 19. Jahrhundert

Foto: H.S.

Griechenland - 30.01.2026 - von G. Kritidis

Nach mehr als 100 Jahren geht in Griechenland eine Ära zu Ende: Mitte Oktober 2025 wurde vom griechischen Parlament ein Gesetz zur Flexibilisierung der Arbeitszeiten verabschiedet, das die Ausdehnung eines Arbeitstages auf 13 Stunden erlaubt.

Mit Ihrer Gesetzesinitiative hat die Regierung Mitsotakis Griechenlands führende Rolle bei der Deregulierung der Arbeitsverhältnisse in der EU verteidigt. Nach einer Reihe von Einschränkungen der Rechte abhängig Beschäftigter – zuletzt wurde die Sechs-Tage-Woche eingeführt – stellt das neue Gesetz einen Meilenstein dar.

Zwar sind damit für die Unternehmen noch eine Reihe formaler Beschränkungen verbunden. So ist die Ausdehnung der Arbeitszeit "nur" an 37 Tagen im Jahr möglich, bei einer wöchentlichen Höchstarbeitszeit von 48 Stunden in nicht mehr als vier Monaten hintereinander sowie bei maximal 150 Überstunden jährlich. Nach einem 13-Stunden-Tag muss eine mindestens elfstündige Pause erfolgen. Zudem wird nach acht Stunden ein 40-prozentiger-Zuschlag auf den Arbeitslohn fällig.

Formal bleibt die 40-Stunden-Woche das Maß der Dinge. ...

Den umfassenden analytischen Artikel von G. Kritidis für Lunapark zum Arbeits- und Sozialrecht in langer griechischer Tradition unter: Link Kritidis ist derzeit wohl einer der besten Griechenlandkenner:Innen in Deutschland.

Quelle: Lunapark

Weitere Artikel, nach dem Datum ihres Erscheinens geordnet, zum Thema Internationales:
30.01.2026: Belgien: Erster großer Streik im neuen Jahr
20.01.2026: EU: Sondertreffen wegen Trumps Zolldrohung
20.01.2026: Frankreich-Dossier: Wie lange kann sich Macron noch halten?

Alle Artikel zum Thema Internationales