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BALD AUS MIT MEINEM KRANKENHAUS? Dossier

Foto: H.S.

12.11.2019 - von Hanne Schweitzer

Seit 2016 läuft eine medial begleitete Kampagne des Gesundheitskomplexes, um Stimmung für eine Verschlechterung der Krankenhausversorgung zu machen: "Weg mit der wohnortnahen Krankenhausversorgung", sagt aber keiner, stattdessen heißt es: Je größer die Klinik, umso besser für die Patienten. Von derzeit 1.951 sollen laut Plan nur noch ca. 300 (!) Megakliniken übrig bleiben - zur Versorgung von 20 Millionen Patienten pro Jahr. In keinem anderen europäischen Land wurden in den vergangenen Jahrzehnten so viele Krankenhäuser privatisiert wie hierzulande. Seit der neoliberalen Dauer-Gesundheitsreform stieg der Anteil von Kliniken im Privatbesitz bereits bis zum Jahr 2009 schon auf 30 Prozent.
Die Argumentation, mit den gegenwärtigen Folgen der Ökonomisierung (Über- und Fehlbehandlung) eine noch brutalere Ökonomisierung (Zentralisierung und Konzentration) zu begründen, läßt sich aufbrechen, wenn man von der tatsächlichen Krankenhausepidemiologie und -morbidität ausgeht. Dieses Thema umgehen die Krankenhauskapitalisierer aber wohlweislich.
Erstaunlich bleibt, dass die „eigentlich“ für diese gesellschafts- wie gesundheitspolitischen Probleme Zuständigen, die Sozial- und Wohlfahrtsverbände, es seit Jahrzehnten versäumen, eine Krankenhausversorgungs-Konzeption zu präsentieren. (Über die Auswirkungen der sich verändernden Bedingungen auf die Beschäftigten und deren Gegenwehr wird ausführlich auf Labournet.de informiert:
Link

Rechtzeitig zu den drohenden Verwüstungen in der deutschen Krankenhauslandschaft liefert die EU-Ebene passende Alibi-Argumente. Das Europäische Komitee für Normung (CEN) macht Propaganda für eine europaweite Standardisierung ärztlicher und pflegerischer Dienstleistungen. Passend dazu hatte Merkle im so genannten Wahlkampf bereits „mehr Standard“ für Gesundheit und Pflege bereits angedroht

12.11.2019
Katholische Kliniken Lahn GmbH mit Krankenhäusern in Bad Ems und Nassau beantragt Insolvenz, Süddeutsche Zeitung, Link

12.11.2019
Kreisklinik Groß-Gerau will wstatt Fallpauschalen ein Globalbudget für Grundversorgung
Claudia Kabel in Frankfurter Rundschau Link

11.11.2019
Das schwedische Gesundheitssystem in der Krise: Massenentlassungen und abgesagte Operationen RT Deutsch, Link

9.11.2019
Ende des St. Josef-Krankenhauses Adenau befürchtet WochenspiegelLive, Link

8.11.2019
Michael-Balint-Klinik vor dem Aus: Unverständnis, Resignation und Schweigen. Südkurier
Link

8.11.2019
Betriebsrat bricht das Schweigen: Pflegenotstand am Uni-Klinikum Gießen
Marc Schäfer in Giessener Allgemeine Link

7.11.2019
Beabsichtigte Turbo-Schliessung der Loreley-Kliniken verhindern.Thomas Torkler, Rhein-Hunsrück-Zeitung Link

5.10.2019
Am 15. November gehen die Lichter in der Künzelsauer Klinik aus. Im Zwischenbau wird dann zu bestimmten Zeiten nur noch ein Notarzt sitzen. Dann beginnt der Umzug in die Öhringer Klinik, der zwei Tage dauern wird. Zunächst werden die Patienten verlegt, dann folgen Geräte und Materialien. Dies meldet die BBT-Gruppe. Sie ist mit mehr als 80 Einrichtungen des Gesund­heits- und Sozialwesens, über 14.000 Mitarbeitenden und ca. 900 Auszubildenden einer der großen christlichen Träger von Krankenhäusern und Sozialeinrichtungen in Deutschland. Link

5.10.2019
Das Krankenhaus in Wolfhagen soll Mitte 2020 geschlossen werden. Dagegen spricht sich nun auch das Ärztenetz Wolfhager Land aus. Link

3.10.2019
Kliniken Nordoberpfalz AG: Krankenhaus Vohenstrauß. Immer weniger Patienten, ein Mangel an Ärzten, schlechte Zahlen: Dem Krankenhaus Vohenstrauß droht die Schließung. Das zeigt ein Gutachten deutlich. Die Suche nach Alternativen beginnt - und damit auch der Konkurrenzkampf mit Waldsassen? Link

1.10.2019
Kranke Kinder sind zu teuer: Kliniken schließen Kinderstationen. In Bayern müssen Kliniken wegen Geldmangels Teile ihrer Kinderstationen schließen. Denn für das deutsche Gesundheitssystem sind schwerkranke Kinder zu teuer. Berlin will reagieren, doch manchem todkranken Kind läuft die Zeit davon. Link

[b ]7.9.2019[/b]
Eine Überversorgung in Ballungsräumen von NRW hat die vom Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) mit einem Gutachten beauftragte Berliner Beratungsfirma "Die Partnerschaft Deutschland GmbH" herausgefunden. Und dazu "weiße Flächen" überwiegend in ländlichen Gebieten. Das Gutachten wird am Donnerstag vorgestellt.
Thomas Reiseners Kommentar "Zur Reform der Krankenhäuser" trägt die Überschrift "Überfällig". und enthält zwei bemerkenswerte Sätze: "Weniger Krankenhäuser sind leichter zu finanzieren und besser für die Patienten. Diese gesundheitspolitische Binse, gerade erst wieder durch eine Bertelsmann-Studie belegt, schreit schon lange nach Konsequenzen." Eine Binsenweisheit ist eine binsenglatte Wahrheit. lat. nodum in scirpo quaerere = einen Knoten an der (glatten) Binse suchen, d.h. Schwierigkeiten suchen, wo es keine gibt. Von wegen! Kölnische Rundschau, 7.9.19

29.9.2019
Zum Auftakt des Tory-Parteitags in Manchester hat die britische Regierung angekündigt, 13 Milliarden Britische Pfund in 40 Krankenhäuser des Landes investieren zu wollen. Gesundheitsminister Matt Hancock teilte mit, in den kommenden zehn Jahren neue Kliniken zu bauen und30 alte Häuser zu modernisieren.

6.9.2019
Eine repräsentative Befragung des DKI zeigt, dass 37 % der Krankenhäuser zeitweise Intensivbetten schließen mussten, 23% haben Betten gesperrt, 29% haben Bereiche zeitweise von der Notfallversorgung bei der Leitstelle des Rettungsdienstes abmelden müssen. Verbad der Krankenhausdirektoren: Link

5.8.2019
"Fresenius statt Daimler". Beitrag auf Telepolis als Rekation auf die Bertelsmannsche Krankenhausvernichtungsstudie Link Die Studie, erstellt vom IGES-Institut in Berlin aber beauftragt und finanziert von der Bertelsmann Stiftung wurde "angeregt" von den „8 Thesen zur Weiterentwicklung zum Wohle der Patienten und der Gesellschaft“, die im Oktober 2016 der Präsident der vereinsrechtlich organisierten Nationalen Akademie in Halle, Professor Dr. Hacker herausgegeben hat. Dazu veröffentlichte das Büro gegen Altersdiskriminierung 2016 unter anderem: "Die 8 Thesen basieren auf Beiträgen eines Symposiums, das Anfang Januar 2016 von den wissenschaftlichen Kommissionen „Gesundheit“ und „Wissenschaftsethik“ der Akademie ausgerichtet wurde, um „Themenvorschläge für die Politik und Gesellschaftsberatung“ zu generieren.
Zwecks Erarbeitung der 28 Seiten des symposiumbasierten „Autorenbeitrags“ waren die geistigen Kapazitäten von sechs Wissenschaftlern nötig. Drei davon sind gewählte Mitglieder der Akademie, die zu 100 % aus Steuergeldern finanziert wird (80 Prozent Bund, 20 Prozent Land Sachsen-Anhalt).
Das Papier enthält „Thesen zu Ansatzpunkten für eine klare Rollenzuweisung von Ökonomie und Medizin im deutschen Gesundheitswesen am Beispiel des stationären Sektors“. Man beachte die Reihenfolge! Zuerst die Ökonomie, danach die Medizin.
Gefordert wird eine „grundlegende Veränderung der Krankenhausstruktur“, das Schaffen von „rechtlichen Voraussetzungen, etwa im Bereich des Krankenhausplanungsrechts, um eine Reduktion der Zahl der Krankenhäuser – und nicht nur der Betten – um eine Zentrierung der Versorgung zu erreichen“. Angeregt wird außerdem Krankenhäuser „auf dem Land zu schließen und stattdessen in gut ausgestattete Rettungswagen für den Transport zu investieren.“ All das zum Wohle der Patienten und der Gesellschaft !
Die beteiligten Professoren:[/b]
Reinhard Busse: u.a. Professor für Management im Gesundheitswesen an der Fakultät „Wirtschaft und Management“ der Technischen Universität Berlin; außerordentliches Mitglied der Arzneimittelkommission; Fakultätsmitglied der Charité-Universitätsmedizin Berlin; assoziierter Forschungsdirektor des European Observatory on Health Systems and Policies. Thema seiner Habilitationsschrift: "Anwendung und Weiterentwicklung von Konzepten und Methoden der Gesundheitssystemforschung im deutschen Kontext".
Detlev Ganten: u.a.: Professor Dr. ML : Gründungsdirektor des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch; Honorarprofessur an der Wuhan Universität; Träger des Bundesverdienstkreuzes; Légion d`honneur; Sprecher der Wissenschaftlichen Kommission “Gesundheit“; Co-Chair des Interacademy Medical Panel (IAMP); Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung Charité; Präsident des World Health Summit; Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften.
Stefan Huster: u.a. Professor Dr.; Geschäftsführender Direktor des Instituts für Sozial- und Gesundheitsrecht (ISGR) an der Juristischen Fakultät der Ruhr-Uni Bochum; Leiter der Forschungsgruppe „Normative Aspekte von Public Health“ am Zentrum für interdisziplinäre Forschung der Universität Bielefeld; Fellow der DFG-Kollegforschergruppe „Normenbegründung in Medizinethik und Biopolitik“ der Universität Münster; Dissertationsthema: Zur Dogmatik des allgemeinen Gleichheitssatzes.
Erich R. Reinhardt: u.a.: Professor Dr. Dr. h.c. mult.; Vorstandsvorsitzender von Medical Valley EMN; Leiter der Applikationsentwicklung in der Magnetresonanztomographie; Managing Director der Siemens Ltd. Bombay; Vorstandsmitglied der Siemens AG. Member of the Board of Directors of Varian Medical Systems; Member of the Board of Directors of I-MED; Aufsichtsratsmitglied des Universitätsklinikums Erlangen; Mitglied des Kuratoriums des Deutschen Krebsforschungszentrums; Sprecher der Session „Altern und Medizitechnik bei der „Heidelberg Karlsruhe Research Partnership (HEiKA)“; Aufsichtsratsmitglied der BioM AG.
Norbert Suttorp: u.a.: Professor Dr. ML; Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (DGI); Mitglied der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft; Mitglied im Fachkollegium „Entzündung“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG); Reviewer im DFG/BMBF-Programm „Clinical Trails“; Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Bundesärztekammer; Mitglied im Ausschuss der Deutschen Medizinischen Gesellschaft für Innere Medizin; Ko-Sprecher des BMBF-Verbundes CAPSyS ; Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften.
Urban Wiesing: u.a.Professsor Dr. med. Dr. phil. ML; Senior-Fellowship am Alfried Krupp Wissenschaftskollege in Greifswald; Mitglied der Arbeitsgruppe des Weltärztebundes zur Revision des Genfer Gelöbnisses; Mitglied der Arbeitsgruppe des Weltärztebundes zur Revision der Deklaration von Helsinki; Mitglied des Medical Ethics Committee des Weltärztebundes; Vorsitzender der Zentralen Ethik-Kommission bei der Bundesärztekammer; Sprecher des Arbeitskreises „Universität Tübingen im Nationalsozialismus“; Leiter des Instituts Ethik und Geschichte der Medizin an der Medizinischen Fakultät Tübingen; Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften.
Das Symposium, auf dem die 8 Thesen "beschlossen" wurden, fand im Januar 2016 in Berlin statt: Link
Das Thesenpapier, das im Oktober 2016 in Halle veröffentlicht wurde: Link

17.7.2019:
Die große Flurbereinigung der dtsch. Krankenhauslandschaft von Stefan Sell
(Quelle: Rhein-Zeitung, 17.07.2019, S. 4). Link

16.7.2019
Kliniken in der Region lehnen massive Schließungswelle ab.
Trierer Volksfreund: Link

16.7.2019
Der Hype um die Krankenhausschließungsstudie der Bertelmann-Stiftung, die gestern von der Bild- Zeitung auf Seite 1 so zusammengefasst wurde: "EXPERTEN-STUDIE BEHAUPTET: Deutsche Kliniken sind lebensgefährlich ...deshalb soll mehr als die Hälfte dicht gemacht werden", lässt ausser acht, wer von den Schließungen der Krankenhäuser profitiert. Neben dem Immobilienmarkt ist es auch der private Klinikmarkt. Dr. Brigitte Mohn, TOchter von Liz, sitzt im Vorstand der Bertelsmann- Stiftung und sie ist Vorstandsmitglied der Rhön-Privatkliniken Aktiengesellschaft. Das SDax-Unternehmen, dem das privatisierte Uniklinikum Gießen-Marburg (UKGM) gehört, ist 2019 in den Telemedizinmarkt eingestiegen, hat eine Vereinbarung zur Forschungsfinanzierung mit dem Land Hessen abgeschlossen, die bis 2021 betriebsbedingte Kündigungen in Gießen_Marburg ausschließt und dafür 20 Millionen in die Konzernkasse gebracht hat. Die Rhön-Klinikum-AG erzielte 2018 einen Gewinn von rund 51,2 Millionen Euro, das waren fast 40 Prozent mehr als im Jahr zuvor.
Privatisierung der Uniklinika Marburg-Gießen: Anstößig und sittenwidrig: Link

15.7.2019
Weitere Hospitäler in Baden-Württemberg sollen wegfallen. Baden-Württembergs Sozialminister Manne Lucha von den Grünen sieht seine Politik von einer neuen Studie der Bertelsmann Stiftung bestätigt:
Link

15.7.2019
Die Studie sehe die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Krankenhäuser als Verfügungsmasse, die wie Spielfiguren beliebig versetzt werden könnten. Sie blende die Bedürfnisse der Menschen in den Städten und den ländlichen Regionen aus und ignoriere schlicht die Realität der Versorgung. ... Die Annahmen, die der Bertelsmann-Studie zu Grunde liegen, seien allerdings zweifelhaft. So sei die Behauptung, dass die Versorgung immer besser werde, je größer ein Krankenhaus ist, nicht richtig.
Unrealistisch sei es auch anzunehmen, dass sich die Pflegekräfte und Ärzte einfach beliebig versetzen ließen. Ganz ausgeblendet werde, dass der ambulante Sektor gar nicht in der Ausprägung vorhanden ist, was Voraussetzung für einen solchen Wandel wäre. „Ein großer Mangel der Studie ist, dass das Thema der Kosten einer derartigen Umstellung schlicht ausblendet wird. Diese könnten sich bundesweit leicht auf 100 Mrd. Euro summieren“, betont der Vorstandsvorsitzende der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG) Detlev Piepenburg.
Link

15.7.2019
"Über die Hälfte der Krankenhäuser zu schließen, ist kein Konzept, sondern Kahlschlag. Denn es geht nicht immer nur um komplizierte Operationen mit Maximalversorgung. Vielmehr müssen auch die Patienten gut behandelt werden, die keine Maximaltherapie benötigen und dennoch ins Krankenhaus gehen müssen. Zu dieser Gruppe gehören besonders alte, pflegebedürftige und chronisch kranke Menschen. Schließlich machen die schon heute mehr als 60 Prozent der Krankenhauspatienten aus. Dazu braucht es eine gut erreichbare Grundversorgung vor Ort ebenso wie eine Hochleistungsmedizin in der Region."
Deutsche Stiftung Patientenschutz Link

15.7.2019
Bertelsmann-Studie: Zukunftsfähige Krankenhausversorgung
Simulation und Analyse einer Neustrukturierung der Krankenhausversorgung am Beispiel einer Versorgungsregion in Nordrhein-Westfalen. 1. Auflage 2019, 106 Seiten (PDF) Link

3.7.2019
NRW-Landesregierung erläutert den Unterschied zwischen den Zuwendungen des Landes an die Universitätsklinik Köln und an die städtische Kliniken Köln gGmbH.
Link

1.7.2019
Während Ursula von der Rolle nach dem Amt der Eu -Kommissions-Präsidentin gestrebt wird, zeigt bereits Wirkung, was die Bertelsmann-Stiftung "Neuordnung Krankenhaus-Landschaft" nennt. Die Schließung von Krankenhäusern steht auf der Tagesordung. "Weniger ist mehr", nennt das die einflussreiche Stiftung. Nun wird auch in Köln öffentlich über "eine mögliche Zusammenarbeit " zwischen den städtischen Krankenhäusern und der Universitätsklinik gesprochen. Das ist aber erst der Anfang, denn eine Studie der Bertelsmann-Stiftung über die Zusammenlegung bw. Schließung von Krankenhäusern in Köln und Umgebung ist noch gar nicht erschienen.

Mit dabei: Die Landesregierung von NRW (CDU + FDP), die "finanzielle Anreize für den Abbau von Kapazitäten bietet", und der Grüne ´Gesundheitsexperte` Ralf Unna. Er übernimmt die von Bertelsmann und Co. vorgegebenen Pro-Krankenhausschließung-Argumente eins zu eins. "Wünschenswert ist ein Konzentrationsprozeß" ... "Wenn wir Operationen an einem Standort konzentrieren, können die Kliniken EINE SCHNELLE EINGREIFTRUPPE bilden - Mitarbeiter, die heute in der Kinderchirugie aushelfen, morgen in der Onkologie und übermorgen bei den Prothesen." ..."Teure Technik ... bringt erst dann gute Ergebnisse, wenn die Geräte häufig laufen." Die miserable finanzielle Situation der städtischen Kliniken in Merheim und Holweide, und der Kinderklinik in der Amsterdamer Straße, wo eine dreistellige Zahl von Betten unbelegt ist - wegen des fehlendem Pflegeperonal, Köln wurde von - Ernst & Young untersucht. Schließlich geht es auch um Grundstücksverläufe, wenn Kliniken dicht gemacht werden.
Link Das Interview mit Ralf Unna auf Seite 28 der Zeitung vom 29/30.6. ist nicht online. Bertelsmann: Neuordnung von Kranknhäusern: Link

14.6.2019
Das St.Vinzenz-Hospital Dinslaken und die Camillus-Klinik Duisburg Alt-Walsum schließen sich unter dem Dach der GFO-Kliniken Niederrhein zusammen:Link

14.6.2019
DRK-Krankenhäuser in Altenkirchen und Hachenburg sollen fusionieren
http://www.altersdiskriminierung.de/themen/artikel.php?id=10202

12.6.2019
Marien-Krankenhaus in Dillingen geschlossen
Link

11.6.2019
Aus Evangelischem Johannesstift und Paul Gerhardt Diakonie Krankenhüsern in Berlin wird nach Fusion das : Johannesstift Diakonie gAG Link

10.6.2019
Krankenhaus Lethmathe soll geschlossen werden. https://www.ikz-online.de/staedte/letmathe/das-krankenhaus-gehoert-zu-letmathe-id226120497.html

21.5.2019
Zwei der drei Krankenhäuser im Landkreis Nordheim sollen zumachen
Link

26.4.2019
Die rund 2.500 MitarbeiterInnen des Verbunds der Kliniken Ansbach, Dinkelsbühl, Rothenburg und der Praxisklinik Feuchtwangen (ANregiomed) mit 750 Planbetten versorgen in den Hauptfach- und Belegabteilungen jährlich 40.000 akutstationäre PatientInnen. Hinzu kommen mehrere tausend ambulante Operationen.
Der Jahresabschluß 2018 weist ein Defizit von 18, 7 Millionen Euro aus. Siehe Pressemitteilung:Link

Link
Klinik in Memmingen rechnet mit Defizit von fast neun Millionen Euro: Augsburger AllgemeineLink

11.4.2019
Obwohl die Fresenius-Aktionäre 2019 mit 80 Cent fünf Cent mehr pro Aktie einstecken als im Vorjahr: Die Fresenius-Kliniktochter Helios schwächelt. Die Gewinne sind gesunken, ebenso die Fallzahlen, privat Versicherte kommen nicht mehr so zahlreich, die Bündelung der Therapien in den Kliniken führt zu einer hohen Fluktuation bei der Ärzteschaft, Stellenstreichungen wurden angekündigt. Link. Deshalb, so Fresenius Vorstandschef Stephan Sturm, müsse es eine "kleinere Zahl größerer Klinikanbieter im deutschen Gesundheitswesen geben". Will sagen: Wenige große Klinikbetreiber. Diese arbeiteten effizienter und die Qualität ihrer Behandlung wäre besser. Damit wiederholte er, was er Ende Oktober 2018 schon verkündet hatte: kleine Kliniken könnten nur dann überleben, wenn sie größer werden und sich spezialisieren. Weshalb es auf dem Krankenhausmarkt zu einer weiteren Konzentration kommen würde.Link Nun bietet sich Sturm als Krankenhaus-Übernehmer an. Besonders in Bayern und Baden-Württemberg gebe es für den Konzern noch "ausgesprochen weiße Flecken". Link Gesetzt wird ausserdem auf Behandlungszentren in China, Klinikkäufe in Kolumbien und Heimdialyse für Nierenpatientent. Link

9.4.2019
Hersbrucker demonstrieren gegen Krankenhausschließung.Link

8.4.2019
Kartellamt stoppt Übernahme von vier Sana-Kliniken in Ostholstein durch die Ameos-Gruppe. Link

2.4.2019
Alle Belegärzte am Krankenhaus Hersbruck geben auf. Klinikbetrieb nur noch bis 30. Juni 2019. Link

26.03.2019
Umfrage unter rund 1.500 Assistenzärzten offenbart: Arbeitszeitgesetz bloße Makulatur – Ökonomischer Druck und Personalmangel in der Klinik beeinträchtigen nicht nur die Gesundheit des medizinischen Personals, sondern stellen auch eine potenzielle Gefahr für Patientinnen und Patienten dar. Zur Umfrage: alt=https://www.hartmannbund.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Umfragen/HB-Assistenzarztumfrage-2018-2019.pdf
>Link

25.3.2019
Zwischen Überversorgung und Überlebenskampf - Wie viele Krankenhäuser braucht NRW? Das Beratungsunternehmen Deloitte Deutschland gehört zu "Deloitte Touche Tohmatsu Limited („DTTL“), einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach britischem Recht und beleuchtet die Lage der Krankenhäuser in NRW. Studie zum Download unter: Link

11.3.2019
Krankenhäuser im ländlichen Raum Klinikbetreiber gehen immer häufiger pleite. MDR aktuell:Link

9.3.2019
Krankenhäuser in Sachsen-Anhalt: Krankenkasse Barmer fordert Schließung von Kliniken. Link

8.3.2019
Intensivmedizinische Versorgung in den kommenden Jahren erheblich gefährdetPflegende und Experten fordern verbindliche Betreuungsschlüssel, bessere Arbeitsbedingungen und höhere Bezahlung für Intensivpflegepersonal. Bereits heute kommt es wegen des Personalmangels auf Intensivstationen häufig zu Bettensperrungen. Eine aktuelle Umfrage unter Intensivpflegekräften zeigt: Mehr als ein Drittel der Befragten plant, ihren Beruf in den nächsten fünf Jahren aufzugeben. Die Situation wird sich in Zukunft deutlich verschärfen, wenn keine wirkungsvollen Maßnahmen ergriffen werden, um die Arbeitsbedingungen für Pflegende auf Intensivstationen zu verbessern, warnt die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin e.V. (DGIIN). Link

6.3.2019
Die Bürgerinitiative Nordsaarlandklinik prangert an, dass Krankenhäuser nur noch als Rendite-Objekte gesehen werden. Gibt es für die Nordsaarlandklinik keinen Investor oder ist sie politisch nicht gewollt?Link

6.3.2019
Landesregierung und Krankenkassen vereinbaren Umsetzung des Strukturfonds: NRW-Kliniken schockiert über fehlende Förderung für Pflege und Digitalisierung.
Link

5.3.2019
„Mangelnde Konzepte, hohe finanzielle Risiken“ – das Urteil des Landesrechnungshofs zur Übernahme des Agaplesion Diakoniekrankenhauses Ingelheim durch die Universitätsmedizin Mainz (Unimed) ist vernichtend. Link

28.2.2019
Das thüringisch-bayerische Gesundheitsunternehmen Regiomed übernimmt die Reha-Klinik Masserberg mit 230 Betten. Link

28.2.2019
Im Rhein-Kreis entsteht das zehntgrößte kommunale Klinikum Deutschlands. Landrat Petrauschke und der Neusser Bürgermeister Breuer sind die Macher. Doch Quantität allein ist kein Wert. Es geht um Qualität. Link

26.2.2019
Bürgerinitiative in Solingen fordert Rettung des Klinikums Solingen statt Verbund mit dem Klinikum in Leverkusen. Link

21.2.2019
Fresenius leidet unter Schwächen beim Geschäft mit Privatkliniken. In der Kliniksparte brach das Ergebnis im vierten Quartal 2018 wegen sinkender Behandlungszahlen ein. Gedämpftes Wachstum auch bei Fresenius Medical Care . Trotzdem stieg der Umsatz 2018 um 2 Prozent auf 33,5 Milliarden und der Gewinn um vier Prozent auf 1,9 Milliarden. Siehe auch: Fresenius Medical Care gibt Ausscheiden von Finanzvorstand Michael Brosnan bekannt:
Link

20.2.2019
Finanzinvestoren kauften 2017 mehr als 274 Unternehmen, rund 30 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Einstiege in Gesundheitsbranche wachsen stark. Mehrheit der Fonds an Offshore-Standorten. Besonders aktiv waren die Investoren in der Gesundheitsbranche. Für Beschäftigte und Arbeitnehmervertreter ist der Umgang mit den neuen Eigentümern oft nicht einfach, zudem könnte der verstärkte Einstieg von stark renditeorientierten Firmenhändlern den Sozial- und Gesundheitssektor drastisch verändern. Der aktuelle „Private Equity Monitor“, von Dr. Christoph Scheuplein vom Institut Arbeit und Technik (IAT), gefördert vom Institut für Mitbestimmung und Unternehmensführung (I.M.U.) der Hans-Böckler-Stiftung.Link

9.2.2019
Vor nicht allzu langer Zeit gab es in Frankfurt noch etwa 7.500 Krankenhausbetten. Heute gibt es in Frankfurt nur noch 5.800 Krankenhausbetten. Link

1.2.2019
Aufgrund eines Personalengpasses stellt die Geburtshilfe des Maria-Hilf-Krankenhauses in Bergheim den Betrieb zum 1. Februar ein. Link

30.1.2019
Die Heliosklinik Nordenham, die erst im Mai 2017 eröffnet wurde, schließt Mitte Februar ihre gesamte Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. "Trotz intensiver Suche sei es nicht gelungen, eine ausreichende Zahl von Hebammen zu finden."
Link

7.1.2019
Die Anzahl der Betten in Kinderkliniken sowie das für entsprechende Behand-lungen zur Verfügung stehende Personal in Hessen ist nach den Angaben be-troffener Eltern in den letzten Jahren kontinuierlich zurückgegangen. Betroffen sind dabei laut Informationen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom 22. Oktober 2018 nicht nur ländliche Regionen, sondern auch Großstädte und Ballungsgebiete wie Frankfurt am Main, Darmstadt, Wiesbaden und Kassel. Dieser Missstand, der durch die zunehmende Ökonomisierung des Gesundheitssystems verursacht wurde, ist nicht auf Hessen beschränkt, sondern betrifft alle Bundesländer.
Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion die LINKE 19/6894 Link

2018201820182018201820182018201820182018201820182018201820120182018201820182018

13.9.2018
Im Krankenhausgesetz von NRW ist festgeschrieben, dass die Kommunen 40 Prozent der Kosten für Krankenhaus-Investitionen bezahlen müssen.[ Gegen diese "Kommunalisierung der Krankenhauskosten, so Pit Clausen, (SPD Oberbürgermeister von Bielefeld) wehrt sich jetzt der NRW-Städtetag, dessen Vizepräsident Clausen ist. Der Vorstand lässt prüfen, ob eine Klage vor dem NRW-Verfassungsgerichtshof erfolgreich sein könnte.

27.8.2018
Im Jahr 2017 wurden in den 344 nordrhein-westfälischen Krankenhäusern mehr
als 4,6 Millionen Patientinnen und Patienten vollstationär versorgt; das
waren 0,5 Prozent weniger als 2016.

24.7.2018
Im Orteneaukreis werden vier Krankenhäuser ab dem Jahr 20130 geschlossen. [/b] 53 Abgeordnete des Kreistages stimmten dafür, 25 dagegen. Lahrer Zeitung am 24.7. 2018 Link

23.07.2018
Medizinische Versorgung. Das große Kliniksterben auf dem Land. Bald soll es nur noch 628 Notfallkliniken in Deutschland geben - statt derzeit 1748. Beitrag von Susanne Lettenbauer, Deutschlandfradio, vom 23.7.2018 Link

28.6.2018
Die Krankenkassen haben den Versorgungsvertrag mit der Asklepios Harzklinik in Clausthal-Zellerfeld gekündigt. Das Sozialministerium in Hannover hat es abgelehnt, der Klinik den Versorgungsauftrag zu entziehen. Entscheiden jetzt die Gerichte? HAZ: Link

22.5.2018
Nachdem die Schliießung der Geburtsstation in DRK-Klinikum Neuwied erfolgt ist, kann das Marienhaus-Klinikum nicht alle Schwangeren aufnehmen. Link

17.5. 2018
Krankenhausrelevante Beschlüsse der 133. Hauptversammlung des Marburger Bundes und des 121. Deutschen Ärztetages hat die Deutsche Krankenhausgesellschaft zusammengefasst unter: Link

16.5.2018
Bremen unterstützt per Nachtragshaushalt die kommunalen Krankenhäuser. Der Senat hat einen Nachtragshaushalt beschlossen, der eine Höhe von 250 Millionen Euro hat, für Stadt und Land Bremen in 2018 und 2019. Die Mitarbeitervertretungen der Freien Gemeinnützigen Kliniken halten das für eine große Ungerechtigkeit. Radio Bremen: Link

16.5.2018:
Der noch unveröffentlichte Krankenhaus Rating Report 2018 nennt vorab Zahlen, wie der Status quo in der Pflege von 2016 zu gewährleisten sei. Bis zum Jahr 2025 werden in Deutschland 80.000 zusätzliche Fachkräfte in der Altenpflege und 30.000 zusätzliche Krankenpflegefachkräfte benötigt. Link

15.5.2018
Freie Wähler Bayern fordern Bestandsgarantiefür alle Krankenhäuser. Link

14.5.2018
Das insolvente Bürgerspital im südniedersächsischen Einbeck wird von einer Investorengruppe
um den Gesundheitsunternehmer Reinhard Wichels übernommen. Link

30.4.2018
Reform der Notfallversorung führt zur Schließung von ca. 12 Notaufnahmen in München. Link

30.4.2018
Umsatz und Gewinn der Maternus-Kliniken AG im Jahr 2017 erneut gestiegen.
Geschäftsbericht 2017, PDF unter: https://www.maternus.de/fileadmin/user_upload/Unternehmen/Maternus/Unternehmen/Investor_Relations/Unternehmensberichte/Geschaeftsbericht_MATERNUS-Kliniken_AG_2017_-_Konzern.pdf

28.4.2018
Helios-Klinik Wesermarsch im Nordenhamer Stadtteil Esenshamm schließt die beiden Kreißsäle. Zurzeit sind vier Hebammen angestellt. Benötigt werden aber sieben. Damit die vier Frauen eine dringend benötigte Pause einlegen können, werden die Kreißsäle für 10 Tage geschlossen (von Montag, 30. April, 0 Uhr, bis Freitag, 11. Mai, 7 Uhr). Link

28.4.2018
Der Bayerische Rundfunk berichtet: [b]Kundgebung für kleinere Kliniken.
Nürnberg: Großdemo gegen bayerische Gesundheitspolitik. Mehrere hundert Menschen haben am Samstagnachmittag in Nürnberg für den Erhalt kleiner Krankenhäuser und eine wohnortnahe Klinikversorgung demonstriert. Sie forderten ein Umdenken in der bayerischen Gesundheitspolitik. Link

27.4.2018
[b]Engpässe in Kliniken und beim Rettungsdienst in Bremen und Niedersachsen
, Notaufnahmen in Kliniken müssen immer mehr Patienten behandeln. Das führt zu Versorgungsengpässen. Link

26.4.2018
Für den [b]Krankenhausbau in der kommenden Legislaturperiode
hat Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder In seiner Regierungserklärung am 18. April 2018 angekündigt, über drei Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen.Dies ist ein Plus von 23 Prozent gegenüber der aktuellen Situation. alt=https://www.stmgp.bayern.de/presse/huml-freistaat-ist-starker-partner-der-kliniken-im-laendlichen-raum-bayerns/
>Link


26.4.2018[/b[/b
Asklepios Konzern: "Unser operatives Ergebnis (EBITDA) liegt mit EUR 270,9 Mio.unter dem Vorjahreszeitraum, ]schrieb der Vorstand der [b]Asklepios-Geschäftsleitung
noch im November 2017. Im Geschäftsbericht für 2017 hieß es dann: Die Patientenzahl von 2.282 421 spiegelt sich in einer leichten Erhöhung des Umsatzes wider. Er wurde zu 83,6 % (Vorjahr 84,5 %) in Krankenhäusern der Akutversorgung, zu 15,5 % (Vorjahr 14,8 %) in den Rehabilitationskliniken sowie zu 0,9 % in den sonstigen sozialen Einrichtungen und in den übrigen Einrichtungen generiert.Link

25.4.2018
Das [b]Zentralklinikum für den Flensburger Raum wird deutlch teurer
als die veranschlagten 250 Millionen Euro.Link

25.4.2018
„Es ist [b]klares politisches Ziel, kleine Krankenhäuser zu schließen“
, sagte der Geschäftsführer der Regionalen Kliniken-Holding (RKH), Professor Dr. Jörg Martin. Der Aufsichtsrat der Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim hatte in einer Sitzung am Montagabend in der Orthopädischen Klinik Markgröningen das Aus für das Krankenhaus Marbach in seiner jetzigen Form beschlossen. Link

24.4.2018
Die Sana Kliniken AG hat ihren Wachstumskurs im Jahr 2017 fortgesetzt.
Der Konzernumsatz stieg auf 2.569,9 Millionen Euro (+ 6,9%) . Der EAT erhöhte sich auf 95,3 Millionen Euro + 5,8 %. Das EBIT verbesserte sich um 2,8 Prozent auf 140,3 Millionen Euro (2016: 136,5 Millionen Euro) und der Return on Capital Employed (RoCE) auf 12,1 Prozent gegenüber 11,1 Prozent im Vorjahr. Link

23.4.2018
[b]Mitarbeiter der Kronacher Helios-Frankenwaldklinik fühlen sich zunehmend überlastet
und stellen immer mehr Überlastungsanzeigen. Vorbeugende Maßnahmen gegen Wundliegen bleiben immer wieder aus. Haben Bettlägrige Windeln an, werden diese oft nicht im notwendigen Zeitintervall gewechselt. Die gesetzlich vorgeschriebenen Pausen können nicht eingehalten werden. Link

23.4.2017
Müssen sich Patienten in Notfällen demnächst auf[b] längere Wege in die nächste Notaufnahme gefasst machen?
Die jetzt vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beschlossenen neuen Regelungen für eine gestufte stationäre Notfallversorgung können erhebliche Brisanz für die Versorgung der Bürger in vielen Regionen Deutschlands entfalten. Der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) warnt davor, sie in den Bundesländern zu übernehmen, ohne zuvor ihre Wirkung auf die flächendeckende Versorgung in Notfällen sowie auf die Krankenhausversorgung insgesamt zu analysieren. Der Verband hat im Vorfeld dieses G-BA-Beschlusses bereits darauf hingewiesen, dass die notwendigen Veränderungen nicht zu einer Schwächung der Krankenhausversorgung insgesamt führen dürfen. Die jetzt in Kraft gesetzten Regelungen, werden diejenigen Krankenhäuser, die heute noch eine Basis-Notfallversorgung übernehmen, künftig nicht mehr leisten können, weil sie diese nicht mehr finanziert bekommen.“, erklärt Dr. Falko Milski, Pressesprecher des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD). Er verweist darauf, dass diese Ausdünnung der stationären Notfallversorgung auch deutliche Auswirkungen auf die Organisation der Rettungsdienste und auf die Inanspruchnahme des kassenärztlichen Notdienstes haben wird. Link

10.4.2018
[b]Investitionsbedarf der Krankenhäuser 2018
sechs Milliarden Euro Link

19.3.2018:
Der [b]Vorsitzende der Krankenhausgesellschaft zum Krankenhaus-Report der AOK 2018.
"... Krankenhausreport der AOK enthält provozierende Beiträge. Dieses Mal sollen Krankenhäuser mit angeblich geringen Leistungszahlen bei Hüftoperationen, Herzinfarkten und Krebsoperationen gebrandmarkt werden. Dabei geht es eher um ... gezielte Diskreditierung der Krankenhausmedizin und ... unverantwortliche Verunsicherung der Patienten, als um saubere wissenschaftliche Recherchearbeit. Äpfel und Birnen werden verglichen, wenn aus der Analyse von Routine-Abrechnungsdaten Aussagen zur Leistungsbefähigung von Krankenhäusern oder zur Qualität von Leistungen abgeleitet werden, ohne dass die Hintergründe der jeweiligen Behandlungen durchleuchtet werden. So ist die Behauptung, dass Kliniken mit wenigen elektiven (geplanten) Hüftoperationsleistungen schlechtere Ergebnisse hätten als Kliniken mit vielen Elektivleistungen völlig untauglich, wenn bei den Kliniken mit wenigen Leistungen die unter Notfallbedingungen zu erbringenden Leistungen nicht herausgerechnet werden. Bei den Krankenhäusern der Grund- und Regelversorgung machen die Notoperationen aufgrund gebrochener Hüften ca. 50 Prozent der Fallzahlen aus. Bei diesen Leistungen ... liegt der Altersdurchschnitt der Patienten bei 81 Jahren. Diese Patienten haben zudem häufig schwerwiegende Begleiterkrankungen. Bei elektiven Operationen liegt das Alter dagegen bei 72 Jahren und viele Krankenhäuser mit hohen Fallzahlen bei elektiven Operationen haben einen sehr geringen Anteil von Notfällen. In gleicher Weise unseriös sind die Einschätzungen zur Behandlung von Herzinfarktpatienten in Krankenhäusern, die angeblich dafür die apparative Ausstattung nicht haben. Auch hier kann aus der Auswertung von Routinedaten des Abrechnungssystems nicht auf die Hintergründe einer Behandlung geschlossen werden. Denn die für Herzinfarkte relevante ICD-10-Diagnose differenziert nicht, ob der jeweilige Patient akut innerhalb von wenigen Stunden vom Krankenhaus, in dem diese Diagnose der Abrechnung zu Grunde gelegt wird, behandelt werden musste, oder ob der Patient in ein Krankenhaus nach Akut-Erstbehandlung zur Weiterbehandlung hineinverlegt wurde. Die Behauptung, Kliniken würden ohne entsprechende Ausstattung Akut-Herzinfarktpatienten behandeln, ist daher so nicht richtig. Dazu müsste die Behandlungsakte analysiert werden.
Ebenfalls unsauber sind die Einschätzungen zur Behandlung von Krebspatienten einzustufen. Bei Krebserkrankungen kann anhand der Daten nicht erkannt werden, ob beispielsweise Kliniken mit kleiner Fallzahl Patienten palliativ behandeln. Gerade für diese Patienten hat die Wohnortnähe der Krankenhausbehandlung maßgebliche Bedeutung.
Es zeigt sich, dass maschinengetriggerte Auswertungen von Routinedaten die erforderliche differenzierte Einzelfallbetrachtung außer Acht lassen. Krankenhäuser erbringen Leistungen für Menschen, die häufig in akuter Not sind. Analysemaschinen dagegen können für Interpretationen missbraucht werden - billig, aber sicherlich nicht gut! Wir brauchen keinen pseudowissenschaftlichen Alarmismus, um die längst von den Krankenhäusern selbst in Gang gebrachte Weiterentwicklung der Krankenhausversorgungsstrukturen in Richtung Spezialisierung und Zentren fortzuführen.
Die Zielsetzung des AOK-Bundesverbandes, dass Verhältnis von Pflegekräften zu Patienten über diesen Weg noch weiter zu verschärfen, widerspricht allen Zielsetzungen der Koalitionsvertrages und kann aus Krankenhaussicht keine Lösung der Pflegeproblematik sein.
Niemand widerspricht Mindestmengen, wenn diese dazu beitragen können, Qualität zu verbessern. Mindestmengenvorgaben können aber kein Instrument sein, um Krankenhausversorgungsstrukturen, wie z. B. bei Geburten, die in der Fläche auch bei geringeren Fallzahlen gebraucht werden, in Frage zu stellen. Mindestmengen bei Geburten unter Krankenhausbedingungen - medizinische Basisversorgung einer Geburtsabteilung - bleiben in jedem Falle überzogene Anforderungen, solange Geburtshäuser mit erheblich geringeren Fallzahlen zugelassen bleiben. Überzeugend wäre zudem, wenn die Krankenkassen die Vereinbarung zur Bildung von medizinischen Versorgungszentren nicht weiter blockierten."

19.3.2018
Im AOK Krankenhausreport 2018 fordert der Chef des AOK-Bundesverbands, Martin Litsch, "eine stärkere Bündelung" von Kliniken.
Groß-Kliniken mit mehr als 500 Betten sollen keine Ausnahme mehr sein, sondern bis 2025 die von der AOK diktierte Regel.

16.3.2018:
„Wer Kliniken schließt, erlebt einen Shitstorm“
, Interview mit Gerald Gaß, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, in der Frankfurter Rundschau unter: Link

16.3.2018:
Krankenhäuser brauchen auch Geld der Länder.
Der Krankenhausstrukturfonds kann sinnvolle Impulse setzen, er ändert aber nichts am Grundproblem der Kliniken: der unzureichenden Investitionsfinanzierung durch die Länder. Beitrag in der Ärzte-Zeitung unter: Link

15.3.2018
Sozialministerium genehmigt 97 neue Planbetten am neuen Klinikum in Winnenden, in Schorndorf werden allerdings 29 gestrichen. Bitrag in der Stuttgarter Zeitung unter: Link

14.3.2018
Krankenkassen lehnen die vom Land geplante deutliche Steigerung der Bettenzahl in den Kliniken des Saarlands ab.Beitrag in der Saarbrücker Zeitung unter:
Link

14.3.2018
SPD-Kreistagsfraktion hat sich für den Erhalt sämtlicher Klinikstandorte im Rhein-Lahn-Kreis ausgesprochen.Beitrag in der Nassauischen Presse unter: Link

28.2.2018
Krankenhäuser-Schließungen: Die alte Rot-Grün-Politik wird von der neuen GroKo fortgesetzt Beitrag in Telepolis unter: Link

26.2.2018
Koalitionsvertrag: 4 Milliarden für das Schliessen wohnortnaher Krankenhäuser.[/b] Die CDU kommt einer SPD-Forderung nach. Link

]24.2.2018
Kreisräte im Vogtland fordern Rückkauf der ehemaligen Paracelsus-Kliniken u.a. auch in Reichenbach. Investoren sollen keine Schnitte bekommen. Link

24.2.2018
Nach mehr als 50 Jahren wurde das Ev. Krankenhaus Kredenbach im Siegerland geschlossen. Es gibt hier keinen, der das nicht bedauert“ Link

23. 2. 2018
Mitarbeiter des Bruder-Klaus-Krankenhauses in Waldkirch im Landkreis Emmendingen protestieren gegen den drohenden Verkauf der Klinik. Der Regionalverbund kirchlicher Krankenhäuser will sich aus finanziellen Gründen von diesem Standort zurückzuziehen. Link

23.2.2108
Rhön-Klinikum AG: Vorläufige Ergebnisse des Geschäftsjahrs 2017. 836.387 Patienten behandelt, Umsatzerlöse 1,21 Mrd. Euro, EBITDA liegt bei 97,8 Mio. Euro
Konzerngewinn beträgt 36,7 Mio. Euro.
Link

23.2. 2018
Wer verdient an der Gesundheit? Der Verein demokratischer Ärztinnen und Ärzte hat unter dem Titel "Krankenhaus statt Krankenfabrik " aufschlussreiche Infos in einer PDF zur Verfügung gestellt. Dargestellt werden: Gesundheitsausgaben* anteilig am BIP 2013 / Gesundheitsausgaben absolut und in % BIP 1992 - 2015 /Jährliches Wachstum der Gesundheitsausgaben 2010-2014 /Ärzte nach Tätigkeit + Arztdichte 1990-2016 /Entwicklung BIP, Ausgaben der GKV und Einkommen der GKV-Versicherten 1995 - 2016 / Ausgabenentwicklung der Gesetzlichen Krankenversicherung Arzneimittel: 2004 - 2016 / Durchschnittliche ungewichtete Packungspreise im Gesamtmarkt , Patentmarkt und bei Neueinführungen:
Entkopplung der Preise für neue Arzneimittel 2012-2017 / EU-Preisvergleich im Patentmarkt 1 : Deutschland bleibt Spitzenreiter – ohne und mit Berücksichtigung der
Herstellerabschläge und Erstattungsbeträge / Die Probleme der dualen KH-Finanzierung: Entwicklung der Investitionsquote der Länder 1991 -2015 / Wie funktioniert das Fallpauschalensystem? / Wie funktioniert das G-DRG-System? / Welche ökonomischen Anreize setzt das DRG-System?/ Anstieg von Krankenhausbehandlungen in D 2005 - 2010 / KH-Behandlungen und OPs
in Deutschland, Vergleich der OECDLänder 2012 / Ausgaben der GKV nach ausgewählten Leistungsarten 2000 - 2016 / Arbeitsbelastung in der Pflege nimmt zu 2000 - 2015 / Privatisierung und Personaleinsparungen 2015 / ... /
Forderungen des Bündnissen!

22. Februar 2018
Excel meets Versorgungsrealität: Wenn Rechnungshöfe rechnen und den Krankenhäusern (nicht nur) an die Betten wollen. von Stefan Sell, Aktuelle Sozialpolitik, 22.2.2018 unter: https://aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de/2018/02/excel-meets-versorgungsrealitaet.html

13.2.2018
Zu den Befürwortern von Krankenhausschließungen gehört u.a. die hcB GmbH mit Sitz in Essen. Das Institute for Health Care Business GmbH (hcb) wurde 2006 als Tochter des RWI - Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung gegründet ist seit 2016 rechtlich selbständig. Ihr Geld verdient die hcb mit der "Schaffung von Transparenz im deutschen Gesundheitswesen und Unterstützung bei der Weiterentwicklung von Verbünden, Einrichtungen oder einzelnen Leistungssegmenten."
Zu den Dienstleistungen gehört "ein breites Leistungsspektrum der operativen und strategischen Beratung von Krankenhäusern, Rehabilitationskliniken, Pflegeheimen und weiteren Leitungsanbietern im Gesundheitswesen." Kunden von hcB sind u.a.: Marien Hospital Wesel, Robert Bosch Krankenhaus, Universitätsklinikum Bonn, Marseille-Kliniken AG, Katholische Karl-Leisner Trägerschaft, Evangelisches Klinikum Niederrhein, Gemeinnützige Krankenhausgesellschaft des Landkreises Bamberg mbH.

8.Februar 2018
2.411 Krankenhäuser gab es hierzulande im Jahr 1991 - inzwischen sind es nur noch 1.951. Wegen der sinkenden Zahl der Kliniken und der Krankenhausbetten (minus 95.025) fordert die LINKE eine neue Krankenhausplanung. Sie kritisiert auch die Zunahme der privaten Kliniken, von denen es zur Zeit 707 gibt und die Reduzierung der Entbindungsstationen von 1.114 (im Jahr 1996) auf 690 (im Jahr 2016).
Linken-Fraktionsvizechefin Sabine Zimmermann: "Krankenhausschließungen gefährden die medizinische Versorgung in der Fläche, gerade in ländlichen Regionen." Die Ausgaben der Kassen für Krankenhausbehandlungen sind trotz der geringeren Klink- und Bettenzahl im Jahr 2016 um 2,6 auf 73,7 Milliarden Euro gestiegen. Siehe dazu auch Süddeutsche: https://www.sueddeutsche.de/news/gesundheit/gesundheit-bundesweit-immer-weniger-krankenhaeuser-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-180208-99-979507

30. January 2018
"Psychiatric comorbidities are associated with an increase in costs per episode in somatic hospital care. These additional costs are not sufficiently covered by increased payments in the German DRG system. The patient classification system underlying the German DRGs should take psychiatric comorbidities into account in order to avoid perverse incentives for health care providers." Jan Wolff, Thomas Heister, Claus Normann und Klaus Kaier untersuchten die Daten von 338,162 stationären Patienten einer bundesdeutschen Uniklinik aus den Jahren 2011 bis 2014. Open Access Link

30.Januar 2018
Die Paracelsus-Gruppe, die rund 40 Krankenhäuser und Rehakliniken betreibt, hatte kurz vor Weihnachten Insolvenz angemeldet. [/b]Nun sollen, um die Insolvenz zu Nutzen, die Personalkosten reduziert werden. In Osnabrück und Karlsruhe sollen von den 5.200 Beschäftigten 400 entlassen werden. Linkl

30. Januar 2018
Bestandsgarantie für die nächsten fünf Jahre des Krankenhauses in der Gemeinde Losheimam See. Die Marienhaus GmbH ist Träger des Krankenhauses: „Nach der Entscheidung des Landes, der Gewährung von Strukturhilfemittel zuzustimmen, ist nach der für die Hochwaldregion bedauernswerten Schließung des Krankenhauses in Wadern der Weg frei für die soziale Absicherung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“ Link

30.Januar 2018
Das gemeinnützige Picker-Institut hat in seinem Report 2017 untersucht, ob Frauen in größeren Kliniken "besser" entbinden als in kleinen Krankenhäusern. Seit 1991 ist die Zahl der Kreißsäale um mehr als 40 Prozent gesunken. "Die Erfahrungen im Kreißsaal und auf der Wöchnerinnenstation sind umso negativer, je größer die Klinik ist", lautet das Fazit.. Link

26.1.2018
Die Nachricht von der Schließung des Krankenhauses in Neustadt bei Coburg wurde vom Regiomed-Geschäftsführer angekündigt und sorgt für Verwunderung. Link

16.1.2018
Krankenhausqualität aus Patientensicht. Die meisten Patienten haben im Krankenhaus nur einen Wunsch: Sie wollen gut versorgt werden. Die Krankenhausplanung der Länder soll genau dies sicherstellen. Aber gelingt das? Wie zufrieden sind Patienten mit der Krankenhausqualität in den einzelnen Bundesländern? Ist Versorgung auf dem Lande immer schlecht und in Metropolen automatisch gut? Und was sollte sich in der Planung ändern? Studie „Krankenhausqualität aus Patientensicht“ der Bertelsmann Stiftung auf Basis
der PEQ-Daten der Weissen Liste, die 1.579 Kliniken und die Zufriedenheit der Patienten untersucht hat. Link

201720172017201720172017201720172017201720172017201720172017201720172017201720172107

28.12.2017
Josef Hecken, Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses im Gesundheitswesen, über die Schließung von Krankenhäusern gegenüber der DPA am 28.12.2017 : "Viele kleinere Krankenhäuser bieten spezielle und komplexe Behandlungen an, die dringend zentralisiert werden müssten - aus ökonomischen Gründen, aber auch um der Qualität und Sicherheit willen."

[b]26.12.2017

Schwerpunkt-Krankenhäuser oder private Kliniken können sich auf gut bezahlte Behandlungen konzentrieren, Unikliniken müssen aber in der Ambulanz und wegen der Aus- und Weiterbildung von Ärzten ein breites Therapie-Angebot vorhalten. Der Verband der Unikliniken möchte neue Finanzierungsregeln.Link

8.12.2017
Die Sana-Kliniken in Ostholstein: Marode Gebäudesubstanz in Eutin, eingeschränkte Notfallversorgung in Oldenburg, angespannte Personalsituation in allen Häusern - nun steht die Inselklinik auf Fehmarn im Fokus.Link

4.12.2017
Gericht untersagt dreitägigen Erzwingungsstreik Streik an den beiden Helios Amper-Kliniken in Dachau und Indersdorf. Das Arbeitsgericht München hat V.erdi Link gestern einen für diese Woche geplanten Streik am Amper-Klinikum Dachau untersagt. Siehe auch: Helios Amper-Klinik Dachau massiv in der Kritik: Desaströse Zustände ... Landkreis, dem das Klinikum früher gehörte, ist machtlos. Link

23.11.2017
Region Hannover spart Kliniken auf Kosten der Patienten und Angestellten kaputt.
Link

23.11.2017
Je häufiger eine Operation in einem Krankenhaus durchgeführt wird, umso besser sind die Behandlungsergebnisse für die Patienten. Zu diesem Schluss kommen der "Krankenhaus-Report 2017" [b]Link , den das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) und der AOK-Bundesverband vorgestellt haben und der "Qualitätsmonitor 2018" Link
Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes, will die "Mindestmengenregelungen", dabei handelt es sich um eine vorgeschriebene Mindestzahl bestimmter Operationen in einem Krankenhaus, ausweiten. Nicht nur beim Hüftgelenkersatz , bei der Schilddrüsen- und Brustkrebsoperation, der Geburtshilfe, bei Nierentransplantationen, Knie-endoprothesen-Operationen sowie der Versorgung von Frühchen soll sie gelten. Die Mindestmengenregelung soll auf weitere stationäre Krankenhausleistungen ausgeweitet werden.
Dazu erklärt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum: "Niemand im Krankenhausbereich verweigert sich der Einsicht, dass für spezifische Operationen besondere Erfahrungen von Bedeutung sind. Eine einfache Kausalität - vom operierenden Krankenhaus zum späteren Todesfall - aus der Interpretation von Abrechnungsdaten ableiten zu wollen und damit den Eindruck vermeidbarer Todesfälle in den Raum zu stellen, ist schlichtweg unseriös. Statt Effekthascherei mit Angstbotschaften in die Bevölkerung zu senden, sollten die Ortskrankenkassen aufhören, die Entwicklung von Zentren weiter zu blockieren. Link

22.11.2017
Der Vorstandsvorsitzende der Fresenius SE &Co. KGaA , Stephan Sturm, will mit dem Unternehmensbereich "Fresenius Helios" noch MEHR Geld verdienen. Sturm: "Es gibt keinen Grund, sich für sein Gewinnstreben als Krankenhauseigentümer zu rechtfertigen. Eine Klinik, die wir übernommen haben, muß nach fünf bis sechs Jahren 12 bis 15 % Rendite erwirtschaften." Link Deshalb soll die Aufenthaltsdauer der Krankenhauspatienten verkürzt werden.
"Fresenius Helios" gehören in Deutschland: 112 Akut- und Rehakliniken, 89 Medizinische Versorgungszentren, vier Reha Zentren, 17 Präventionszentren und 12 Pflegeinrichtungen. (2016: Jahresumsatz 5,8 Milliarden Euro, Mitarbeiter: 72.687. Auf die Anteilseigner entfielen 544 Mio. Euro. Chef von "Fresenius Helios" ist seit 2008 Dr. Francesco De Meo.
Sechs Tage im Schnitt liegen die Patienten in den Fresenius Helios-Kliniken rum! Das ist nicht effizient genug! Sturm will sich deshalb beim spanischen Klinikkonzern "Quirónsalud" "effizientere Prozesse abschauen". Die Patienten in Spanien werden im Schnitt bereits nach vier Tagen entlassen! Dazu muss man wissen: "Quirónsalud" gehört auch zu "Fresenius Helios". Der Zukauf aus Spanien beinhaltet 43 Kliniken, 44 ambulante Gesundheitszentren und rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jahresumsatz 2016 = 2,5 Milliarden Euro, 35.000 Mitarbeiter).
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"Fresenius SE &Co. KGaA ": Im zweiten Quartal 2017 Umsatzsteigerung von 17 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro; als Hauptgrund für das Wachstum gilt die Übernahme der Klinikkette "Quirónsalud". "Fresenius SE" belegt laut "boerse.de" Platz 27 unter den 100 umsatzstärksten deutschen Unternehmen. Ca. 250.000 Mitarbeiter sollen in mehr als 100 Ländern im Jahr 2016 einen Jahresumsatz von 29,5 Milliarden Euro erarbeitet haben.
Zum Konzern gehören " vier eigenständig agierende Unternehmensbereiche".
1. Fresenius Medical Care: weltweit führend bei Behandlung von chronischem Nierenversagen (Dialyse). (Laut boerse.de auf Platz 44 der 100 umsatzstärksten Unternehmen; Jahresumsatz 2016: 17 Milliarden.)
2. Fresenius Helios: Europas größte private Klinika-Gruppe.
3. Fresenius Kabi: Medikamente, Medizinprodukte und Dienstleistungen für kritisch und chronisch Kranke.
4.Fresenius Vamed: Projekt- und Managementgeschäft von Gesundheitseinrichtungen."
Eine 100prozentige Tochter der Konzernholding ist "Fresenius Netcare". Sie bietet "effiziente IT-Lösungen für "Gesundheitswesen und Pharma weltweit. Schwerpunkt sind die Implementierung und der Betrieb von SAP-Anwendungen für die Fresenius-Konzerngesellschaften und für externe Kunden." Link

21.11.2017
Kein Witz. Der Landtag von NRW hat ein "Entfesselungspaket " verabschiedet. Mit dem Zauber- und Entfesselungskünstler Harry Houdini hat das nichts zu tun - stattdessen u.a. mit der Finanzierung von Krankenhäusern in NRW mit 600 Millionen Euro Steuergeld . Das meiste davon erhalten einzelne, ausgesuchte (von wem?) Kliniken.
Link

16.11.2017
Berlin: Heute das Krankenhaus von morgen gestalten Link

14.11.2017
Krankenhäuser sind eine Branche, die unter wirtschaftlichem Druck steht. ... In der Kohl-Ära wurden Krankenhausbudgets eingeführt. Folge: Brutaler Pflegepersonal-Kostenwettbewerb. 2001: Schröder-Regierung setzt Standardfinanzierung der Krankenhausversorgung durch "Fallpauschalen" durch. Krankenhaussektor wurde für Finanzinvestoren und Profitproduktion geöffnet. ... Deutliche Tendenzen einer Unterversorgung: Nichtaufnahme besonders aufwendiger Patienten bzw. von Patienten einer verlustbringenden Diagnosegruppe, vorzeitige (blutige) Entlassung, aktive und passive Patientenselektion und: Qualitätsverschlechterung. Große Koalition unter Merkel-Führung: Kassenko

Link: Phantompatienten, Gesundheitsfonds, Kopfpauschale: Her mit dem Geld: 2017
Quelle: Büro gegen Altersdiskriminierung