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Chef der Allianz fordert "Kapitalsäule" für gesetzliche Krankenversicherung

Foto: H.S.

01.07.2026 - von Hanne Schweitzer

Banken und Versicherten wollen von den Beiträgen profitieren, die die Pflichtversicherten in die Sozialkassen einzahlen. Nach der Rentenversicherung haben sie nun die gesetzlichen Krankenversicherungen im Blick.

Deshalb mahnte der Allianz-Chef, Oliver Bäte, in einem Handelsblatt-Interview weitere
"Reformen" in den Sozialsystemen an. Das Umlagesystem der Krankenversicherung sei auf Dauer so nicht finanzierbar, so begründete er seine Forderung. Deshalb brauche auch eben auch die die gesetzliche Krankenversicherung eine kapitalgedeckte Säule.

Finanzieren will er diese "Säule" durch "drastische Einsparungen", "bessere Steuerung" und "weniger Missbrauch im Gesundheitswesen“.

Es isr davon auszugehen, dass die zunehmende Verwendung von KI im Arbeitsleben zu Entlassungen, Wegfall von Arbeitsplätzen und Lohnsenkungen führen wird. Die Einkommen durch Löhne werden unter Druck geraten, der Einsatz von künstlicher Intelligenz wird dem Sozialstaat zunehmend die finanzielle Grundlage entwogen werden.

Bätes Attacke kann als Versuch gewertet werden, den Versicherungnen und Banken einen Teil der GKV-Gelder zu sichern.

Quelle: Handelsblatt, 1.7.2026, FAZ 2.6.2026