Diskriminierung melden
Suchen:

Die Nebeneinkünfte der Bundestagsabgeordneten: Zum Wohle des ...

Foto: H.S.

29.06.2026 - von Martin Reyher, Tania Röttger, Lisa Wölfl und Andrea Knabe-Schönemann

Abgeordneten dürfen nebenbei Geld verdienen. Aber:

Ein CDU-Abgeordneter sitzt im Energie-Ausschuss und kassiert gleichzeitig Geld von einem Kohlekonzern.
Ein AfD-Abgeordneter meldete seine Firmenbeteiligung Monate lang nicht.
Ein prominenter Linken-Politiker war häufiger bei bezahlten Vorträgen als bei wichtigen Abstimmungen im Bundestag (jetzt gelobt er Besserung).

Das hat abgeordnetenwatch gemeinsam mit dem SPIEGEL recherchiert.

232 von 630 Bundestagsabgeordneten verdienen neben ihren Diäten (derzeit: mehr als 11.800 Euro) noch etwas dazu. Insgesamt 10,6 Millionen Euro seit Beginn der Wahlperiode.

Zuständig für die Kontrolle der Nebeneinkünfte ist die Bundestagspräsidentin. Heißt: Das aktuelle System kontrolliert sich selbst. Unsere Recherche zeigt: Das funktioniert nicht.

Die Selbstauskünfte werden weder ausreichend kontrolliert, noch sanktioniert: Abschreckende Strafen bei Verstößen gegen die Transparenzregeln gibt es so gut wie nie. In der Geschichte des Bundestags wurde nur ein einziges Mal ein Ordnungsgeld verhängt.


Die hohen Nebeneinkünfte der Bundestagsabgeordneten haben ganz unterschiedliche Quellen: von Mieteinnahmen über Unternehmensbeteiligungen bis hin zu eigenen Betrieben und freiberuflicher Tätigkeit.

Der CSU-Abgeordnete Alexander Engelhard meldete seit Beginn der Wahlperiode Nebeneinkünfte von rund 1,5 Millionen Euro. Er betreibt eine Biomühle und einen Hofladen im schwäbischen Attenhofen. Auf seiner Bundestagsseite listet er mehr als 30 Kunden auf, darunter Bäckereien und Tierfutterproduzenten. ...


Wer, wie viel und womit?

Finde jetzt heraus, was deine Abgeordneten nebenbei verdienen
Weiterlesen bei Martin Reyher, Tania Röttger, Lisa Wölfl und Andrea Knabe-Schönemann, 22.06.2026 für abgeordnetenwatch unter: Link

Quelle: abgeordnetenwatch