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20.06.2026
Mit dem geplanten GeDIG* sollen Gesundheitsdaten stärker vernetzt und für die Forschung sowie die Versorgung nutzbar gemacht werden. Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen warnt jedoch vor Risiken für besonders sensible Gesundheits- und Psychotherapiedaten.
Kritisiert werden unter anderem erweiterte Zugriffsrechte auf die elektronische Patientenakte sowie neue Identifikationsmerkmale zur Verknüpfung von Gesundheitsdaten. Dadurch könnten umfassendere Gesundheitsprofile entstehen.
Der BDP fordert stärkere Schutzmechanismen, mehr Transparenz und eine bessere Kontrolle der Zugriffsrechte durch die Versicherten. Vertrauen und Vertraulichkeit seien zentrale Voraussetzungen jeder psychotherapeutischen Behandlung.
Siehe dazu: Heise Online, Interview mit Susanne Berwanger und Jan Frederichs (BDP) für Heise online unter: Link
* GeDIG: Gesetz für Daten und digitale Innovation im Gesundheitswesen | Link
Das Digitalgesetz soll die Digitalisierung im Gesundheitswesen voranbringen und gezielt ausbauen – von der Stabilität der Telematikinfrastruktur über die elektronische Patientenakte bis hin zu neuen Möglichkeiten der Datennutzung. Die KBV unterstützt das grundlegende Ziel ausdrücklich, sieht aber erheblichen Nachbesserungsbedarf – zum Beispiel bei den geplanten Zugriffsmöglichkeiten der Krankenkassen auf sensible Patientendaten oder unangemessenen Sanktionen gegen Praxen.
* BDP: Berufsverband für Psychologinnen und Psychologen
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