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16.04.2026 - von Hartmut Jeromin
Der moderne Kapitalismus beruht auf zwei Säulen: Auf verfügbaren Rohstoffen und Energiestoffen. Erst damit wird er funktionsfähig. Produzenten sind sekundär weil überall genügend vorhanden. Also sicherte sich der US-Präsident zunächst Lateinamerikas Erdöl und sperrte danach den Rest der Welt von den Energiestoffen des Nahen Ostens aus.
Und er muss das nun nur lange genug hinziehen, dann kriechen die anderen Konkurrenten im Staub. Schlau oder auch nur ein Querschläger? Die Schlacht um die Rohstoffe ist in vollem Gange und findet überall auf der Welt statt. Wer hat, der hat. Die übrigen versuchen auch zu haben …
Die Geschichte der letzten beiden Weltkriege zeigt genau diese Abhängigkeiten. Es waren Materialschlachten. Aber auch Produzenten spielten da noch eine Rolle, teils als Zwangsarbeit, also moderne Sklaverei. Das ist nun nicht mehr so (s. oben). Nur die Opfer werden diffuser. Also die Bewohner der Kriegsgebiete. Weil sich die Taktiken gerade verändern, hybride Kriegführung genannt. Die Strategien sind aber immer die gleichen.
Gemessen werden diese Fakten mit den Börsenkursen der Finanzströme und mit den Import- und Exportwerten der nationalen Ökonomien. Wenn so gewollt. Und wenn nicht? Mir sagen z.B. Börsenkurse nichts, habe mich nie damit befasst. Ein Jürgen Kuczynski war da besser dran, er konnte die Codierungen der Wirtschafts-Pegelstände verstehen und nutzen, auch politisch.
Die DDR hatte „nur“ Braunkohle, Kali, Kalk und in den Geschieben der Eiszeitmoränen den Baustoff Sand sowie in den Meeren den Fisch. Insbesondere auch jede Menge „Nutzflächen“. Und ja, ausnahmsweise sogar Uran. Damit ließ sich eine Zeit lang wirtschaften. Am Ende geriet sie zunehmend in die Abhängigkeiten von der Weltwirtschaft.
Da gab es kein Entrinnen. Kuba macht z.Zt. Ähnliches durch, etwas extremer. Die Hauptmächte liefern sich nun einen Wettbewerb - mit allen Mitteln. Auf allen Ebenen. Wie seinerzeit im „Totalen Krieg“. Und Stellvertreterkriege sind immer mit dabei, auch wie immer schon. Widerstreitende Interessen sind in allen Formen vorhanden und alle Mischformen dieses „Wettstreits“ sind zu besichtigen!
Ob die Bewohner rohstoffreicher Länder zufriedener sind? Das Lied fällt mir dazu gerade ein: „Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn ihm die schöne Nachbarin gefällt“ oder so ähnlich- denkt gerade Hartmut Jeromin, zu Ostern 2026.
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