19.03.2026
Im Kontext rezenter Stadtentwicklungen gewinnen einschlägige Konzepte wie der Dritte Ort, infrastrukturelle Urban Commons oder Qualitäten der Conviviality (wieder) an Aufmerksamkeit.
Sie reihen sich in den etablierten Reigen einer geforderten Rückbesinnung auf demokratische Räume gesellschaftlicher Verhandlung ein (z.B. Low 2015; Wildner 2024). Dabei unterscheiden sie sich insbesondere mit Blick auf zugrundeliegende Begegnungsbegriffe und deren Zielsetzungen (z. B. Cassegård 2014; Gaillinger 2025) und reagieren vielfach auf verfallsdiagnostische Perspektiven städtischer Öffentlichkeiten: den Verlust alltäglicher Orte des Austauschs, dringliche Nachhaltigkeitsbestrebungen, Prozesse der Gentrifizierung oder die Sehnsucht nach lokalen Identifikationsorten. Die Auseinandersetzung mit Möglichkeitsräumen eröffnet die Chance, urbane Entwicklungen im Spiegel gesellschaftlicher Stimmungen erfahrungsnah zu erfassen und zugleich kritisch gegenüber normativen Setzungen zu reflektieren (Schmidt-Lauber 2023). Möglichkeitsräume lassen sich von bewusst geschaffenen oder umgenutzten Infrastrukturen des Austauschs bis hin zu informellen Treffpunkten, die sich über Jahre im Stadtraum etabliert haben, dimensionieren.
15. Workshop des Netzwerks kulturwissenschaftliche Stadtforschung
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19.-20. Maerz, Wien
Im Mittelpunkt des 15. Workshops des Netzwerks kulturwissenschaftliche Stadtforschung steht ein erfahrungsgeleitetes Verständnis städtischer Möglichkeitsräume (Kagan/Kirchberg/Weisenfeld 2019), die Bedingungen dafür schaffen oder schaffen sollen, ‚in Gesellschaft‘ zu sein.
19.-20. Maerz, Wien
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