
03.02.2026 - von Deutschlandfunk
Der Verein Opferperspektive hat seine unabhängige und allgemeine Antidiskriminierungsberatung in Brandenburg nach eigenen Angaben weitgehend einstellen müssen. Die Landesregierung von Ministerpräsident Woidke, SPD, habe es versäumt, die notwendigen Mittel für die Weiterführung bereitzustellen, teilte der Verein mit. Menschen, die in Brandenburg wegen einer Behinderung, ihres Alters, Geschlechts oder ihrer sexuellen Identität benachteiligt würden, hätten ab sofort keine unabhängige Fachberatung mehr, sagte Leiterin Birgit Peter.
Lediglich das von der Landesintegrationsbeauftragten und der Landeshauptstadt Potsdam geförderte Projekt zur Beratung bei rassistischer Diskriminierung könne fortgeführt werden.
Eine Landesregierungssprecherin sagte dem Evangelischen Pressedienst, Hintergrund sei der Wegfall der Bundesfinanzierung für dieses Jahr. Zudem wies sie auf die Landesstelle für Chancengleichheit und Antidiskriminierung beim Sozialministerium als Alternative hin.
Diese Nachricht wurde am 03.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
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