19.01.2026 - von Bewegung für den Sozialismus
Im Schlepptau von Donald Trump trifft sich in dieser Woche ein Gruselkabinett aus Kriegstreibern, Autokraten und Konzernbossen in Davos zum Weltwirtschaftsforum. Es ist unsere politische und moralische Verpflichtung, Widerstand gegen die Welt von Trump und Konsorten zu leisten. 18.30 Bürkliplatz
Trump steht für die Welt der Oligarchen
Trump steht für eine Welt, in der die reichsten 1% mehr besitzen als 95% der Weltbevölkerung. In seiner Administration sassen im Juni 2025 zwölf Milliardär:innen. Sie besitzen gemeinsam mehr als 450 Milliarden US-Dollar. Das ist mehr als das Bruttoinlandprodukt von 175 Ländern. Kein Wunder betreiben sie eine brutale Klassenpolitik der neoliberalen Umverteilung von unten nach oben mittels Steuersenkung, Deregulierung und Sozialabbau.
Trump steht für die Welt des Patriarchats
Er steht für eine Kultur, in welcher sexualisierte Gewalt nicht nur weitgehend straffrei ist, sondern als Merkmal einer hegemonialen Männlichkeit gilt, welche sich durch Reichtum, Skrupellosigkeit, emotionale Härte, Erfolg und Dominanz gegenüber FINTA* definiert. Er steht für eine Welt, in welcher das Recht von FINTA* Personen, über ihre eigenen Körper zu bestimmen, konstant angegriffen wird. Und nicht nur das Recht auf körperliche Selbstbestimmung wird angegriffen, sondern auch die Körper selbst, durch Abtreibungsverbote, Gewalt gegen Transpersonen und eine sexistische Alltagskultur und Femizid.
Trump steht für die Welt der fossilen Energieträger
Er steht für den fossilen Backlash; die Gegenoffensive der Öl-, Gas- und Kohleindustrien gegen jede Politik, die ihre Profite zugunsten von Menschen und Klima begrenzen würde. Er steht für einen Kapitalismus, der ohne Weiteres bereit ist, die Lebensgrundlagen der Mehrheit der Menschen auf dem Altar der Profite einiger weniger extraktivistischer Grosskonzerne zu opfern.
Trump steht für die Welt des erstarkenden Faschismus
In dieser Welt säubern rechtsautoritäre Regimes mittels administrativer Putschmassnahmen die staatlichen Verwaltungsapparate von politischen Gegnern. Ausschaffungsbehörden wie ICE werden zu riesigen paramilitärischen Apparaten ausgebaut werden, die Migrant:innen und rassifizierte Menschen terrorisieren, und dabei nicht vor Mord zurückschrecken. Jeglicher Widerstand wird als Terrorismus klassifiziert und brutal unterdrückt – wenn es sein muss mit Nationalgarde und Militär.
Trump steht für die Welt von Krieg und Imperialismus
Er steht für eine Welt, in der das Recht des Stärkeren gilt, in der Genozide, Angriffskriege, Kriegsverbrechen, Regime-Change-Operationen und ökonomische Erpressung die Mittel der internationalen Politik zur Aufrechterhaltung und Ausweitung imperialistischer Macht- und Ausbeutungssysteme darstellen. Auch hier in Europa werden wieder Milliarden in die Aufrüstung und Militarisierung gepumpt. Das sind Milliarden, die dort fehlen, wo wirklich gesellschaftliche Sicherheit produziert wird: In der ökologischen Transformation der Wirtschaft und der sozialen Sicherheit der Bevölkerungen sowie in der Finanzierung von Wohnraum, Bildung und Pflege.
Das WEF steht und stand schon immer für dieselbe Welt
Es ist die Welt des Kapitalismus. Der zunehmend rechtsautoritäre und gewalttätige Charakter dieser Welt, wie er sich in Figuren wie Trump, Putin, Modi, Milei, Vujic und Netanyahu kristallisiert, ist die Reaktion auf die sich zuspitzenden sozialen, ökologischen, wirtschaftlichen und politischen Krisen des Systems. Diese Krisen lassen sich nur lösen, indem das System, das sie verursacht, beseitigt wird. Für die wirtschaftlichen und politischen Eliten, die sich am WEF treffen, liegt die höchste Priorität jedoch genau darin, dieses System am Leben zu halten. Und wenn es darauf ankommt, schrecken sie auch nicht davor zurück, ihre Macht mit faschistischen Mitteln zu verteidigen. Deshalb wird Trump auch am WEF, das sich bis vor kurzem noch um einen humanitären Anstrich bemühte, mit offenen Armen empfangen.
Es gibt aber auch eine andere Welt
Auch wenn die bürgerliche Politik seit jeher die Lüge der Alternativlosigkeit dieser Verhältnisse predigt, wissen wir: Eine andere Welt ist nicht nur möglich, wir zeichnen ihre Konturen immer dann, wenn wir Widerstand gegen den Kapitalismus leisten. Wenn sich feministische Bewegungen dem Patriarchat in den Weg stellen, wenn Arbeiter:innen für ihre Rechte kämpfen, wenn indigene Communities und die Klimabewegung sich dem Extraktivismus entgegenstellen, wenn sich unterdrückte Bevölkerungen gegen Krieg und Kolonialismus zur Wehr setzen, wenn sich Menschen in Freundschaft und Solidarität begegnen und zueinander Sorge tragen. Für diese Welt lohnt es sich zu kämpfen. Organisieren wir uns gemeinsam mit allen antifaschistischen Kräften gegen die Welt von Trump und Konsorten! ...
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