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Lohn- Entlastungs- + Kündigungsabwehrkämpfe in Dland - Januar 2023

Zusammenhalt besteht aus drei Buchstaben WIR - Foto: H.S.

01.02.2023 - von H.S.

1.2.2023: Autozulieferer GKN Driveline Zwickau Widerstand geplant
Die IG Metall setzt zunächst auf Verhandlungen mit der Geschäftsführung und erwartet, dass sie nächste Woche aufgenommen werden. Wäre eine unbefristete Betriebsversammlung auch für die Zwickauer Kollegen eine Möglichkeit? »Wir prüfen alle Optionen«, so die Antwort des Gewerkschafters Zabel.
Susanne Küttner für Junge Welt unter: Link

28.1.2023: Warnstreik beim Flughafen Düsseldorf
Auf dem Flughafen Düsseldorf ist am Freitag wegen eines Warnstreiks bei der Flugzeug- und Gepäckabfertigung ein Drittel der 290 geplanten Flüge gestrichen worden. Verdi hatte die Beschäftigten des Dienstleistungsunternehmens Aviapartner aufgerufen, von Freitag früh (3.30 Uhr) bis 0.30 Uhr am Sonnabend die Arbeit niederzulegen. Grund ist die Entscheidung des Verkehrsministeriums in Nordrhein-Westfalen, Aviapartner nicht erneut mit der Abfertigung in Düsseldorf zu beauftragen. 700 Arbeitsplätze seien deshalb gefährdet, teilte Verdi mit. Die Gewerkschaft kritisierte, die Beschäftigten von Aviapartner würden nicht zu den jetzigen Bedingungen von den neuen Dienstleistern übernommen, sondern müssten sich neu bewerben und erhielten »unsichere, teils befristete Jobangebote mit deutlich geringeren Einkommen«. Aviapartner habe es zudem abgelehnt, über einen Sozialplan oder Abfindungen zu verhandeln. Aviapartner hat laut Verdi am Flughafen Düsseldorf in der Gepäck- und Flugzeugabfertigung einen Marktanteil von rund 75 Prozent. Ab dem 1. April sollen diese Tätigkeiten von einem bereits aktiven Abfertigungsunternehmen und zwei neuen Abfertigungsunternehmen, die bislang kein Personal vorhalten, übernommen werden. (AFP/jW)

25.1.2023: VERDI PRÄSENTIERT PETITION DER BESCHÄFTIGTEN DES KLINIKUMS ERNST von BERGMANN
Die Mehrheit der nichtärztlichen Beschäftigten hat sich an einem sogenannten Stärketest beteiligt und hat sich mit ihrer Unterschrift hinter die Forderungen zur anstehenden Tarifrunde für den öffentlichen Dienst gestellt. Die Petition sollte dem Geschäftsführer des Klinikums überreicht werden, der jedoch aus verschiedenen Gründen an der Übergabe nicht teilnehmen wird. „Wir bedauern sehr, dass sich der Geschäftsführer nicht der Diskussion stellen wird und offenbar nicht öffentlich mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern über die Tarifrunde und die gewerkschaftlichen Forderungen diskutieren will“, sagt Torsten Schulz, zuständiger ver.di-Gewerkschaftssekretär.
Link

25.1.2023: TARIFVERHANDLUNGEN ÖFFENTLICHER DIENST VERTAGT
Die erste Runde in den Tarifverhandlungen für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen ist am 24. Januar 2023 ohne Ergebnis vertagt worden. „Ein positives Signal an die Beschäftigten ist leider ausgeblieben. Die materiellen Sorgen und die Überlastungssituation im öffentlichen Dienst werden zwar zur Kenntnis genommen, bleiben aber ohne Lösungsvorschläge. Das wird nicht reichen“, stellte der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke in Potsdam klar.

25.1.2023: WARNSTREIK AM BER
Am Mittwoch werden aufgrund eines Warnstreiks voraussichtlich keine Passagierflüge vom Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg abheben oder dort landen. Die Gewerkschaft Ver.di hat einen ganztägigen Warnstreik angekündigt.
verdi unter: Link

25.1.2023: DEMO FÜR TARIFVERTRAG BEI WINDANLAGENHERSTELLER VESTAS
Rund 250 Beschäftigte von Vestas haben am 24.1. in Hamburg für einen Tarifvertrag demonstriert. Vor der neuen Deutschlandzentrale des dänischen Konzerns forderten sie die Aufnahme von Tarifverhandlungen mit der IG Metall, denen sich die Geschäftsführung verweigert. Die Gewerkschaft will den Streik in dieser Woche fortsetzen. Seit Anfang November sind die rund 1.700 Mitarbeiter der Vestas Deutschland GmbH mit Unterbrechungen im Arbeitskampf. (jW)

25.1.2023: WARNSTREIK FÜR LOHNERHÖHUNG IN ÖLMÜHLE RIESA
Im Cargill-Ölwerk in Riesa wird mit einem vierstündigen Warnstreik in der Früh- und Spätschicht laut Presseinfo der Gewerkschaft NGG der Forderung nach höheren Löhnen Nachdruck verliehen werden. Die NGG will mit den Beschäftigten eine Entgeltsteigerung von monatlich 500 Euro für alle Lohngruppen durchsetzen. In Riesa stellen knapp 100 Beschäftigte für den US-Weltkonzern Cargill u.a. Raps- und Sonnenblumenöl für den Einzelhandel her. Thomas Lißner von der NGG erklärte: »Noch immer sind die Löhne hier in Riesa weit unter dem Niveau im Westen.« (jW)

24.1.2023: DROHENDE SCHLIESSUNG BEI FRANKFURTER BINDING-BRAUERER
Spätestens im Herbst soll die Binding-Brauerei in Frankfurt/M geschlossen werden. 150 Arbeitsplätze weg. So will es die Radeberger Gruppe KG in Frankfurt am Main. Radeberger gehört der Dr. August Oetker KG in Bielefeld. Mit dem eins­tigen Premiumbier der DDR aus der Nähe von Dresden hat das Unternehmen nur noch den Namen gemeinsam.
Gert Hautsch für Junge Welt unter: Link

23.3.2023: DROHENDE WERKSSCHLIESSUNG bei Gelenkwelle Zwickau Mosel (GKN)
Am 9. Juli 2021 erhielten die 422 Arbeiterinnen und Arbeiter der Fabrik GKN in Campi Bisenzio bei Florenz ihre Kündigung, per E-Mail. Sofort trafen sie sich vor dem Werk, verscheuchten die Bodyguards der Geschäftsführung und hielten rund ein Jahr lang eine unbefristete Betriebsversammlung in der Fabrik ab. Jetzt stärken sie den Kolleginnen und Kollegen der Gelenkwelle Mosel den Rücken!
Soli-Erklärung vom Feinsten!
"Der Investmentfonds Melrose führt seinen Schlachtplan fort: Für den Profit der Aktionäre müssen andere zahlen, und zwar wir. Wir zahlen auch die Rechnung für das Nichtstun anderer.
Heute geht unsere ganze und bedingungslose Solidarität an die Arbeiterinnen und Arbeiter von GKN-Mosel. Sie sind Teil unserer Familie. Wir stehen zur Verfügung, um euch zu unterstützen, wo es nur geht. Ohne als Besserwisser zu erscheinen, wollen wir euch, Kolleginnen und Kollegen aus Mosel und von GKN insgesamt, folgende Punkte ans Herz legen:
1.
Sie werden euch vorgaukeln, dass das Werk in Mosel ein Einzelfall ist. Das stimmt nicht. Heute hält solch eine Behauptung keinen einzigen Tag, denn morgen richten GKN und Konsorten am nächsten Standort Schaden an. Was bleibt übrig: verzweifelte Familien und die verbrannte Erde der verlorenen Arbeitsplätze. Deswegen: Ihr seid kein Einzelfall, sondern ein Glied einer ganzen Kette, die jetzt gebrochen werden muss. Kämpft heute für alle, auch diejenigen, die nicht kämpfen können, für eure Gegenwart und für die Zukunft von uns allen.
2.
Sie werden euch vorgaukeln, dass es zu spät ist. Wenn ein multinationales Unternehmen eine Schließung ankündigt, dann ist es leider oft spät. Denn eine Schließung planen sie lange im Voraus. Aber es ist nicht zu spät. Wir kämpfen seit 18 Monaten. Noch könnt ihr eure eigene Geschichte schreiben.
3.
Eine Schließung erschüttert euer ganz individuelles Leben, und zwar heute. Doch das Problem ist kein individuelles, sondern ein kollektives. Wir können euch nur raten, Gemeinschaft und solidarisch zu sein, nur gemeinsam seid ihr stark.
4.
Die Vertreter des European Working Council (EWC) von GKN haben unterschätzt, was in Florenz passierte. Nach unserer Schließung im Juli 2021 haben wir sie gewarnt, dass sie durch ihr Nichtstun die Zukunft weiterer GKN-Standorte gefährden. Wir warnten davor, dass Melrose seinen Streifzug fortführen würde. Damals überwog die egoistische Logik, „wenn der eine schließt, produziert der andere noch mehr“. Doch es stellt sich immer wieder Folgendes heraus: Was sie dem einen antun, wird irgendwann alle anderen auch erreichen.
5.
In den letzten Tagen staunten wir bei den Bildern aus der Braunkohlegrube in Lützerath. In Deutschland ist die Umweltbewegung sehr stark. Versucht einen gemeinsamen Kampfweg zu finden: Nicht die Umweltaktivisten, sondern das Kapital ist Schuld an den Entlassungen in der Automobilbranche.
Wir müssen erneut Aufstehen. Vielleicht in Deutschland? #insorgiamo #aufstehen Aufstehen und kämpfen!"
IGM Zwickau unter: Link
MDR 19.1.2023: Arbeitskampf Gelenkwelle Zwickau-Mosel droht Aus: Mehr als 800 Beschäftigte bangen um Jobs unter: Link

23.1.2023: DROHENDE MASENENTLASSUNGEN BEI FORD - Außerordentliche Betriebsversammlungen bei Ford in Köln!
Die Versammlungshalle mit einer Kapazität von etwa 5.000 Menschen quoll über, so dass etwa 2.000 Beschäftigte keinen Einlass mehr fanden und noch eine dritte Versammlung am gleichen Tag eingeschoben werden musste. Damit nahmen mehr als 12.000 der insgesamt ca. 15.000 Beschäftigten am Standort an den Versammlungen teil. Geschäftsleitung wurde von der Belegschaft ausgebuht.
Ein Kollege schreibt:
Die Reaktion der Geschäftsleitung war alles andere als professionell. Seit Jahren wird die Ausrichtung von Ford Europa diskutiert. Zuletzt 2019/20 gab es ein großes Restrukturierungsprogramm, mit dem an den deutschen Standorten fast 6.000 Beschäftigte abgebaut wurden. Jetzt droht die nächste Welle, insbesondere in der Produktentwicklung (PD).
Der Betriebsrat hat die vorgelegten europäischen Zahlen nach dem geltenden Verteilungsschlüssel zwischen PD Dunton (England), Lommel (Belgien) und Köln auf Deutschland umgerechnet. Demnach werden im schlimmsten Fall bis zu 2.500 der heute 3.800 Beschäftigten der Kölner Produktentwicklung das Unternehmen verlassen müssen. Aber auch für die dann verbleibenden 1.300 Beschäftigten ist die Zukunft ungewiss, da keine neuen Aufträge in Sicht sind. Der Konzern will die wesentlichen Entwicklungsaufgaben in Nordamerika (Mexiko) bündeln. Der Wandel vom Verbrenner zum Elektromotor reduziert Entwicklungsaufgaben und Ford verkleinert weiter die PKW-Palette.

Zu dem drohenden Kahlschlag in der Produktentwicklung kommt noch ein angekündigter Abbau von mindestens 20% der Arbeitsplätze in den Verwaltungsbereichen, also Einkauf, Finanz, Marketing etc., sowie auch in der Ford Service Organisation, dem Ersatzteilzentrum. Die Verteilung des Abbaus auf die verschiedenen Bereiche ist noch nicht festgelegt, es wird aber nochmal bis zu 700 Beschäftigte treffen.
Insgesamt also ein Abbau von bis zu 3.200 Arbeitsplätzen bei Ford in Köln, jeder vierte Beschäftigte soll gehen!
Dem Standort Saarlouis wurde schon das Aus ab Sommer 2025 verkündet, von jetzt 4.500 Beschäftigten sollen nach aktuellem Stand nur 500-700 weiter bei Ford beschäftigt werden.
Das Forschungszentrum in Aachen steht ebenfalls auf der Kippe, da sind es aktuell ca. 220 Beschäftigte, die um ihre Arbeitsplätze bangen müssen.

Die Forderungen des Betriebsrats sind klar:
- Offenlegung der Detailpläne und Verhandlungen über mögliche andere Szenarien, um dauerhaft einen relevanten Anteil am europäischen PKW-Markt zu sichern und auszubauen.
- Einbindung der Kölner Produktentwicklung in die globale Entwicklungswelt von Ford mit nachhaltigen Aufgaben und entsprechender Belegschaftszahl.
- Eine leistungsstarke und zukunftsfeste Verwaltungsstruktur hier vor Ort, statt Auslagerungen in Billigstandorte.
- Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen bis zum 31.12.2032.
Die Geschäftsleitung hat auf den Betriebsversammlungen keine Zahlen und Details genannt, was von der Belegschaft mit lauten Buhrufen und Pfeifkonzerten quittiert wurde.

Vielen standen Tränen in den Augen, sie waren fassungslos und voller Angst um ihre Zukunft und die ihrer Familien. Der Betriebsrat ist weiter gesprächsbereit und will konstruktiv an der Zukunft für alle arbeiten. Wenn aber die Unternehmensleitung weiterhin mauert und auf das Aus zusteuert, dann sollen alle zur Verfügung stehenden Mittel ausgeschöpft werden, auch wenn es schmerzhaft würde.
Benjamin Gruschka, der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats und des Betriebsrats Köln Niehl/Merkenich dazu: „Wir fordern eine echte Zukunft für alle Kolleginnen und Kollegen bei Ford in Deutschland, dafür werden wir gemeinsam kämpfen!“. Nicht weinen!!!
Pressemitteilung der IG-Metall Köln / Leverkusen zur außerordentlichen Belegschaftsversammlung unter: Link

24.1.2023: US-Autobauer will Tausende Jobs in Köln streichen. Betriebsrat mobilisiert Belegschaft, IG Metall für »empfindliche« Reaktion gegen Konzernspitze.
Oliver Rast für Junge Welt unter: Link

23.1.2023: Laut ver.di beteiligten sich insgesamt rund 30.000 Post-Beschäftigte an den dreitägigen Warnstreiks
Wie der Konzern am Wochenende in Bonn mitteilte, seien durch die Ausstände drei Millionen Briefe und eine Million Pakete liegengeblieben. Bei der Auslieferung und Abholung könne es zu mehreren Tagen Verzögerung kommen.
Acht Milliarden für die Anteilseigner, kein Groschen für die Beschäftigten: Streik am Samstag in der Paket- und Briefzustellung und insgesamt rund 30.000 Streikende
Siehe Labournet unter: Link

21.1.2023: ver.di ruft die Beschäftigten der Deutschen Post AG, die Briefe und Pakete zustellen, für Samstag bundesweit zum Streik aufgerufen.
Die zweite Runde der Verhandlungen war am Donnerstag gescheitert – für den Abend und den gesamten Freitag hatte die Gewerkschaft flächendeckend zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen.
In sämtlichen 38 Paketzentren und »nahezu allen« 82 Briefzentren wurde die Arbeit ganztägig niedergelegt, teilte verd.i am Freitag mit. »Punktuell« seien auch Zusteller in den Ausstand getreten, etwa »in großen Teilen« von Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern und des Saarlandes. Nach Angaben von ver.di beteiligten sich 15.000 MitarbeiterInnen am Streik.

19.1.2023: VERDI RUFT ZU STREIKS IN BRIEF - und PAKETZENTREN AUF
Die Arbeitsniederlegungen begannen bereits am frühen Abend (des 19.1.23) und sollen auch morgen den ganzen Tag andauern. Zuvor war die zweite Runde der Tarifgespräche zwischen der Deutschen Post und Verdi gescheitert. Wie Verdi-Verhandlungsführerin Kocsis mitteilte, wollen die Beschäftigten ihren Forderungen mit den Streiks Nachdruck verleihen. Dass die Arbeitgeber den Ausgleich von Reallohnverlusten verweigerten, sei angesichts der Milliardengewinne des Konzerns eine Provokation.
Die Gewerkschaft verlangt für die rund 160.000 Tarifbeschäftigten in Deutschland 15 Prozent mehr Lohn. Die Post nennt die Forderung realitätsfern. Die Tarifgespräche sollen am 8. Februar fortgesetzt werden. Bis dahin könnten weitere Streiks folgen.
Diese Nachricht wurde am 19.01.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.(dpa / Paul Zinken) Ralf Wurzbacher in der Jungen Welt: "... Offensiver tritt dagegen die Kommunikationsgewerkschaft DPV (DPVKOM) auf, die als kleiner Fachverband mehr als 20.000 Beschäftigte bei Post, Postbank, Telekom und Callcentern vertritt. Seit Ende der Friedenspflicht bestreikten deren Mitglieder für jeweils zwölf Stunden die Post-Niederlassung in Magdeburg und am zurückliegenden Dienstag die in Karlsruhe. Die DPV fordert zwar nur zwölf Prozent mehr Lohn, setzt sich dafür aber für eine überdurchschnittliche Aufwertung der unteren Entgeltgruppen um 500 Euro und eine Höhergruppierung bestimmter Beschäftigtengruppen ein. Für die Gewerkschaft ist die Deutsche Post DHL Group (unter diesem Namen tritt die AG seit 2015 international auf, jW) ein »Gewinner der Coronapandemie«, mit einem für 2022 prognostizierten Gewinn von 8,4 Milliarden Euro. Mehr hat der Konzern in einem Jahr noch nie gescheffelt. ..."
Ralf Wurzbacher für Junge Welt unter: Link

18.1.2023: SINKENDEN STÜCKZAHLEN UND ENTLASSSUNGEN in Saarlouis ODER Valencia
Betriebsratswahlen im Ford-Werk Almussafes erzwingen Zahlen zum Bieterwettbewerb: IG Metall bot 18 Prozent Lohnsenkung in allen deutschen Werken an!
Labournet.de unter: Link

18.1.2023: UNHALTARBEITSBEDINGUNGEN + BEESPITZELUNGEN bei Tesla:
Auch IG Metall beobachtet, "dass die Begeisterung nachlässt und sich Enttäuschung breitmacht"
Labournet.de unter: Link Dort auch Dossier: Tesla und Elon Musk in der brandenburgischen Provinz: Viel Aufregung um eine Mobilität für die gehobene Mittelschicht

18.1.2023: Nach erfolglosem Erzwingungsstreiks für einen Tarifvertrag für Zugpersonal in der SWEG schlägt die GDL Schlichtung vor, SWEG will Vermittlungsverfahren
Labournet.de unter: Link

17.1.2023: [b]TEXTILBRANCHE FORDERT ACHT PROZENT[/b]
Mit der Forderung nach acht Prozent mehr Geld zieht die IG Metall in die Tarifverhandlungen für rund 100.000 Beschäftigte der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie. Die Erhöhung soll für die einzelnen Beschäftigten mindestens 200 Euro im Monat betragen, erklärte die Gewerkschaft am Dienstag nach einem entsprechenden Vorstandsbeschluss. (dpa/jW), print.

17.1.2023: 10,5 % MEHR LOHN - BERLINER STADTREINGUNG DEMONSTRIERT IN TEMPERLHOF
Die Tarifauseinandersetzung im öffentlichen Dienst nimmt eine Woche vor Beginn der ersten Verhandlungsrunde Fahrt auf. Am Dienstag demonstrierten mehr als 400 Beschäftigte der Berliner Stadtreinigung (BSR) vor der Firmenzentrale, so dass die gesamte Ringbahnstraße in Berlin-Tempelhof von unzähligen orangen BSR-Fahrzeugen verstopft war. ...
(dpa/jW), print.

16.1.2023: STREIKRECHT IN GEFAHR: DIE BRISANTEN PLÄNE DER EUROPÄISCHEN KOMMISION
Labournet.de unter: Link

16.1.2023: TARIFRUNDE HELIOS-KLINIKEN
ver.di fordert 10,5 Prozent, mindestens aber 500 Euro monatlich mehr
siehe labournet.de unter: Link

12.1.2023: TARIF + BESOLDUNGSRUNDE ÖFFENTLICHER DIENST,BUND UND KOMMUNEN 2023
Forderungen von ver.di:
- 10,5 Prozent mehr Geld für alle (mindestens 500 Euro pro Monat)
- 200 Euro mehr für Auszubildende Studierende und PraktikantInnen
- unbefristete Übernahme von Auszubildenden
-12 Monate Laufzeit
ver.di-Vorsitzender Frank Werneke: „Die Sicherung der Einkommen durch einen Inflationsausgleich, insbesondere für die Beschäftigten mit mittleren und eher niedrigen Einkommen steht für uns im Zentrum der Tarifrunde.“ Das Ergebnis soll zeit- und wirkungsgleich auf Beamtinnen und Beamte, Richterinnen und Richter, Soldatinnen und Soldaten sowie Versorgungsempfängerinnen und -empfänger übertragen werden.
Der Verhandlungsauftakt mit den öffentlichen Arbeitgebern von Bund und Kommunen findet am 24. Januar 2023 statt. Die Forderung wird bis Mitte Januar einem Stärketest unterzogen.
ver.di unter: Link

11.1.2023: VERDI FORDERT 15 PROZENT MEHR LOHN FÜR 160.000 POSTLER
„Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert für die rund 160.000 Tarifbeschäftigten bei der Deutschen Post AG eine Tarifsteigerung von 15 Prozent. Die geforderte Laufzeit des Tarifvertrags beträgt zwölf Monate. Die Ausbildungsvergütungen sowie die Entgelte der Studierenden sollen in jedem Ausbildungsjahr monatlich um 200 Euro erhöht werden. ver.di hatte die Entgelttabellen zum 31. Dezember 2022 gekündigt. Damit endete an diesem Datum auch die Friedenspflicht.
PM Verdi: Link

10.1.2023: EVG FORDERT 6,8 % MEHR LOHN VON DER HESSISCHEN LANDESBAHN
Darüber hinaus wird ein Wahlmodell zwischen mehr Geld oder mehr Urlaub gefordert. Außerdem Leistungen aus dem Fonds „Wohnen und Mobilität“. Bei der Urabstimmung hatten 86,6 % der EVGler für den unbefristeten Streik gestimmt.
Am 10.1.2023 kritisierte EVG-Vorstand Frank Hauenstein bei der Schlusskundgebung vor der HLB-Zentrale das Verhalten der Geschäftsführung: „Kolleg:innen werden angerufen und unter Druck gesetzt, es wird mit Arbeitslosigkeit gedroht. Dieses Verhalten ist unwürdig.“ Der Arbeitgeber suggeriere, „er sei sozial und würde euch Geld zahlen, das er nicht zahlen müsste. Dahinter steht der Versuch, euch zu spalten. ..."
EVG unter: Link

9.1.2023: Solidaritätsgruß an die Beschäftigen bei der Post von der Vernetzung kämpferischer Gewerkschaften
VKG unter: Link

7.1.2023: Deutsche Post AG bangt um Rendite
Erste Tarifrunde: Verdi fordert 15 Prozent mehr Lohn. Konzern hält das für »realitätsfern«
... 2022 hat die Deutsche Post AG um die 8,5 Milliarden Euro Gewinn gemacht.
Alexander Reich für Junge Welt unter: Link

6.1.2023: „Beim Auftakt der Tarifrunde bei der Deutschen Post AG
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Arbeitgeber haben am 6.1.2023 keine Annäherung erzielen können. Die Positionen liegen weit auseinander. Die Tarifverhandlungen wurden auf den 18./19. Januar 2023 vertagt“
PM ver.di unter: Link

3.1.2023: Wird ver.di anderen Weg einschlagen als Chemie- und Metallindustrie?
"Die bisherigen wichtigen Tarifrunde in der Chemie- und Metallindustrie haben mit Abschlüssen geendet, die keine befriedigende Antwort auf die momentanen Teuerungsraten geben. Prozentabschlüsse weit unterhalb der Inflationsrate und mit zu langen Laufzeiten. Hinzu kommen zwar Steuer- und abgabenfreie Einmalzahlungen über insgesamt 3000 €. Diese, von der Bundesregierung bewusst geschaffenen Zahlungen, dienten dazu, die Tarifrunden ruhig über Bühne zu bringen. Dies ist Ihnen mit Unterstützung der Vorstände von IG BCE und IG Metall auch gelungen. Im Gegensatz zu den Industriegewerkschaften scheint ver.di zu versuchen einen anderen Weg einzuschlagen. Allein ihre Forderungen sprechen schon eine andere Sprache. Zu der Anfang 2023 anstehenden Tarifrunden im öffentlichen Dienst wurde ein umfangreiches Forderungspaket beschlossen das zumindest den Anspruch hat die Lohnverluste durch die Preisentwicklung auszugleichen. (...) Dazu bedarf es einer wirklich breiten Mobilisierung der Beschäftigten und den Willen der ver.di Führung sich für einen Abschluss einzusetzen, der deutlich positiver als die Abschlüsse der Industriegewerkschaften sind. Dazu braucht es aber auch die Bereitschaft der Mitglieder sich aktiv zu beteiligen und die ver.di Führung unter Druck zu setzen, um sie von einem lauen Kompromiss abzuhalten..." Artikel von Helmut Born vom 22.12.22 (pdf) - wir danken!
Link

15.12.2022: UNIKLINIK GIESSEN-MARBURG: DAS 100 TAGE ULTIMATUM LÄUFT
Nach der erfolgreichen Berliner Krankenhausbewegung und der an sechs Unikliniken in Nordrhein-Westfalen und zuletzt am Uniklinikum Frankfurt am Main fordern die Beschäftigten an Deutschlands einziger privatisierten Uniklinik Giessen-Marburg einen Entlastungstarifvertrag. Das 100 Tage-Ultimatum läuft.
siehe: PM ver.di unter: Link

Quelle: Labournet.de