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CureVac + Bill Gates gibt Ratschläge auf LinkedIn für die Zeit nach Corona

Foto: H.S:

15.04.2020 - von Hanne Schweitzer

Vor ein paar Tagen war Bill Gates live auf LinkedIn zu sehen, um Fragen des LinkedIN Chefredakteurs Daniel Roth zu beantworten. Justin Bariso von Inc.com berichtet darüber in seinem "Inc. This Morning newsletter" unter der Überschrift: "Bill Gates Says the Coronavirus Will Change Life Forever". "Für immer", drunter macht es der Mann nicht, der als ausgesprochener Impf- und GentechFreak gilt und allen sieben Milliarden Menschen¹ auf dieser Welt eine Impfung "verabreichen" will. Gates unterstützt mit seinen Stiftungen nicht nur die WHO, die Johns Hopkins-Universität, sondern hierzulande auch das Robert-Koch-Insitut und das in Tübingen ansässige biopharmazeutische Unternehmen CureVac, das an einem CoV-2019-Impfstoff forscht. Einen gewissen Bekanntheitsgrad erreichte das Unternehmen, als bekannt wurde, dass der Mehrheitseigner Dietmar Hopp heißt, der Sponsor des Fußballvereins Hoffenheim ist und Mitgründer des Softwarekonzerns SAP. CureVac bekam von der Gates dominierten "Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI)", 7,5 Millionen Euro für die beschleunigte Impfstoffentwickelung. Das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung ist Gründungsmitglied von CEPI und war gegen Zahlung von 90 Millionen Euro herzlich willkommen im Gates-Club.³ Was sie alle miteinander fuchsen wird: In China, meldete die Ärztezeitung gestern, sind "mittlerweile drei mögliche Coronavirus-Impf­stoffe zu klinischen Tests zugelassen."

Gates wusste das natürlich schon vorher. Das könnte ein Grund dafür sein, dass er, schlecht gelaunt aber gefasst, der Community von LinkedIn Ratschläge, für das Leben nach dem Lockdown gegeben hat, die zynisch. sind. Gastronomen oder der Veranstalterbranche rät er, ein paar flotte Videos auf Youtube einzustellen, ... und schon brumme der Laden wieder. Unverschämt sind seine Ratschläge für die vom Niedergang der Reise- und Tourismusindustrie betroffenen Menschen. Gates schlägt ihnen vor, sich von einem großartigen Projekt animieren zu lassen, an dessen Entwicklung Google beteiligt war. Dank des Projekts sei es möglich, Griechenland von der Couch aus zu besuchen. Tourguides, Kellnern, Rezeptionisten, Köche, Hoteliers, Dachdecker, Klempner und Bauern hat er sich damit sicher auf ewig zu Feinden gemacht.

Ob Gates seine Ratschläge auch als "volkspädagogische Maßnahmen²" verstanden wissen will, wie der Kieler Oppositionsführer Ralf Stegner (SPD) das nennt, was von der Regierung als sogenannte Lockerungsmaßnahmen verkündet wird, ist nicht bekannt.

Gates glaubt oder rät:
- Semi-normale Öffnung der USA Anfang Juni.
- Bei Industriezweigen wie Gastgewerbe, Sportveranstaltungen und Immobilien sowie öffentlichen Versammlungen wird länger dauern.
- Herstellung und Zulassung eines Impfstoffes erforderlich, davon noch 18 Monate entfernt.
- COVID-19 zwingt dazu, Digitalisierung voranzutreiben.
- Bezweifelt Rückkehr zu persönlichen Aktionärsversammlungen.
- virtueller Gerichtssaal
- Tourismus: lernen von "Greece From Home", Initiative der Griechischen Nationalen Tourismusorganisation in Zusammenarbeit mit Google.
Justin Bariso Inc.com: Link

¹ Link
² WELT vom 14.4. auf Seite 4
³ Link

(4) Nachtrag 16.6.2020: Staatsbeteiligung an CureVac
Mit 300 Millionen beteiligt sich der deutsche Staat an dem im Jahr 2000 gegründeten Unternehmen Impfstoffentwickler CureVac. Über seine Investmentgesellschaft Dievini
ist SAP-Mitgründer Dietmar Hopp mit einem Anteil von über 80% Hauptaktionär von CureVac. "Da der staatliche Einstieg über eine Kapitalerhöhung erfolgt, werden die Anteile der bisherigen Eigentümer verwässert. Hopp bleibt aber Haupteigentümer", schreibt die NZZ am 16.6.20. ... "Die Beteiligung wird über die staatliche Förderbank Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) realisiert." Hopp, Mäzen des Fußballvereins Hoffenheim gilt als Freund von Clemens Tönnies, langjähriger Vorsitzender des Aufsichtsrats vom 1. FC Schalke.

Link: Immer MEHR Menschen hinterfragen Corona-Zahlen + staatliche Maßnahmen
Quelle: Inc. This Morning newsletter, NZZ