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PFLEGEREFORM IM MEDIENRAUSCHEN: DOSSIER 2020

Foto: H.S.

18.03.2020 - von Hanne Schweitzer

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit finden Sie hier Beiträge über die Folgen der Pflegereform und der zunehmenden Privatisierung der Pflegeheime sowie über die Situation in den Alten- und Pflegeheimen.

3.4.2020
Auch während der weltweiten Corona-Krise: Deutschland rekrutiert Pflegepersonal aus Lateinamerika. Labournet: Link

16.3.2020 Besuchseinschränkungen in Alten- und Pflegeheimen wegen Corona. Die Regelungen in den einzelnen Bundesländern entnehmen Sie bitte der Webseite der BIVA unter: Link

14.3.2020
Seniorenheime sollen nach Ansicht eines Bundes-Heim-Verbandes wegen der Corona-Epidemie von Bürokratie und Kontrollen verschont werden. «In dieser drastischen Situation müssen wir die Rahmenbedingungen lockern», sagte der Chef des Bundesverbandes der kommunalen Senioren- und Behinderteneinrichtungen (BKSB), Dieter Bien, der Deutschen Presse-Agentur. So solle von Prüfungen der Heimaufsicht zunächst bis Ende Mai abgesehen werden. Die regelmäßigen Qualitätsprüfungen des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung für den sogenannten Pflege-TÜV werden bereits vorläufig bis Ende Mai ausgesetzt. ... Personalvorgaben wie die Fachkraftquote solle man zurückstellen, forderte Bien. Auch die Pflegeberichte könnten aus Sicht des Verbandes abgespeckt werden. Link

13.3.2020
Coronakrise Nordrhein-Westfalen untersagt Besuche in Alten- und Pflegeheimen
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet sieht sein Bundesland im Kampf gegen das Coronavirus vor einer "riesigen Bewährungsprobe". Der Regierungschef appellierte an die Bürger, soziale Kontakte einzuschränken.
Link

13.3.2020
Freistaat Bayern untersagt Angehörigen weitgehend den Besuch von Alten- und Pflegeheimen. Link

3.3.2020
"Wir stellen die Systemfrage“, so die Bremer Pflegeschüler*innen auf einer Veranstaltung Anfang Februar 2020. Zur Beantwortung waren die gesundheitspolitischen Sprecher*innen der Bremer Bürgerschaftsfraktionen in das DGB-Haus eingeladen. Ute Reimers-Bruns (SPD), Ilona Osterkamp-Weber (Die Grünen), Nelson Janssen (Die Linke) und Dr. Markus Buhlert (FDP). Es fehlte Rainer Bensch (CDU). Die Politiker zeigten sich in der Diskussion empathisch mit den vielen anwesenden Auszubildenden. Sie geben aber zu: Wir haben kein Patentrezept!
Kann ein Systemwechsel der Ausweg sein? Kann ein solcher Systemwechsel von der kleinen kommunalen Einheit Bremen als Vorreiter geschultert werden? Für die generalisierte Ausbildung hat das Land Bremen mit der Öffnung eines Skills- und Simulation-Laboratoriums schon eine Vorreiterrolle übernommen. Verfolgt man dies weiter, ist der am Ende der Veranstaltung vorgestellte Antrag der PflegeschülerInnen an die Bürgerschaft der Ansatz:
„Antrag an die Bürgerschaft Land: Die Fraktionen der Bürgerschaft wollen dem Pflegenotstand wirksam begegnen und erteilen Profit- und Rendite-Interessen eine Absage. Wir sind überzeugt davon, dass gute Pflege und gute Arbeitsbedingungen nur in gemeinnützigen Betreiberstrukturen umgesetzt werden können. Wirtschaftlichkeit darf in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen nicht über dem Wohl von Patienten und Bewohnern stehen! Profite dürfen sich nicht aus schlechten Arbeitsbedingungen generieren. Der Senat möge prüfen, wie ein baldmöglichster Systemwechsel, hin zu gemeinnützigen Strukturen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, in Bremen umgesetzt werden kann."
Dr. Mittermeier, Durchblick März 2020

2.3.2020
Einfach den Deinstpan per App gestalten und schon sind alle professionellen Pflegekräfte glücklich und zufrieden! Das suggereiert eine Beitrag auf HCM von Sabrina Demmeler, der so beginnt: "Fachkräftemangel - Diako Thüringen - Arbeitszeitmodelle in der Pflege: Dienstplan per App
"Extraprämie beim Einspringen, Dienstplan direkt auf das Smartphone und individuelle Schichten – die Diako Thüringen will Arbeitszeiten in der Pflege neu denken. In Pilotprojekten testet der Träger die innovativen Ideen. Eine kam so gut bei den Mitarbeitern an, dass sie nun für alle diakonischen Einrichtungen in Mitteldeutschland gilt. Mehr unter:
Link

29.2.2020
Gutachten der Universität Bremen: 120.000 Pflegekräfte fehlen. 120.000 zusätzliche Pflegekräfte wären nötig, um die Pflegebedürftigen in deutschen Altenheimen angemessen zu betreuen. Das hat eine Studie der Universität Bremen im Auftrag der Pflegeselbstverwaltung, also unter anderem der Pflegekassen und -anbieter, ergeben. Demnach müsste die Zahl auf 440.000 Pflegekräfte steigen. Das würde jährlich etwa vier Milliarden Euro zusätzlich kosten. Eine Pflegekraft sollte im Schnitt künftig 1,8 Patienten versorgen statt bisher 2,5. Noch bis Ende Juni erproben die Forscher ein selbstentwickeltes Verfahren zur Bemessung des Personalbedarfs in Pflegeeinrichtungen.
zum Gutachten Link

25.2.2020
Erstmals haben Wissenschaftler der Uni Bremen haben im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums errechnet, wie viel Personal nötig wäre, damit Pflegebedürftige in Altenheimen angemessen betreut werden können. Sie kommen zu dem Schluss, dass die Zahl der Pflegekräfte um 36 Prozent erhöht werden müsste, also um rund 120.000 Menschen. Von denen soll die Mehrheit als Assistenten arbeiten und nicht als gut qualifizierte Fachkräfte.
Die Kosten für das zusätzliche Personal belaufen sich demnach auf jährlich rund vier Milliarden Euro. Die Experten haben erstmals auf wissenschaftlicher Basis einen neuen Personalschlüssel errechnet, der ihnen zufolge nötig ist, um die hohe Arbeitsbelastung zu senken und und so eine angemessene Betreuung in den Altenheimen zu ermöglichen. Sie schlagen vor, dass eine Pflegekraft künftig rechnerisch im Schnitt 1,8 Pflegebedürftige betreuen soll. Bisher beträgt die Quote 1 zu 2,5.
In dem Gutachten wird demnach konstatiert, dass die Überbelastung der Mehrheit des Pflegepersonals nicht nur zu einem erhöhten Krankenstand unter den Pflegern führe, sondern auch zu mehr Teilzeitarbeit und einem frühen Ausstieg aus dem Beruf. Die ungünstigen Arbeitsbedingungen sorgten zudem für eine schlechtere Pflegequalität. Um angesichts der weiter steigenden Zahl von Pflegebedürftigen den wachsenden Fachkräftebedarf zu decken, müssten die Arbeitsbedingungen deutlich verbessert werden, zitiert das Redaktionsnetzwerk aus dem Gutachten.
Link , Link

19.2.2020
Pflege im Heim wird immer teurer. Im bundesewiten Durchschnitt liegt der Eigenanteil mittlerweile bei 1.940 € (vdek am 1.1.2020) ... große regionale Unterschiede. ... Nordrhein-Westfalen durchschnittlich 2.357 Euro ... Sachsen-Anhalt durchschnittlich 1.359 € im Monat. FAZ: Link Dazu Bernd Riexinger von den Linken:
„Die steigenden Eigenanteile zeigen, dass die Finanzierung des Pflegesystems dringend einer Reform bedarf. Die Finanzierung der pflegebedingten Leistungen durch Eigenanteile muss abgeschafft werden... Auch muss Pflege wieder als Teil der öffentlichen Daseinsfürsorge verstanden werden. Statt immer weiter zu privatisieren, muss Gesundheit als Teil des Sozialstaats öffentlich organisiert werden. Dazu müssen die Kommunen finanziell gestärkt werden. Denn gute Pflege wird vor Ort erbracht.“ Link

13.2.2020
Zurzeit sind schon 48.000 Heimplätze unter der Kontrolle solcher Private Equity Firmen (Laut Gabler Wirtschaftslexikon ist Private Equity von privaten und/oder institutionellen Anlegern bereitgestelltes Eigenkapital, mit dem Beteiligungsgesellschaften (Private-Equity-Gesellschaften) Unternehmensanteile für einen begrenzten Zeitraum erwerben, um eine finanzielle Rendite zu erwirtschaften). Hier bestimmen internationale Anleger die Pflege- und Arbeitssituation. Besonders eine Heimkette fällt immer wieder durch negative Schlagzeilen auf ... Selbst, wenn sich die Politik zu Qualitätsauflagen für die Heime durchringen sollte, die Private-Equity-Investoren haben längst eine neue Renditeoase entdeckt: die ambulante Intensivpflege...".
Beitrag von Horst Gross am 13.02.2020 auf Deutschlandfunk Kultur unter: Link er.976.de.html?dram:article_id=470173
Podcast unter: Link
Siehe dazu auch: Pflegeausgaben in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern unter: Link

3.2.2020
AltenheimbewohnerInnen sollenn weniger Fleisch essen
Beitrag von Hanne Schweitzer unter: Link

26.1.2020
Pflegeplatz suchen mit der APP Heimfinder NRW.
Link

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PFLEGEREFORM IM MEDIENRAUSCHEN - Dossier 2019 - 2012
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PFLEGEREFORM IM MEDIENRAUSCHEN - DOSSIER 2011 - 2004
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Quelle: diverse