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Rente von 139 Euro pro Monat

Bergisch Gladbach, 2013 FOto: H.S.

09.06.2015 - von R.S.

Ich bin 61 Jahre, und wurde im Jahr 2009 auf den Kanaren von der Seguridad Social als Rentner der sogenannten Teil-Erwerbsminderungsrente anerkannt. Zeitgleich habe ich im Jahr 2008 einen Antrag bei der DRV-Rheinland gemacht, dort wurde ich bis ins Jahr 2014 immer wieder diskriminiert. Die spanischen Arztberichte des ärztlichen Krankenhauses wurden verworfen.

Ich war gezwungen vor Gericht zu gehen, musste einen Anwalt nehmen aus dem Internet und griff direkt ins Klo. Der Anwalt machte eigentlich gar nichts, es lief bis ans Landessozialgericht in NRW, dort meinten die, die müssten einen Vergleich machen.

Ich bin Baujahr 1954, liege also vor dem Datum 2.1.61, deshalb gaben sie mir grosszügig nach sechs (!) Jahren die Teilweise- erwerbsminderung. Danach berechneten die DRV-Rheinland die Rente und kam auf 139 € monatlich, eine Schweinerei. Ich arbeitete von 1969 bis Ende 1995 in Deutschland habe auch dort Beiträge bezahlt (grösstenteil als Selbständiger), habe Lehre, BW 8 Jahre, Gerüstbauer, Fenstermontagen. Bin auf Fenster umgestiegen weil der Orthopäde in Günzburg sagte, wenn ich weiter mache, würde ich bald im Rollstuhl sitzen.

Nun gut vor 2 Wochen schickte ich ein ganzes Paket an Beschwerden an die DRV-Bund nach Berlin, darüber, daß ich von der DRV-Rheinland diskriminiert wurde und immer noch werde. Auch Beispiele von den ganzen Politikern, Eurokraten die sich nach kurzer Zeit, ab 7000 € aufwärts die Sonne auf den Bauch scheinen lassen können, ich aber mir vielleicht einen guten Strick kaufen könne für die grosszüge Rente von 139 €. Bis heute habe ich noch keine Antwort erhalten.

Den Anwalt habe ich rausgeschmissen, weil er nichts für mich tat, jetzt bestätigte er mir die Kündigung und zwar vor einer bei der DRV gesetzten Frist für Einspruch, er machte nichts mehr, verstehen Sie, er lässt einen fallen wie die DRV.

Ich kann Ihnen nur in Kürze die berichten, denn die Sache läuft ja schon länger, aber ich bin gespannt was die DRV-Bund über ihren Ableger DRV-Rheinland sagen wird.

Ich bin am Ende meiner Kräfte.

Nur noch ein Beispiel: eine Richterin vom Sozialgericht bestellte mich nach Deutschland um mich zu begutachten. Der erste sogenannte Gutachter war ein Sportmediziner, der mich nur fragte, was ich an Medikamenten nehme, er wollte mich auf so ein Rad setzten, wo er dann Werte bekommen hätte, ich sagte, ich kann das nicht. Aber komischerweise waren später im schriftlichen Bericht jede Menge Werte aufgeführt - also Betrug.

Der andere Gutachter ein Orthopäde, genauso übel. Ich kann den linken Fuß nicht mehr anziehen, aber er wolle sich ein Gangbild machen (hören Sie bitte: ich hatte Sicherheitsschuhe mit Stahlkappen an, mit diesen liess er mich laufen. Auch später war Widersprüchliches zu finden in dem Bericht. Beide Gutachter sind entfernungsmäßig 100 km auseinander.

Was ich noch sagen wollte: die Richterin machte sich keinen Kopf, wie ich wieder nach Fuerteventura komme, die dachte, wenn ich Montags bei den Gutachtern bin, kann ich ja abends wieder heim. Hallo, ich wohne 4.000 km entfernt, ich hätte auf der der Domplatte schlafen können, das hätte keinen interessiert, das ist DISKRIMINIERUNG pur. Ich war nur so doof und rief nicht die PRESSE an, schade.

Heute sitze ich hier, kann mich vor chronischen Schmerzen kaum bewegen. 2010 wurde ich an der Bandscheibe operiert (nicht gut), Halswirbel auch ein Vorfall, beide Hüften Coxarthrose, linkes Knie kaputt, von linker Wade abwärts taub, es schmerzen alle Gelenke, sowie die Finger.

Ich schrieb der Politik, der Nahles, dem Gabriel, der Wagenknecht, alle jammern, wie leid es ihnen tut, die BMAS schrieb, man kann nichts machen, die deutsche Politik schert sich einen feuchten ... um uns, wir die von unseren Eltern noch gelernt haben, das man arbeiten muss um zu leben. Heute ist es anders, viele haben noch nie gearbeitet und leben ganz gut vom Staat, aber wir, unsere Baujahre werden diskriminiert.
Mit freundlichen Grüssen

Quelle: Mail an die Redaktion

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