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Foto: H.S.
03.07.2026 - von Arbeitsunrecht.de
Wenn Politiker heutzutage an „Reformen“ basteln, gilt für die arbeitende Bevölkerung Alarmstufe rot. Heutzutage sind damit gemeint: frontale Angriffe auf Renten, Lohnniveau, Arbeitsbedingungen und Gesundheitsversorgung.
Ein Ausweg aus der Krise ist gemäß der Mainstream-Propaganda heute nur noch in einer Richtung zu suchen:
Den Armen nehmen, um den Reichen zu geben. Lohnstückkosten und Lohnnebenkosten senken. Wer sich dagegen stellt, gilt als „Besitzstandswahrer“ und „Bremser“, als „realitätsfremd“ und „ewig gestrig“.
Wie konnte es soweit kommen?
Wir vermuten: Die Herrschenden haben keinen Respekt mehr vor der arbeitenden Bevölkerung. Es fehlt die Bedrohung. Es fehlt das Korrektiv. Die da oben glauben, dass sie sich alles erlauben können. Sie verlieren die Anbindung an die Realität, träumen vom Mars und von Olympischen Spielen. Dabei kriegen sie nicht mal Brücken und Schulen instand gesetzt.
Der Gegendruck von unten, von der Straße, fehlt seit langem.
Wir haben nichts gegen Reformen im ursprünglichen Sinne. Wir sind für die Verbesserung der Lebensverhältnisse. Angriffe auf die arbeitende Bevölkerung lehnen wir ab – also genau das, was uns heute als Reform verkauft werden soll. Es wird Zeit, dass wir uns zusammen schließen und aktiv werden.
Was wir wollen:
- 8 Stunden Arbeit reichen. Verteidigen wir den 8-Stunden-Tag!
- Stop Union Busting. Für aktive Betriebsräte und kampfbereite Gewerkschaften!
- Rente mit 65 für alle.
- Bürgerversicherung statt Profite.
- Gesundheitsversorgung stärken.
- Gut und günstig wohnen. Mietpreisbremse. Miethaie enteignen! Sozialen Wohnungsbau ankurbeln. Leerstand beschlagnahmen. Mietwucher bestrafen.
- ÖPNV flott machen. Für alle. Den Deutsche Bahn-Sumpf austrocknen.
- Holt es von den Reichen. Vermögenssteuer und Enteignungen! Steueroasen schließen.
- Genossenschaften gründen. Die Wirtschaftsform der Zukunft. Für die Produktion, das Wohnen, den Konsum. Ökologisch, sozial, demokratisch.
- Für ein friedliches Deutschland. Für menschliche Produkte. Militarisierung der Wirtschaft und der Gesellschaft stoppen. Die Kriegskredite plündern den Sozialstaat.
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