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Kompletter Zugverkehr im "Großraum Deutschland" gestoppt

Foto: H.S.

24.06.2026 - von H.S.

Wenn Bahnsignale durch digitale Funksignale ersetzt werden, kann es aus verschiedenen Gründen zum Ausfall der Funksysteme kommen. Der habe habe insgesamt 90 Minuten gedauert, sagt am 24.6.2026 gegen 10.20 Uhr ein Studiogast in der der DLF-Sendung "Agenda, Ausgebremst" Stephan Stracke, CSU, MdB, Stellvertretender Unions-Fraktionsvorsitzender für Verkehr, Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Laut Newsblog der Bahn waren es 140 aber Minuten.


Newsblog der Bahn

Newsblog +++ Dienstag, 24. Juni 2026 +++ 06:30 Uhr |
Update: Bahnverkehr reibungslos angelaufen

Nach der raschen Problembehebung in der Nacht ist der Bahnverkehr am Morgen weitgehend reibungslos angelaufen, es kann noch vereinzelt zu Einschränkungen kommen. Wir bitten Reisende, ihre Verbindung in den Auskunftsmedien zu prüfen.

Dienstag, 24. Juni 2026 +++ 06:30 Uhr 00:50 Uhr |
Update: Störung des Zugfunk ist behoben, Verkehr läuft wieder an

Unsere IT-Experten haben pausenlos an der Entstörung gearbeitet – mit Erfolg. Die Störung konnte so innerhalb kurzer Zeit behoben werden, der Verkehr läuft nun Schritt für Schritt wieder an. Wir danken allen Fahrgästen für Ihre Geduld.

+++ Dienstag, 24. Juni 2026 +++ 00:03 Uhr |
Update zur Zugfunkstörung

Die DB wird Taxi- und Hotelgutscheine an die Reisenden ausgeben. Dort, wo es möglich ist, werden Aufenthaltszüge zur Verfügung gestellt. Die DB entschuldigt sich bei den Reisenden für die Situation.
Die Ursache der Störung ist inzwischen identifiziert, die Kolleginnen und Kollegen arbeiten intensiv an einer Lösung. Weitere Informationen folgen, sobald möglich.

+++ Dienstag, 23. Juni 2026 +++ 22:30 Uhr |
Störung des digitalen Bahnfunks

Aufgrund einer bundesweiten Störung des digitalen Bahnfunks GSMR werden vorläufig alle Züge an Bahnhöfen zurückgehalten. Unsere Techniker sind mit Hochdruck daran, die Störung zu beheben. Weitere Informationen folgen, sobald möglich.
Link, 24.6.2026 9.00 Uhr



2024: Funkstörung im Großraum Frankfurt behoben
Nach der massiven Funkstörung am Samstag läuft der Bahnverkehr wieder weitgehend planmäßig. Im Großraum Frankfurt konnten am Samstag viele Züge zeitweise nicht fahren.
8.9.2024, 19:53 Uhr
SWR Link



"Stuttgart 21 - verplant, verbaut, verschoben" SWR STORY
Informationen über die Umstellung von Signalsteuerung auf digitale Steuerung der Bahnen enthält die Reportage des SWR über Stuttgart 21, die am 11.6.2026 zum ersten Mal ausgestrahlt wurde. Die Firma Hitachi, erfährt man dort, spielt eine wichtige Rolle beim Umbau von Signaltechnik auf digitale Technik. In der Mediathek abrufbar bis 2028.
"Weil die Deutsche Bahn versäumt hat, den Güterverkehr in Sachen digitaler Technik (ETCS / European Train Control System) rechtzeitig zu integrieren, musste sie laut einem Bahn-Experten 45 Millionen Euro für eine doppelte Signalausstattung ausgeben. Dies wiederum habe die Bahn in Zugzwang gebracht. Sie habe Kabel verlegen lassen, ohne zu überprüfen, ob es die richtigen sind. Da "Stuttgart 21" ohne die digitale Signaltechnik ETCS nicht betriebsfähig ist, ist eine Eröffnung nach Recherchen des SWR wohl frühestens erst im Dezember 2031 möglich - also in fünf Jahren. Die Kosten für "Stuttgart 21" belaufen sich offiziell auf 11,5 Milliarden Euro. Rechnet man die Folgeprojekte dazu, kommt man nach SWR-Recherchen auf rund 25 Milliarden Euro. Die Bahn möchte dazu aktuell keine Stellung nehmen und verweist auf eine Pressekonferenz noch im Juni diesen Jahres."
Frieder Kümmerer und Alexander Schweitzer unter: Link


ETCS (European Train Control System muss in Europa Signale durch Funk ersetzen
Seit 2017 ist das Eisenbahnnetz in Luxemburg, seit 2018 das Normalspurnetz der Schweiz (nahezu) sowie seit Ende 2025 Belgien vollständig mit ETCS ausgerüstet. Unter anderem in Dänemark, Israel und den Niederlanden wurde die flächendeckende Ausrüstung des Bestandsnetzes mit ETCS beschlossen. In den meisten europäischen Staaten sowie in vielen weiteren Ländern sind in unterschiedlichem Umfang Strecken und Fahrzeuge mit ETCS in Betrieb. In Deutschland wurden seit 2015 mehrere Strecken mit ETCS in Betrieb genommen. ETCS ist in rund 70 Ländern weltweit in Planung, in Bau bzw. in Betrieb.


[b25.6.2026: ]Ursache laut BILD [/b]
Es soll ein Komponentenwechsel beim Funkverkehr den deutschlandweiter Ausfall der Bahn verursacht haben. "Der heutige Zugfunk, GMSR , basiert auf 2G, jener Technik, die in den 90iger Jahren eingeführt wurde. Mit dieser musealen Technik regelt die Bahn bis heute die Kommunikation zwischen Lokführern und Stellwerken. Der moderne Nachfolger auf 5G-Basis, FRMCS soll europaweit erst bis 2035 stehen." Laut BILD wurde die Produktion von passenden Bauteilen, die über Funk funktionieren, bereits eingestellt. Nun müssen stattdessen weltweit Ersatzteile gesucht werden. Kommt es zu Funkstörungen, weichen Lokführer und Zentrale auf das 2G-Netz der Telekom aus. Das soll aber 2028 abgeschaltet werden.
BILD print, S.6


25.6.2025: Ursache laut Handelsblatt
Die Frankfurter Bahn-Tochter DB Systel GmbH steht laut Handelsblatt im Fokus der Kritik.
Weil die aus den "1990er-Jahren stammende Zugfunktechnik GSM-R versagte, über
die Lokführer und Fahrdienstleiter kommunizieren, habe der komplette Bahnverkehr still gestanden. ... Ursächlich für die Störung des digitalen Bahnfunks GSM-R sei aus derzeitiger Sicht der planmäßige Tausch einer technischen Komponente“ gewesen, sagte Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der Infrastrukturgesellschaft DB InfraGO.
Handelsblatt print, S.4


25.6.2026: Weiterführende Infos im Handelsblatt
"... Warum fährt bei Ausfall des Bahnfunks kein Zug? Das ist keine technische, sondern eine rechtliche Vorgabe. Ohne funktionierende GSM-R-Verbindung darf kein Zug fahren. Das gilt selbst, wenn alle sonstige Technik im Zug und an der Strecke funktioniert.
Die Bahn wird auf ein modernes Funksystem umstellen. Das neue System heißt „Future Railway Mobile Communication System“ (kurz FRMCS). Dabei geht es der Bahn nicht darum, dass GSM-R zu fehleranfällig sei. Wichtigster Grund ist die Erhöhung der Kapazität auf den Schienennetzen. Die Bahn will das europäische Zugsicherungssystem ETCS einführen. Dann können mehr Züge als bisher dasselbe Gleis benutzen, weil ihre Geschwindigkeit den Gegenheiten auf der Strecke angepasst werden.
Handelsblatt print, S.5


IT-Problem: Nach bundesweitem Ausfall des Zugfunks – Bahnverkehr läuft wieder
Nach der bundesweiten Störung im Bahnverkehr wegen Problemen mit dem digitalen Funksystem fordert Bundesverkehrsminister Schnieder eine umfassende Aufklärung. ...
Gestern waren am späten Abend wegen des Ausfalls des digitalen Funksystems GSMR alle Züge angehalten worden. Dabei handelt es sich um das zentrale Kommunikationsmittel zwischen Lokführern und Leitstellen.
Aus vielen Großstädten war zudem der Ausfall des S-Bahn-Verkehrs gemeldet worden. Auch private Bahnanbieter waren von der Störung betroffen, ebenso der Güterverkehr. Bahn-Chefin Palla sagte der „Bild“-Zeitung, man habe die Lage mit einem Notfallsystem stabilisieren können. Die Ursache der Störung müsse jetzt geklärt werden.
Diese Nachricht wurde am 24.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

Link


[b24.6.2026: ]Ursache soll Software-Update gewesen sein[/b]
Nach Angaben aus Sicherheitskreisen ist vermutlich ein fehlerhaftes Software-Update die Ursache für die bundesweite Störung bei der Deutschen Bahn. Laut Informationen der Deutschen Presse-Agentur gibt es keine Hinweise auf einen Cyberangriff. Die Deutsche Bahn habe einen Angriff schon relativ früh für sehr unwahrscheinlich gehalten, hieß es weiter. ...
T-Online.de unter: Link 24.6.2026, 10.00 Uhr


Der ehemalige Gewerkschafter Weselsky streitet mit seinem ehemaligen Chef Volker Wissing über den Zustand der DB-AG
Youtube unter: Link


Rückblick auf S21 - Europäisches Hochgeschwindigkeitsnetz.
Link


8.9.2024: Funkstörung im Großraum Frankfurt behoben
Bahnverkehr läuft nach Störung wieder nach Plan
Nach der massiven Funkstörung am Samstag läuft der Bahnverkehr wieder weitgehend planmäßig. Im Großraum Frankfurt konnten am Samstag viele Züge zeitweise nicht fahren.
8.9.2024, 19:53 Uhr
SWR Link


2022: In Norddeutschland versagte die GSM-Technik. Es kam zu einem stundenlangen Stillstand der Züge.

Quelle: diverse