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24.02.2026 - von J. Rudnicka, boerse-global.de, Hanne Schweitzer
Während der Kanzler mit seinen 70 Jahren schon mal seine Kandidatur zur nächsten Wahl angekündigt hat, waren im Januar 2026 immerhin 723.144 Personen zwischen 55 bis 64 Jahren ohne Arbeit. Im Mai 2024 meldeten sich in der gleichen Altersgruppe "nur" 633.587 Personen arbeitslos.
Die Bundesagentur für Arbeit definiert Arbeitslosigkeit wie folgt: "Arbeitslos ist, wer keine Beschäftigung hat (weniger als 15 Wochenstunden), Arbeit sucht, dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht und bei einer Agentur für Arbeit oder einem Träger der Grundsicherung arbeitslos gemeldet ist.
Noch betrüblicher sieht es aus, wenn man die Altersgruppe der 50 bis 65 Jährigen betrachtet. Von 893.997 Personen, die im Mai 2024 als arbeitsuchend registriert waren, stieg die Zahl bis zum Januar 2026 in dieser Altersgruppe auf 1.001.630.
Dazu schreibt ad-hoc-news.de: "Deutschland steht vor einer Doppelkrise: Während 1,7 Millionen Stellen unbesetzt bleiben, werden erfahrene Bewerber aufgrund ihres Alters benachteiligt. Das schwache Antidiskriminierungsgesetz bietet kaum Schutz.
Deutschland schließt erfahrene Arbeitnehmer systematisch aus – genau dann, wenn der Fachkräftemangel am größten ist. ..."
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Die Nichteinstellung älterer ArbeitnehmerInnen hat mit dem Fachkräftemangel wenig zu tun. Zum einen, weil die offenen Stellen mit den Qualifikationen der Arbeitsuchenden oft nicht zusammen passen. Zum anderen, weil die Arbeitslosigkeit von älteren Beschäftigten bislang immer eng an eine schlechte Konjunktur gekoppelt ist.
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