05.11.2026
Demokratie made in Gießen! Am 29. März 1826 wurde Wilhelm Liebknecht in Gießen geboren. Die Stadt Gießen nutzt diesen 200. Geburtstag für ein Wilhelm-Liebknecht-Jahr, in dem mittels verschiedener Events an einen „Gründervater“ der Sozialdemokratie erinnert und zentrale Anliegen Liebknechts unter Gegenwartsperspektiven beleuchtet werden.
Als Teil dieses Wilhelm-Liebknecht-Jahrs richten die Justus-Liebig-Universität Gießen, das Archiv der sozialen Demokratie und die Universitätsstadt Gießen eine interdisziplinäre wissenschaftliche Konferenz aus, auf der über Wilhelm Liebknecht und vier für Liebknecht zentrale politische Felder diskutiert werden soll: Demokratie, Krieg/Frieden, Bildung und Publizistik.
Was für ein politisch bewegtes Leben!
Politische Organisationen, wo Liebknecht Mitglied war oder an deren Gründung er beteiligt war:
- Bund der Kommunisten
- Allgemeiner Deutscher Arbeitervereins (ADAV),
- Sächsische Volkspartei, (SVP)
- Sozialdemokratische Arbeiterpartei, (SDAP)
- Sozialdemokratische Partei Deutschland, (SPD)
- Liebknecht, Wilhelm: dasrotewien.at
... Der Lehrer und Journalist Wilhelm Liebknecht musste wegen seiner Teilnahme an der Revolution von 1848 in die Schweiz fliehen, wo er jedoch verhaftet und ...
- Liebknecht Wilhelm: Link
...Mehr als 150.000 Menschen gaben ihm in Berlin das letzte Geleit.
- Agitieren, organisieren, studieren: Link
Die interdisziplinäre wissenschaftliche Konferenz am 5. und 6. November an der Justus-Liebig-Universität stellt vier zentrale Themen Wilhelm Liebknechts in den Mittelpunkt: Demokratie, Krieg/Frieden, Bildung und Publizistik.
Konferenz: 5. November - 6. November 2026
Als Teil dieses Wilhelm-Liebknecht-Jahrs richten die Justus-Liebig-Universität
Gießen, das Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung und
die Universitätsstadt Gießen eine interdisziplinäre wissenschaftliche Konferenz
aus, auf der über Wilhelm Liebknecht und vier für Liebknecht zentrale
politische Felder diskutiert werden soll:
Demokratie, Krieg/Frieden, Bildung und Publizistik. Als Teil des Wilhelm-Liebknecht-Jahrs möchten wir mit der Konferenz Forschungen anregen und Wissenschaftler:innen einladen, ihre
Themen vor dem Hintergrund der Geschichte der Arbeiter:innenbewegung zu
präsentieren. Neben Historiker:innen sind Wissenschaftler:innen aller sozial-
und geisteswissenschaftlichen Disziplinen eingeladen.
Die vier inhaltlichen Perspektiven auf Wilhelm Liebknecht (Demokratie,
Krieg/Frieden, Bildung, Publizistik) sind anschlussfähig an die Gegenwart –
nicht in dem Sinne, dass Positionen und Analysen Wilhelm Liebknechts
schlicht fortgeschrieben werden könnten, sondern insoweit, als es sich um
anhaltende gesellschaftliche Herausforderungen und Konflikte handelt.
Demokratie made in Gießen –
Programm
5. November 2026
12:30 Uhr Ankommen/Imbiss
13:00 Uhr Begrüßung und Einführung
13:15 Uhr Keynote
Marcel van der Linden (Amsterdam)
14:15 Uhr Pause
14:30 Politischer Protest
• Jannik Schindler (Gießen): Wilhelm Liebknecht und der
Auszug der Gießen Studierenden nach Staufenberg 1846
• Johannes Diesing (Gießen): Staufenberg: Öffentlichkeit
demonstrativ herstellen
• Claudio Steiger (Heidelberg): „Bürgerliche Geschworne
haben uns verurtheilt […].“ Der Leipziger Hochverratsprozess
von 1872 als sozialer Konflikt – historische und
gegenwärtige Perspektiven
16:15 Uhr Pause
16:45 Uhr Erinnerungspraktiken
• Susanne Kitschun (Berlin): Wechselwirkungen zwischen
Gedenkpraktiken zum 18. März und Liebknechts Publizistik
zur Märzrevolution
• Christopher Wimmer (Berlin): Wilhelm Liebknecht und die
Pariser Kommune. Zum Verhältnis der deutschen
Sozialdemokratie zum Aufstand in Paris von 1871
• Markus Bürgi (Zürich): Wilhelm Liebknechts „Geschichte der
französischen Revolution“ – eine unbekannte Schrift
• Valentin Johannes Hemberger (Gießen): Remembering
Wilhelm Liebknecht. Erinnerungspraxen zwischen Verstehen,
Verkulten, An- und Abwenden
18:45 Uhr Pause
19:00 Uhr Evening Talk mit Udo Bullmann (Gießen)
Wilhelm Liebknecht – eine persönliche Spurensuche in Paris und Wien
20:00 Uhr Buffett und Empfang
Freitag, 6. November 2026
09:00 Uhr Krieg und Frieden
• Sebastian Striethorst (Gießen): Wie sieht eine sozialistische
Friedenspolitik im 21. Jahrhundert aus?
• Roundtable der Zeitschrift „Junge Perspektiven ds“:
Zwischen den Sicherheiten. Linke Perspektiven im
Spannungsfeld zwischen Militarisierung und internationaler
Solidarität:
Carl Julius Reim (Junge Perspektiven) |
Laura Clarissa Loew
(Junge Perspektiven) |
Lisa Heidenreich (Studentin,
Frankfurt) |
Pawel Matusz (Doktorand, Regensburg) |
Olha
Lushankina (Ukrainische Linke Initiative)
11:00 Uhr Pause
11.30 Uhr Bildungsaufstieg und -abstieg
• Ingrid Miethe (Gießen): „Von Natur bin ich Schulmeister“.
Wilhelm Liebknecht als Pädagoge und Bildungspolitiker
• Frerk Blome (Dortmund): Aufstieg durch Bildung?
Versprechen, Paradoxien und die Kehrseite sozialer Mobilität
12:45 Uhr Pause/Buffett
13:45 Uhr Wie groß ist Deutschland und was ist das?
• Georg Fülberth (Marburg): Einheit ohne Demokratie. Der
Kampf Wilhelm Liebknechts gegen Otto von Bismarck
• Oliver Bahl (Jena): Revolution oder Rechtsruck?
Arbeitermilieus in Thüringen 1918-1933
15:00– Abschluss
15:15 Uhr
Im Anschluss an die Veranstaltung gibt es die Möglichkeit, gemeinsam die
Ausstellung zu Wilhelm Liebknecht im Museum für Gießen (Altes Schloss) zu
besuchen. Link
Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos.
Konferenzort: Justus-Liebig-Universität Gießen, Aula im Hauptgebäude,
Ludwigstraße 23, 35390 Gießen
Wir bitten um eine Anmeldung bis zum 19. Oktober 2026 unter: demokratie-
<151>made-in-giessen@uni-giessen.de
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12.10.2026: Veranstaltungsreihe für Multiplikatorinnen+ Multiplikatoren zur "Digitalen Gesundheitswelt"
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