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Hafenarbeiterstreik für tatsächlichen Lohnausgleich

Foto: H.S.

22.07.2022 - von Labournet

22.7.2022: Solidaritätserklärung für die HafenarbeiterInnen
Das Zukunftsforum Stuttgarter Gewerkschafter, Metallertreff und örtliches Forum der Vernetzung für kämpferische Gewerkschaften hat eine Solidaritätserklärung für die Hafenarbeiter veröffentlicht.
Für die Aufhebung der Friedenspflicht!
Keine erzwungene Schlichtung!
Lasst die Arbeiter:innen über ihren Streik und ihre Streikstrategien selbst entscheiden!
Für das uneingeschränkte Streikrecht für alle Arbeitskämpfe!
Keine Polizeimaßnahmen gegen den Streik!
weiterlesen unter: Link

20.2.2022: Hafenarbeiter wehren sich gegen gerichtlichen Vergleich, Verdi hält sich bedeckt
»Wir sind der Hafen!« hatten mehrere tausend Hafenbeschäftigte skandiert, als sie am vergangenen Freitag im Zuge ihres zweitägigen Warnstreiks durch Hamburg marschierten. Danach war erst einmal Schluss, denn die Gewerkschaft Verdi hat sich auf einen gerichtlichen Vergleich eingelassen, der weitere Arbeitskampfmaßnahmen bis zum 26. August untersagt. ...
Der Reihe nach: Mehrere Hafenlogistiker hatten am vergangenen Mittwoch, kurz vor dem dritten Warnstreik, lokale Arbeitsgerichte angerufen, um den geplanten Ausstand untersagen zu lassen. Während Gerichte in anderen Städten es ablehnten, so in den Tarifkampf einzugreifen, wurde in Hamburg ein Vergleich mit offenbar überregionaler Wirkung geschlossen: Der Warnstreik durfte stattfinden, es sind aber bis Ende dieser Woche zwischen Verdi und dem Zentralverband Deutscher Seehafenbetriebe (ZDS) drei weitere Verhandlungstermine zu vereinbaren, die bis zum 26. August stattzufinden haben. Und: In dieser Zeit, so das Gericht, dürften keine weiteren Arbeitskampfmaßnahmen durchgeführt werden. ...
Weiterlesen Beitrag von Burkhard Ilschner bei Junge Welt unter: Link

19.7.2022: Faktisches Streikverbot im Hafen
RA Dr. Geffken: „… Zuletzt war im Jahre 1978 in den Häfen gestreikt worden. Dann kamen die Warnstreiks im Frühsommer 2022. Eine geballte Streikfront offenbarte sich. Die Hafenarbeiter waren nicht mehr bereit, sich mit „moderaten“ Lohnerhöhungen abspeisen zu lassen. Vor der Gefahr des Drucks von Streiks auch auf andere Wirtschaftsbereiche hatte vor Jahren schon der damalige Präsident des BDA gewarnt. Er warnte vor allem vor der strukturellen Gegenmacht der Containerbrückenfahrer.
Nun gibt der Ukrainekrieg den Hafenunternehmern ein zusätzliches Argument für die Einschränkung des Streikrechts. Die von ihnen mit einem Antrag auf Erlaß einer einstweiligen Verfügung angerufenen norddeutschen Arbeitsgerichte waren mit e i n e r Ausnahme nicht bereit, ihnen zu folgen. Kein Wunder: Einstweilige Verfügungen gegen Streiks sind ganz grundsätzlich rechtlich problematisch: Wird ein Streik abgebrochen, ist er n i c h t „einstweilen“ beendet sondern endgültig und faktisch unwiderruflich. Streiks werden bekanntlich nicht „an- und ausgeschaltet“.
weiterlesen bei Dr. Geffken unter: Link

18.7.2022: Wir sind der Hafen!
Ver.di verlangt für die rund 12.000 Beschäftigten in den 58 tarifgebundenen Betrieben in Niedersachsen, Bremen und Hamburg unter anderem einen nicht näher bezifferten „tatsächlichen Inflationsausgleich“ sowie eine Erhöhung der Stundenlöhne um 1,20 Euro. Das bedeutet bei Löhnen von derzeit knapp unter 15 Euro bis gut 28 Euro pro Stunde eine Gehaltssteigerung um bis zu 14 Prozent. Die Arbeitgeberseite bietet bislang zwei Erhöhungsschritte in diesem und im nächsten Jahr von 3,2 und 2,8 Prozent und Einmalzahlungen von insgesamt 600 Euro an.
Labournet.de unter: Link

16.7.2022: Hafenarbeiter: Demo für Inflationsausgleich und Polizeieinsatz
Am 15. Juli versammelten sich etwa 5.000 Hafenarbeiter:innen aus Bremen, Bremerhaven und Brake mit ihren Kolleg:innen in Hamburg und demonstrierten für einen Inflationsausgleich. Dies war der zweite Tag des 48-stündigen Streiks bei den Seehäfen. In sechs gescheiterten Verhandlungsrunden zwischen ver.di und dem Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) konnte keine Einigung erzielt werden. Stattdessen wurde versucht per Gerichtsentscheid den Streik verbieten zu lassen.
Die Polizei griff zudem die ver.di Demonstration an, indem sie Hafenarbeiter:innen schlug und mit Pfefferspray gegen sie vorgingen, als diese versuchten eine Festnahme zu verhindern. Zugleich wurde die Gewerkschaft zu einem Vergleich gezwungen, der vorsieht, dass trotz Verhandlungen bis zum 26. August kein Streik mehr stattfinden darf. Gegen diese Einschränkung des Streikrechts gibt es jetzt eine Petition, die breit unterstützt werden sollte. Siehe im Dossier den Überblick über die letzten Tage und die Petition
Labournet.de unter: Link
siehe dazu auch: Link vom 24.06.2022

13.07.2022 Verdi ruft zu 2tägigen Warnstreiks auf
Im anhaltenden Tarifkonflikt mit dem Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) abermals zu Warnstreiks in allen deutschen Seehäfen am 14.07.22 aufgerufen. „Wir sind nach wie vor bereit, eine Lösung auf dem Verhandlungsweg zu finden“, betont ver.di-Verhandlungsführerin Maya Schwiegershausen-Güth.
Quelle: PM Verdi

06.07.2022: Tarifrunde Seehäfen
Kein Ergebnis in der sechsten Verhandlungsrunde
Im Tarifkonflikt zwischen ver.di und dem Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) konnte auch in der Verhandlungsrunde am 5. Juli 2022 keine Einigung erzielt werden. Nach einer vermeintlichen Annäherung in der vorangegangenen Verhandlungsrunde am 27. Juni 2022 sind die Verhandlungen am gestrigen Tag ins Stocken geraten.
Quelle PM Verdi

2.7.2022: Streit um Arbeitskampfmaßnahmen - Affront mit Kalkül
Kapitalboss Dulger fordert »nationalen Notstand« und stellt Streikrecht in Frage – Kritik am »Totalausfall der Sozialpartnerschaft«
Oliver Rast für Junge Welt unter: Link

24.06.2022: ver.di zieht positive Bilanz der Warnstreiks
ver.di zieht im Tarifkonflikt: mit dem Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) eine positive Bilanz der 24-stündigen Warnstreiks an deutschen Seehäfen, die heute Morgen (24. Juni 2022) mit Beginn der Frühschicht beendet wurden.
Quelle PM Verdi

22.06.2022: Vierte Tarifverhandlungsrunde ohne Ergebnis
ver.di ruft im Tarifkonflikt mit dem Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) mehrere tausend Beschäftigte in den Seehäfen Emden, Bremerhaven, Bremen, Brake, Wilhelmshaven und Hamburg ab Donnerstagmorgen, 23. Juni 2022, zu 24-stündigen Warnstreiks auf.
Quelle PM Verdi

20.06.2022: ver.di fordert deutlich verbessertes Angebot der Arbeitgeber
Vor der nächsten Verhandlungsrunde am 21.6.22 in Bremen mit dem Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) über einen Lohntarifvertrag für rund 12.000 Beschäftigte an deutschen Seehäfen fordert ver.di ein deutlich verbessertes Angebot der Arbeitgeber.

11.06.2022: Tarifverhandlungen Seehäfen sollen fortgesetzt werden
Das hat die zuständige ver.di-Tarifkommission am Samstag in Hamburg nach mehrstündigen Beratungen beschlossen. Zudem sollen die Beschäftigten in den betroffenen Betrieben über den erreichten Stand diskutieren.
Quelle PM Verdi

Quelle: Labournet.de