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Inflationsrate Mai 2022: NRW 8,1% / bundesweit 7,9% / EU 8,1%

Brötchenpreis im Jahr 2008 - Foto: H.S.

30.05.2022 - von IT NRW, destatis

Die Inflationsrate in Deutschland wird im Mai 2022 voraussichtlich +7,9 % betragen. Gemessen wird sie als Veränderung des Verbraucher­preisindex (VPI) zum Vorjahresmonat. Im April 2022 hatte die Inflationsrate bei +7,4 % gelegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach bisher vorliegenden Ergebnissen weiter mitteilt, steigen die Verbraucherpreise gegenüber April 2022 voraussichtlich um 0,9 %.

Verbraucherpreisindex, Mai 2022:
+7,9 % zum Vorjahresmonat (vorläufig)
+0,9 % zum Vormonat (vorläufig)

Harmonisierter Verbraucherpreisindex, Mai 2022:
+8,7 % zum Vorjahresmonat (vorläufig)
+1,1 % zum Vormonat (vorläufig)

Die WELT am 31.5.22: "Seit der Wiedervereinigung hat sich die Kaufkraft damit fast halbiert. Lohnanstiege gleichen den Verlust bei Weitem nicht aus". Das der Journalistin ins Stammbuch, die sich im Radio über die Lohnforderung der IG-Metall derart echauffierte, als ob sie diese aus eigener Tasche zu finanzieren hätte!

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NRW
Der Verbraucherpreisindex für Nordrhein-Westfalen ist von Mai 2021 bis Mai 2022 um 8,1 Prozent gestiegen (Basisjahr 2015 = 100). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, stieg der Preisindex gegenüber dem Vormonat (April 2022) um 0,9 Prozent.

Gegenüber dem Vormonat (April 2022) verteuerten sich insbesondere die Preise für Nudeln (+12,6 Prozent) und Speisefette,-öle (+12,2 Prozent, darunter: Butter +11,8 Prozent). Dagegen wurden beispielsweise Tomaten (28,9 Prozent), Flüssiggas (16,8 Prozent) und Paprika (12,8 Prozent) günstiger angeboten.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat (Mai 2021) stiegen die Preise für Haushaltsenergien (+40,1 Prozent, darunter: Heizöl, einschließlich Umlage +74,3 Prozent) sowie Kraftstoffe (+40,5 Prozent). Günstiger als vor einem Jahr waren Paprika (20,2 Prozent) sowie vor dem Hintergrund der Pflegereform Anfang 2022 die stationäre Pflege (8,2 Prozent) und die
ambulante Pflege (6,5 Prozent) für gesetzlich Versicherte. (IT.NRW)

Weitere Informationen:
Verbraucherpreisindex für Nordrhein-Westfalen (Basisjahr 2015 = 100) im Mai 2022 (Wichtige Preisveränderungen)
Link

Hinweise zu den Auswirkungen der Corona-Krise auf die
Verbraucherpreisstatistik beim Statistischen Bundesamt [1]

Weitere Ergebnisse in der Landesdatenbank NRW [2]
[1] Link
[2] Link

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Die Wirtschaftswissenschaftlerin Monika Schnitzer von der Universität München, die zu den fünf "Wirtschaftsweisen" gehört, im Interview mit dem RBB am 30.5.2022: "Tatsächlich wird man nicht darum herumkommen, mit diesen hohen Preisen eine Weile zu leben".
Wer hätte das gedacht!

Die WELT am 30.5.22
... Der Handelsexperte Aurélien Duthoit vom Kreditversicherer Allianz Trade fasst das Ergebnis einer aktuellen Studie zusammen. ... Die Hersteller von Lebensmitteln und Getränken haben ihre Preise in Deutschland der Studie zufolge seit Anfang 2021 um
durchschnittlich 16,6 Prozent angehoben. Am stärksten waren die Aufschläge bei Produkten des täglichen Bedarfs, darunter Öl und Fett (plus 53 Prozent), Mehl (plus 28 Prozent) und Nudeln (plus 19 Prozent).
Unterdessen spüren die Spargelbauern in Deutschland in dieser Saison eine deutlich gesunkene Nachfrage. Wegen der allgemein hohen Nahrungsmittelpreise hat das Edel-Gemüse derzeit nicht die höchste Priorität bei Verbrauchern.

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Inflation in der EU steigt auf 8,1 Prozent
Die Inflation in den EU-Staaten klettert im Mai im Schnitt auf 8,1 Prozent. Das teilte das Statistikamt Eurostat in Luxemburg nach einer ersten Schätzung mit. Hohe Energiekosten treiben die Entwicklung.

Quelle: PM IT-NRW Düsseldorf, den 30. Mai 2022, PM destatis, 30.5.2022