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Aus den Packungsbeilagen von Selbst-Tests

06.04.2021 - von Oliver Märtens

Selbsttest Roche (Link:

"H319 Verursacht schwere Augenreizung."
"P261 Einatmen von Staub/Rauch/Gas/Nebel/Dampf/Aerosol vermeiden."
"P280 Schutzhandschuhe/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen."
"P362 + P364 Kontaminierte Kleidung ausziehen und vor erneutem Tragen waschen."
"Für Kunden im Europäischen Wirtschaftsraum: Enthält einen besonders besorgniserregenden Stoff (SVHC): Octyl-/Nonylphenolethoxylate. Nur zur Verwendung als Teil einer IVD-Methode und unter kontrollierten Bedingungen – gem. Art. 56.3 und 3.23 der REACH-Verordnung."
"Nicht in die Umwelt, Kanalisation oder Gewässer gelangen lassen."


Selbsttest Siemens (Link:

"Lösungen, die Natriumazid enthalten, können explosionsartig mit Blei- oder Kupferleitungen reagieren. Verwenden Sie große Mengen Wasser, um weggeworfene Lösungen in eine Spüle zu spülen."
"Tragen Sie bei der Durchfuehrung von jedem Test und beim Umgang mit Patientenproben geeignete persönliche Schutzausrüstung und Handschuhe."
"Entsorgen Sie Testgeräte und Materialien als biologisch gefährliche Abfälle gemäß den Anforderungen von Bund, Ländern und Gemeinden."


Zum Octylphenol und seinen Ethoxylaten (Link:

"4-tert-Octylphenol ist der erste Stoff der aufgrund seiner endokrinen Wirkung auf die Umwelt als besonders besorgniserregender Stoff (SVHC) identifiziert wurde. Die Bewertung erfolgte durch das Umweltbundesamt (> UBA-Presseinformation). Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Octylphenol das Hormonsystem in Fischen beeinträchtigt und dadurch die Entwicklung und Fortpflanzung schädigt. Bereits minimale Konzentrationen von wenigen Millionstel Gramm reichen aus."


Zu den Nonylphenolethoxylaten (Link:

"In Gewässern ist insbesondere die hormonaktive (östrogene) Wirkung auf Wasserorganismen problematisch. Die Bioakkumulationsfähigkeit ist sehr hoch (> 1000)."


Diese Tests werden also anlasslos und unverhältnismäßig bei gesunden und symptomfreien Kindern massenhaft und in kurzen Zeitabständen wiederholt durchgeführt. Und zwar durch die Kinder selbst angewendet, unter der unzureichenden Aufsicht medizinischer Laien in Gestalt von entweder Eltern oder Lehrern. Von denen wiederum niemand für diese Warn- und Sicherheitshinweise sensibilisiert wird, so dass nahezu sämtliche dieser gesundheitsgefährdenden Tests unter völlig unzureichenden Bedingungen durchgeführt werden.

Und so bleibt nur eine Frage: Wird die Bevölkerung in Deutschland am Ende der Osterferien ihre Eier wiedergefunden haben? ;)

Quelle: Oliver Märtens