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18./24./27.2.21: Wahl BaWü 2021: Zusammenhalt in der Gesellschaft

24.02.2021

Digitale Veranstaltungsreihe von Ver.di zur Rolle rechtspopulistischer Parteien in unserem demokratischen System. Wie beeinflussen sie den Zusammenhalt unserer Gesellschaft? Was offenbart ihr Reden und Handeln über ihre Absichten? Wer sind ihre heimlichen und weniger heimlichen Unterstützer?

TEIL 1: MO., 8. FEB. UM 17 UHR
TEIL 2: DO., 18. FEB. UM 17 UHR
TEIL 3: MI., 24. FEB. UM 17 UHR
TEIL 4: SA., 27. FEB. UM 17 UHR

Demokratie ist nicht immer einfach auszuhalten. Prozesse können langwierig sein, das kompromisshafte Ergebnis ist oft wenig zufriedenstellend. Und doch sind wir gemeinsam dank unserer Demokratie stark und erfolgreich.

Nur wenn alle Stimmen in einer Gesellschaft Gehör finden, wenn jede/r das Recht hat, sich zu beteiligen und wenn aus dem Zusammenleben für jede/n auch Vorteile erwachsen, funktioniert eine Gesellschaft und hält zusammen.

Rechtspopulistische Akteure nutzen den existierenden Verdruss gegenüber der Demokratie und die Defizite ihrer Institutionen aus. In einigen Ländern ist es ihnen gelungen, die Gesellschaft zu entzweien und so die Demokratie und den Zusammenhalt nachhaltig zu beschädigen.

Einziger Zweck dahinter scheint der Machtgewinn für die eigenen Ziele und damit der Versuch, ein Monopol auf die Meinungsfindung zu bekommen - was langfristig in ein totalitäres System führt, in dem es nur noch den Anschein von Demokratie gibt.

Hinweise zur Teilnahme:

Alle Teile der Reihe finden virtuell unter Verwendung von Microsoft Teams statt. Eine Teilnahme erfordert die Anmeldung über unser Onlineformular: Link
Bei Fragen und Problemen: oliver.hustoles@dgb.de
Ein Einwahllink wird wenige Tage vor der jeweiligen Veranstaltung per Mail an die Teilnehmenden verschickt.
Jede Veranstaltung hat eine Dauer von ca. 1,5 Stunden (Teil 3 ggf. etwas länger)


Teil 1 - Vortrag: Die Sprache der Rechtspopulisten (8. Februar)

Prof. Dr. Heidrun Kämper, Leibniz-Institut für deutsche Sprache Mannheim

Prof. Kämper ist Sprachwissenschaftlerin. Für sie ist Sprache Ausdruck des Denkens. Deshalbuntersucht sie auf Grundlage von Grundsatzprogramm und Parlamentsprotokollen die Spracheder AfD, wiederkehrende Denkmuster, die sich in der Sprache ausdrücken und auch dieAuswirkungen auf die gesellschaftliche Wahrnehmung der Wirklichkeit durch die Sprache derPopulisten.

Teil 2 - Vortrag: Rechtspopulisten im Landtag von BW (18. Februar)
Dr. Stefan Fulst-Blei, SPD – Mitglied des Landtags Baden-Württemberg

Stefan Fulst-Blei sitzt als Abgeordneter der SPD im Baden-Württembergischen Landtag und musssich regelmäßig mit den Abgeordneten der AfD auseinandersetzen. Er berichtet über seineErfahrungen mit und Erkenntnisse über die Strategien der AfD aus 5 Jahren Parlamentsarbeit. Eranalysiert, welche politische Wirkung die AfD im Landtag und auf den Landtag, hier geführtDebatten und die Demokratie allgemein hat.

Teil 3 - Workshop: Die Positionen der Rechtspopulisten (24. Februar)
Ulf Teichmann, Bildungsreferent beim DGB-Bildungswerk Bund

Ulf Teichmann ist Bildungsreferent im Projekt „Vernetzung, Aufklärung, Unterstützung. Gewerkschaftliche Bildung gegen rechte Einflussnahme in der Arbeitswelt“ vom DGB Bildungswerk BUND und dem DGB Bundesvorstand. Sein Workshop befasst sich mit der aktuellen Lage der AfD, insbesondere in Baden-Württemberg: Wie steht es um den Einfluss der völkischen Nationalisten? Was sind Positionen zu Arbeits- und Sozialpolitik, zu Gewerkschaften und Mitbestimmung?

Teil 4 - Vortrag: Die Verbündeten der Rechtspopulisten (27. Februar)

Sebastian Friedrich, Publizist, Mitglied der dju/verdi und Beirat der Rosa Luxemburg Stiftung Hamburg

Sebastian Friedrich befasst sich in seiner publizistischen Arbeit mit verschiedenen gesellschaftlichen Konflikten. Einen zentralen Konflikt sieht er im Erscheinen der AfD als neuer Partei und der Reaktion, bzw. Nicht-Reaktion des bestehenden Parteiensystems. In seinem Vortrag wird er analysieren, welche Verflechtungen die AfD mit anderen gesellschaftlichen Akteuren hat, welche Ursachen der Aufstieg der Rechten hat und welche Interessen dabei im Vordergrund stehen.

Quelle: ver.di Südbaden