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Corona-Maßnahmen: Soziologe kritisiert bevormundende Altersdiskriminierung

Foto: H.S.

07.09.2020

Der Soziologe und Alterswissenschaftler Franz Kolland übt Kritik an einer "bevormundenden Altersdiskriminierung" in Hinblick auf die Corona-Maßnahmen für die "Generation Ü 60". Zwar sei der Wunsch nach mehr Schutz für "unsere Alten" und die damit einhergehenden Maßnahmen kurzfristig eine gute Maßnahme gewesen, "langfristig können wir nicht dauerhaft eine ganze Gruppe so einschränken", betont der Leiter des Kompetenzzentrums für Gerontologie und Gesundheitsforschung an der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften.

Im Interview mit der Zeitschrift des Katholischen Familienverbands Österreich (KFÖ) "ehe+familie" betont der Alterswissenschaftler, dass mehr Informationen über Risiko und Verhalten in Zeiten der Corona-Pandemie seien dringend notwendig sind. "Die Leute haben sich viel mehr eingeschränkt als notwendig gewesen wäre". Kolland fordert Kompetenzvermittlung, damit ältere Menschen "selbst entscheiden können, uwas gut für sie ist". 20 Prozent in der Gruppe der 60-bis 80-Jährigen", die er für eine Stdie befragt hat, haben sich bevormundet gefühlt, "wenn die Kinder zu überfürsorglich waren".

Quelle: KNA

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