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NRW: Umsatz der Industriebetriebe in NRW und Exporte im 1. Halbjahr gesunken

Foto: H.S.

26.08.2020 - von IT.NRW

Die nordrhein-westfälischen Industriebetriebe erwirtschafteten in den ersten sechs Monaten des Jahres einen Umsatz von 143,4 Milliarden Euro. Das waren 12,4 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2019. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, verringerte sich dabei sowohl der Inlandsumsatz (−10,1 Prozent) als auch der Auslandsumsatz (−14,9 Prozent).

Den größten Anteil am Gesamtumsatz hatte im ersten Halbjahr 2020 die Chemieindustrie mit 20,3 Milliarden Euro Umsatz (−11,2 Prozent gegenüber 2019), gefolgt vom Maschinenbau (19,2 Mrd. Euro; −14,0 Prozent) und der Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln (16,2 Mrd. Euro; +2,9 Prozent). Weitere wichtige Wirtschaftszweige in Nordrhein-Westfalen waren die Metallerzeugung und -bearbeitung (15,6 Mrd. Euro; −21,1 Prozent), die Herstellung von Metallerzeugnissen (12,1 Mrd. Euro; −15,1 Prozent) und die Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (11,6 Mrd.Euro; −29,6 Prozent).

In den ersten sechs Monaten des Jahres beschäftigten die 5 184 erfassten Industriebetriebe in Nordrhein Westfalen durchschnittlich 1 085 536 tätige Personen, das waren 15 459 weniger als im
entsprechenden Vorjahreszeitraum. Beschäftigungsstärkste Branche war der Maschinenbau (180 459 Personen, 4 340 weniger als im ersten Halbjahr 2019). Weitere 140 252 Personen (−3 601 Personen) waren im Bereich der
Herstellung von Metallerzeugnissen und 101 326 (−3 682 Personen) in der Metallerzeugung und -bearbeitung beschäftigt.

Die Angaben beziehen sich auf Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes und des Bergbaus sowie der Gewinnung von Steinen und Erden mit 50 oder mehr tätigen Personen. Kleinere Betriebe werden nur einmal jährlich befragt.

Weitere Informationen:
Betriebe, Beschäftigte und Umsätze der Industrie in NRW 1. Halbjahr 2020 (Kreisergebnisse)
Link

(IT.NRW) (248 / 20) Düsseldorf, den 17. August 2020

NRW Exporte 11,9 Prozent niedriger als 2019
Düsseldorf (IT.NRW). Die nordrhein-westfälische Wirtschaft exportierte im
Juni 2020 Waren im Wert von 13,9 Milliarden Euro. Wie Information und
Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger
Ergebnisse mitteilt, waren das 11,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der
Wert der Importe war mit 17,4 Milliarden Euro um 13,2 Prozent niedriger als
im Juni 2019.

Gemessen am Exportwert gingen im Juni 2020 die Ausfuhren NRWs in die
Niederlande am stärksten zurück: Der Wert der Ausfuhren sank um
211,4 Millionen Euro (−12,1 Prozent gegenüber Juni 2019). Am
zweitstärksten sank der Wert der Exporte nach Polen (−179,4 Millionen
Euro bzw. −2,4 Prozent). Die Ausfuhren in die Volksrepublik China stiegen
im selben Zeitraum um rund 123 Millionen Euro (+13,5 Prozent).

Im Warenaustausch mit den Ländern der Europäischen Union (EU 27) waren die
Ausfuhren im Juni 2020 mit 8,4 Milliarden Euro um 14,1 Prozent niedriger
aus als im Juni 2019. Bei den Importen aus den EU-Ländern wurde ein
Rückgang um 14,5 Prozent auf zehn Milliarden Euro verzeichnet. Der Wert der
Exporte in die Nicht-EU-Staaten sank um 8,3 Prozent auf 5,5 Milliarden
Euro. Bei den Importen wurde hier ein Rückgang um 11,6 Prozent auf
7,4 Milliarden Euro verzeichnet.

Im ersten Halbjahr 2020 summierte sich der Exportwert in NRW auf
85,2 Milliarden Euro (−13,4 Prozent) und der Wert der Einfuhren auf
109,6 Milliarden Euro (−12,0 Prozent).

Hinweis: Da in den Importen auch Lieferungen nach NRW enthalten sind, die
hier auf Lager genommen und anschließend in andere Bundesländer
weitergeleitet werden, ist eine Saldierung von Exporten und Importen nur
begrenzt sinnvoll.

(IT.NRW) (266 / 20) Düsseldorf, den 26. August 2020
Weitere Ergebnisse zum Außenhandel (nach Ländern) [1]
[1] Link

Quelle: Düsseldorf (IT.NRW), 17.8.2020