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Hamburg sehen, solange es noch steht

Athen. Foto: H.S.

02.07.2017

Ein Vierteljahrhundert nachdem das „Ende der Geschichte“ verkündet und triumphierend der weltweite Siegeszug der liberalen Demokratie angekündigt wurde, zerfällt die Welt.

Konnte die Krise des Finanzkapitalismus und des Neoliberalismus noch vom „alten Establishment“ autoritär-technokratisch gewendet werden, bleibt nun, nachdem auch die Scheinalternative des Neosozialismus weggefallen ist, nur mehr die Barbarei in Gestalt von religiösem Fundamentalismus, Rechtspopulismus und faschistischem Präsidalsystem.

Dieses neue Establishment will nicht mehr nur Europa zur Festung ausbauen, sondern auch ihre jeweilige national-völkische Gemeinschaft. Für Formen des sozialen Protestes wird es nur noch repressive Lösungen geben. Das wird auch für den G20 Gipfel in Hamburg 2017 gelten.

Der Testlauf Anfang Dezember 2016 im Rahmen der OSZE-Tagung hat bereits gezeigt, dass sich Hamburg verbunkert wie im Bürgerkrieg.

Nun überlegen Gruppen aus der Plattform zur Vorbereitung der Gegenproteste, bereits am Samstag zuvor in Hamburg zu demonstrieren, in der Hoffnung ihres lobbyistischen Politikstils gemäß, dadurch bei irgendeiner Abschlusserklärung des G20-Gipfels Erwähnung zu finden. Wir finden die Idee gut und die Gelegenheit günstig, auch unserem Anliegen Gehör zu verschaffen bevor Hamburg im Bullenmeer versinkt.

Deswegen rufen wir alle antikapitalistischen, anti-autoritären Zusammenhänge auf: Lasst uns nicht nur während des Gipfels, sondern schon am 2.7. in Hamburg auf der Straße sein und mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen zeigen, was wir von der herrschenden Politik halten und die Aktionswoche beginnen, wie sie enden wird: mit ordentlich Randale.
#keinaktionskonsens

- Am 2.7. alle nach HH!
von: autonome und antiautoritäre Zusammenhänge
am: 19.12.2016 - 14:26 Lizenz des Artikels und aller eingebetteten Medien: Creative Commons by-sa: Weitergabe unter gleichen Bedingungen

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Hamburg: Weil sie den G 20 Gipfel mit einem Schützenfest verwechselten, wurden drei Hundertschaften der Berliner Polizei vom Leiter des G20 Treffens, Hartmut Dudde, nach Hause geschickt. In den Reihen der Polizei soll es zugehen wie in Sodom und Gomorrha. Artikel von Birgit Gärtner am 27.6.2017 auf Telepolis: Link

Link: Stuttgart goes Hamburg
Quelle: diverse