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Krankenkassenbeitrag steigt durch Bundesfreiwilligendienst

22.08.2017 - von A.A.

Zur Zeit leiste ich den Bundesfreiwilligendienst in der geriatrischen Abteilung eines Klinikums ab. Ich bin 68 Jahre, in Rente, habe 5 Kinder großgezogen. Während meine jüngeren Kollegen die Krankenkassenbeiträge zur Hälfte vom Arbeitgeber bezahlt bekommen, muß ich sie nicht nur komplett bezahlen, sondern die "Aufwandsentschädigung" des Bundesfreiwilligendienstes wird auf die magere Rente aufgeschlagen. Somit zahle ich ca 40 EU monatlich mehr für den Krankenkassenbeitrag. Die anderen Bundesfreiwilligendienstler haben 230 EU mehr pro Monat als ich, deren Taschengeld unter dem Strich 70 EU für 96 Stunden Pflege pro Monat beträgt!

Ich habe - da ich für 5 Kinder in schwierigsten Zeiten aufkommen musste -, zwischenzeitlich immer wieder "selbstständig" gearbeitet. (Subunternehmer erlauben nur so eine Definition, wenn sie einen ausnützen). Deshalb bin ich jetzt freiwillig gesetzlich versichert. Dadurch aber jetzt doppelt betrogen.

Nach außen gebe ich das erwünschte Argument ab, im Alter noch für die Gesellschaft tätig sein zu wollen, in Wirklichkeit aber zwingen mich die finanziellen Verhältnisse eine Arbeit zu finden, die altersgerecht zu mir paßt.
Meine Biographie hat mich dermaßen gefordert, daß ich dankbar bin, so eine Arbeit wie die Betreuung empathiebedürftiger Senioren gefunden zu haben.

Nur schleicht sich viel Verbitterung ein, wenn ich diese ungerechte Behandlung auf finanziellem Gebiet durchleben muß.

Link: Wechsel von Privater in Gesetzliche KV leichter möglich
Quelle: Mail an die Redaktion