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Kleine Weihnachtsgeschichte …

Havanna, Foto: H.S.

20.12.2016 - von O.A.

Wir haben euch alle am Haken, ihr Marionetten!
The global puppetry goes on – Welcome in 2017

Die von allen Ecken, Kanten und Decken auf uns herabblinzelnden Überwachungs-Kügelchen kennen wir zur Genüge, haben sie bereits verinnerlicht und sie werden nicht mehr als störend registriert. So haben die Strategen sich das auch gedacht.

Aber damit nicht genug, denn der Datenhunger ist unersättlich und trickreich unterwegs. Im vergangenen Jahr war es die liebliche Stimme aus dem Kinderzimmer, der mit „Hello Barbie …„ alles mitgeteilt werden konnte, was der "ToyTalk-Server" aus dem Hause Martel, mit seiner über uns schwebenden Cloud, so alles im Watson Supercomputer aus den Hause IBM schlucken wollte.

Heute kuscheln die Girls mit „Our Friend Cayla …“ und für die kleinen Boys haben wir noch den „i-Que Intelligent Robot …“ deren Eltern heißen "Genesis Toys" und sind direkt mit dem "GCHQ" und der "NSA" verbunden.

Die neuen Friends im Cyber Room der Kids können natürlich hören, sprechen; und sobald die App nur mit ein paar belanglosen Informationen über die Namen der Eltern, der Schule, wo man geboren ist, was man so gerade macht … aktiviert und gefüttert wurde, kann’s auch schon los gehen. Wo der Chat mit ihren Kids gerade läuft, hat die Geolokalisation ohnehin sofort raus.

Rein technisch gesehen, kann sich natürlich jedweder fremde Dritte, der gute Onkel im Hintergrund, in die Chat’s einklinken; das wäre dann die perfekte Nanny.

Natürlich haben wir auch noch ein paar Spielzeuge für die Großen unter uns, wie IP-Kameras, Drucker, Router, Walkie Talkie’s der Babykrippe, TV-Festplatten-Receiver, webbasierte Trockenrasierer oder Toaster; sprechende Kühlschränke, die den Tante Emma Laden online auf dem Laufenden halten oder die handliche Einparkhilfe für den smarten Vierrädrer, der es nicht alleine schafft … alles zusammengepackt heißt das dann Botnet und damit lässt sich richtig was anstellen. Auf dem Spielzeugkasten steht dann DDoS.

EU-Kommission will Kontrolle Zahlungsverkehrs
Der Kontrollierungswahn kennt keine Grenzen. Nun will die EU-Kommission auch den Online-Zahlungsverkehr kontrollieren. Heißt das vielleicht: hier werden Kontroll-Arbeitsplätze geschaffen? Dann sind anonyme Online-Zahlungen nicht mehr möglich, trotz der Gesetze gegen die Vorratsdatenspeicherung.

Wo wir schon mal beim Geld sind: die ohnehin als wertlos suggerierten Papierschnipsel müssen jedenfalls weg. Sie fördern die Kriminalität, fragt sich nur von wem, und das Barzahlen an der Supermarktkasse behindert ohnehin nur das Scoring des Kunden.

Der Traum des kleinen Mannes, dass man mit Zinsen sein Vermögen vermehren, zumindest stabil halten kann, ist ohnehin geplatzt. Ersparnisse werden systemrelevant gefressen.

China ist bekanntlich immer einen Schritt voraus. Hier heißt der Kontrolleur „Citizen Score“, und der stellt selbst George Orwell in den Schatten. "Alibaba" steht auch hier zu Diensten, saugt Verhaltensmuster jeglicher Art, analysiert den Online-Warenkauf und am Ende steht die Punktzahl im Personal Rating, die einem das Leben versauert. Mit Bargeld wäre das nicht passiert.

Sicher haben sich das auch die indischen Political Leader gedacht – das Bargeld muss weg, koste es was es wolle - und damit die eigene Wirtschaft, die zu fast zu 90% auf Bargeld ausgelegt ist, in ein Desaster getrieben.

Alles Gute und Gesundheit.
O.A. & sein Team wünschen Ihnen geruhsame Festtage, einen guten Start ins neue Jahr 2017, und möge uns das Bare noch lange erhalten bleiben.

Quelle: Mail an die Redaktion