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Altersdiskriminierung: Umfrage des Büros gegen Altersdiskriminierung 2002

Jan Fabre, Leuven, 2015 Foto: H.S.

19.04.2016 - von Hanne Schweitzer

Den ersten bundesdeutschen Beschwerdetag zum Thema Altersdiskriminierung realisierte das Büro gegen Altersdiskriminierung 2001. Zwischen 8.00 und 20.00 Uhr am Buß- und Bettag konnten, unter einer bundesweit einheitlichen Nummer, telefonisch Beschwerden über Altersdiskriminierung durchgegeben werden. Diese wurden in 16 diversen Orten der Republik von 200 EhrenamtlerInnen notiert. 2002 lagen die Ergebnisse vor.

Die eingegangenen Beschwerden warden nach Alter und Geschlecht ausgewertet und dem jeweiligen gesellschaftlichen Bereich zugeordnet worden. Die jüngste Beschwerdeführerin war 20, die beiden ältesten, ein Mann und eine Frau, 95 Jahre.

Ergebnisse des Beschwerdetags GESAMT
1.598 Beschwerden über Altersdiskriminierung verteilten sich wie folgt:

Arbeit: 31 Prozent
Image: 19 Prozent
Krankenkassen + Ärzte: 11 Prozent
Öffentlicher Raum: 10 Prozent
Banken und Sparkassen: 9 Prozent
Pflege: 8 Prozent
Wohnungswirtschaft: 3 Prozent
Weiterbildung: 3 Prozent
Versicherungen: 3 Prozent
Ehrenamt: 2 Prozent
Sonstiges: 2 Prozent

Ergebnisse des Beschwerdetags FRAUEN:
1.078 Beschwerden über Altersdiskriminierung verteilten sich wie folgt:

Arbeit: 26 Prozent
Image: 22 Prozent
Krankenkassen + Ärzte: 11 Prozent
Öffentlicher Raum: 11 Prozent
Pflege: 11 Prozent
Banken und Sparkassen: 7 Prozent
Weiterbildung: 3 Prozent
Wohnungswirtschaft: 3 Prozent
Versicherungen: 3 Prozent
Ehrenamt: 2 Prozent
Sonstiges: 2 Prozent
2/3 aller Beschwerden kamen von über 55Jährigen.

Ergebnisse des Beschwerdetags MÄNNER:
520 Beschwerden über Altersdiskriminierung verteilten sich wie folgt:

Arbeit: 43 Prozent
Image: 12 Prozent
Krankenkassen + Ärzte: 11 Prozent
Öffentlicher Raum: 8 Prozent
Pflege: 3 Prozent
Banken und Sparkassen: 11 Prozent
Weiterbildung: 3 Prozent
Wohnungswirtschaft: 3 Prozent
Versicherungen: 3 Prozent
Ehrenamt: 2 Prozent
Sonstiges: 3 Prozent

2/3 aller Beschwerden wurden von über 50Jährigen vorgetragen.

Link: Diskriminierung: Studie der FU Berlin 2010
Quelle: Büro gegen Altersdiskriminierung

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