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Ehrenamtliche Telefonseelsorge nur bis Mitte 60

25.08.2010 - von Hanne Schweitzer

Wie jedes Jahr, sucht die Telefonseelsorge Köln des evangelischen Kirchenverbands ehrenamtliche TelefonseelsorgerInnen „die aufgeschlossen sind, gut und einfühlsam zuhören können, psychisch belastbar und flexibel sind, mit Krisen umgehen können.“

Und wie jedes Jahr erfüllen nach Meinung des Kirchenverbands in Köln Menschen, die älter als Mitte 60 sind, diese Anforderungen nicht mehr.

Diese Art von Altersdiskriminierung im Ehrenamt verleiht der geplanten Verlängerung der Lebensarbeitszeit bis 67 einen absurden touch. Wenn ich jenseits von Mitte 60 als jemand gelte, der zu alt für die ehrenamtliche Arbeit ist, wie soll ich dann einer bezahlten Arbeit nachgehen können??!

Was sagen wohl Ulrike Folkerts und Peter Maffay zu dieser Altersgrenze im Ehrenamt? Die beiden (sie Schauspielerin, er Sänger) wurden zu "Botschaftern für Engagement" ernannt und werden in den kommenden drei Jahren Fürsprecher (!!!) der Freiwilligen sein! Ein Fürsprecher, das ist ein Verteidiger. Warum müssen unbezahlt und freiwillig Arbeitende von Engagementbotschaftern verteidigt werden? Gegen wen? Warum verteidigen sie nicht die ehrenamtliche Arbeit ohne Altersgrenze?

Link: Michelle Obama und das Ehrenamt…
Quelle: Büro gegen Altersdiskriminierung