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Zu alt für Kauf eines Navigators auf Kredit

18.11.2008 - von I.D.

Die Alterdiskriminierung findet man überall. Mir passierte am 11.11.08 folgendes:
Eine Firma in Pfarrkirchen machte groß Reklame für den Kauf von verschiedenen Artikeln. „Keine Anzahlung, keine Gebühren, keine Zinsen, kein Gehaltsnachweis“ (nur Bankkarte und Personalausweis) bis zu 3000,--€ Finanzierungssumme in 12 Monatsraten.

Ich wünschte mir ein neues Navi und freute mich, dass ich es mir auf diese Weise anschaffen könnte. Im Geschäft suchte ich mir ein passendes aus und sagte, dass ich das Angebot gern in Anspruch nehmen möchte. Der Kaufpreis 329,-- € - die Rate 26,42 € wäre vertretbar.

Der Verkäufer liess sich meine Kreditkarte sowie meinen Ausweis geben und rief die Kreditabteilung an.

Der Bescheid: ich, Jahrgang 1930, kann diese Finanzierung, auf Grund meines Alters nicht in Anspruch nehmen. Da keinerlei Hinweis in der Reklame vorhanden, werde ich am Montag den 17.11. in der Firma anrufen um die Sache abzuklären.

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Liebe Frau Schweitzer,
ich bedanke mich ganz herzlich für Ihre Antwort.
Wie Sie es geschrieben haben, genau so verlief das Gespräch. Aber es war mir eine Genugtuung, dass ich Herrn T. sagen durfte was ich von der Sache halte. Seine Argumente waren für mich auch nicht akzeptabel. Ein weiteres Gespräch mit einem Finanzberater bei der Sparkasse verlief genau so negativ – ohne triftige Begründung finden es wohl „ALLE“ so in Ordnung.

Die dümmste Begründung seitens des Deutschen Bundesrates ist, dass die Wirtschaft darunter leiden könnte. – Glauben die das wirklich? Oder ist es vielleicht nur Bequemlichkeit das Gesetz zu verbessern?
Mir stellt sich die Frage, was oder wie können wir „älteren Menschen“ uns gegen diese Diskriminierung wehren?

Mit freundlichen Grüßen

Link: http://www.altersdiskriminierung.de/themen/artikel.php?id=2833
Quelle: Mail an die Redaktion