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Weimar bis 24.1.19: Pavel-Schnabel-Filmretrospektive

24.01.2019

30 Jahre nach seiner Gründung zeigt das ACC seine erste Dokumentarfilmschau — eine Retrospektive mit dem Filmemacher Pavel Schnabel (*1946 in Olomouc, Tschechoslowakei). 1.070 Filmminuten, zahlreiche Fotos, Dokumente, Objekte, Kameras, Ton- und Lichtequipment, Plots und Drehbücher, Reaktionen von Zuschauern, Medien und Gremien, aber auch Angedachtes, Abgelehntes, Verworfenes, Ungesehenes und noch Geplantes geben auf zwei Etagen (400 m²) einen Einblick in 50 Jahre Filmschaffen: der Permanentdurchlauf eines cineastischen Lebenswerks.

Pavel Schnabel verließ vor 50 Jahren seine Heimat in Nordböhmen, noch während seines Studiums an der Prager Film- und Fernsehakademie. Seit 1968 wirkt er in Deutschland als freiberuflicher Regisseur und Kameramann, ausgezeichnet mit zahlreichen Preisen. Es ist immer wieder die Suche nach dem Einzelschicksal, die ruhige Kamera, die die Protagonisten seiner Filme erzählen lässt, das Interesse am Leben des "kleinen Mannes", europäischer jüdischer und Zeitgeschichte, an Minderheiten, Exil, Emigration, Alternativlebensweisen, an der Suche nach Auswegen und Utopien, die Pavel Schnabels künstlerische Handschrift prägen. In seinem Weimar-Dokumentarfilm aus der Wendezeit Brüder und Schwestern hatte er — neben anderen Weimarern — 1990 auch die ACC-Pioniere unter die Lupe genommen.

Wir präsentieren 23 Filme aus dem Œuvre von Pavel Schnabel von 1977 bis heute, die mit 40 Kunst- und 30 Porträtfotos, 250 Dokumenten sowie Werken verschiedener Künstler korrespondieren! Da die Filme in Dauerschleife laufen, bieten wir auf Wunsch natürlich an, einzelne Filme von Anfang an zu zeigen. Außerdem kann man ausgewählte Filme als DVD erwerben – zum Nocheinmalsehen, Behalten und Verschenken.

– man kann wunderbar der Kälte entfliehen und stattdessen 23 Dokumentarfilme, Kurz(Spiel)filme, Kunstbetrachtungsfilme, Archivmaterial und Fotografien ansehen.

ACC Galerie Weimar
Öffnungszeiten:
Mo-Do, So: 12–18 Uhr
Fr, Sa: 12–20 Uhr
Führungen: nach Vereinbarung.


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