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Mit 61 zu alt für Stellenwechsel?!

28.06.2013 - von e.R.

Halte mich noch nicht für zu alt, um auch mal den Arbeitgeber zu wechseln, werde aber auf Grund meines Alters, 61 Jahre, nur noch abschlägig beschieden, weil ich ja dann "nur noch 4 Jahre dabei wäre", und man suche etwas Jüngeres.

Auch das Argument von langjähriger Berufserfahrung greift nicht, bei der sich der neue Arbeitgeber die Einarbeitungszeit sparen könne. Was soll diese Schizophrenie? Man soll jung sein, aber über ganz viel Berufserfahrung verfügen ...

Arbeite im sozialmedizinischen Bereich. Kollegin, 51 bewirbt sich, ich soll ihr den Arbeitsplatz zeigen. Nachdem dieses geschehen, die in Frage kommende Kollegin nach Hause gegangen war, werde ich von einer anderen Kollegin, 16 Jahre jünger als ich, nach dem Alter derBbewerberin gefragt. Nachdem sie es von mir - nichts ahnend - erfahren hatte, reagierte sie verwundert und meinte, daß sie die andere "viel älter, so alt wie mich" eingeschätzt hätte.

Sie guckte spöttisch in die Landschaft, als ich von ihr wissen wollte, ob sie was gegen Alter hätte.

Aber es sind nicht nur die Jungen, welche die Älteren ausgrenzen. Die schlimmste Altersfeindlichkeit kommt sogar von den älteren Geburtsjahrgängen! Zwei Damen der Öffentlichkeit in Niedersachsen, 63 und 55 Jahre, wollen, daß die älteren AutofahrerInnen alle zwei Jahre medizinisch und psychologisch untersucht werden sollen, geben aber dazu keine Auskunft, ob sie selbst dazu bereit sind. Die 63 Jährige kann aus irgendwelchen Gründen nicht mehr Auto fahren und schließt von sich auf andere. "Wer alt ist, bestimme ich". Was halten Sie von einer solchen anmaßenden Unverfrorenheit?

Link: Jüngere Person mit noch mehr Erfahrung gesucht…
Quelle: Mail an die Redaktion