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Akzenta: Arrestbefehle gegen Exchefs - Anleger hoffen

27.07.2009 - von Dr. J. Klass II

Im Betrugsfall der Akzenta AG aus Neubeuern werden der damaligen Führungsriege vertragswidrige Verwendung von Kundengeldern und das Betreiben eines geschickt getarnten Schneeballsystems vorgeworfen. Dass Ausschüttungen an Kunden nicht bzw. nur zum Teil aus einer ordentlichen Geschäftstätigkeit erwirtschaftet, sondern aus Einzahlungen neuer Anleger gespeist worden sind, wurde bereits im Rahmen eines Strafverfahrens offengelegt und nachgewiesen. Insbesondere Senioren fielen auf das unseriöse Geldangebot (Umsatzbeteiligung) herein und erlitten herbe Kapitalverluste.

Trotz Insolvenz der Finanzfirma können Kunden, die mit Umsatzbeteiligungen Geld verloren haben, wieder Hoffnung schöpfen. Denn die Ex-Bosse der Akzenta werden jetzt verstärkt ins Visier genommen: Der Anwaltskanzlei Klüver, Klass & Kollegen aus München ist es gelungen, Arrestbefehle gegen die ehemaligen Chefs der Akzenta AG zu erwirken. Das Landgericht München I hat in zwei Verfahren jeweils einen dinglichen Arrest über das Privatvermögen der Herren Ulrich Chmiel, Alexander Chmiel und Oliver Braun verhängt (Beschlüsse vom 13.07.2009, Az.: 27 O 12907/09 und 27 O 12906/09). Damit werden die Anlegerforderungen besichert.

Bereits mit Urteil vom 11.05.2009, Az.: 27 O 1953/09 hat das Landgericht München I entschieden, dass Ulrich Chmiel einem Anleger Schadensersatz von rund € 14.000,- zahlen muss. Das Urteil ist inzwischen rechtskräftig.

Link: http://www.altersdiskriminierung.de/themen/artikel.php?id=3234
Quelle: Büro gegen Altersdiskriminierung