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Bonn: Bonnopoly

11.11.2017

Bonn um die Jahrtausendwende. Nach dem Umzug der Bundesregierung kommt die Stadt auf eine grandiose Idee: Die alten Parlamentsgebäude sollen zu etwas ganz Großem werden. Zu einem World Conference Center. Die ehemalige Bundeshauptstadt bleibt als UN-Standort weiter Zentrum der internationalen Politik. Und der Umbau soll Stadt und Bürger nichts kosten.

Ein Investor aus dem fernsten Osten verspricht, alles auf eigene Kosten zu bauen und zu betreiben. Das kommt einer Stadtregierung trefflich zupass, die gerade dabei ist, sich den Roman Herzog’schen Ruck zu geben und zu einer unternehmerischen Stadt zu werden. Ein grotesker Politkrimi beginnt, in dem sich zypriotische mit hawaiianischen Heuschrecken vor dem Landgericht Bonn um öffentlichen Besitz streiten, Millionen auf Nimmerwiedersehen verschwinden – und die städtische Aufsicht ein Maß an Gutmütigkeit gegenüber kleinen und großen Vergehen entwickelt, von dem Otto Knöllchenzahler nur träumen kann. Am Ende dieser Krimikomödie haben die Bonner Bürger nicht nur die Zeche in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro zu zahlen. Sondern die angespannte Haushaltslage wird als Begründung herangezogen, um Bibliotheken, Schwimmbäder und soziale Einrichtungen zu schließen. Wie konnte es dazu kommen? Und wie jetzt weiter?

Diesen Fragen widmen sich Volker Lösch und sein Team; mit seinen politisch und sozial brisanten Rechercheprojekten am THEATER BONN (WAFFENSCHWEINE und NATHAN) ist Lösch bereits auf große Resonanz gestoßen. Gemeinsam mit dem Autor Ulf Schmidt und den DramaturgInnen Nicola Bramkamp, Elisa Hempel und Leonard Merkes untersucht er zur Spielzeiteröffnung einen Trend in der Kommunalpolitik, für den das WCCB exemplarisch steht: den Ausverkauf der Städte.

Gemeinsam gehen sie der Frage nach, wie sinnvoll eine unternehmerische Stadt ist, die schwarze Zahlen schreibt, wenn ihre Bürger sich nicht mehr leisten können, in ihr zu wohnen. Was bringt Wirtschaftlichkeit auf Kosten der Bevölkerung? Welche Rolle übernehmen wir als Bürger im längst schon überregional gewordenen Sozialpolitikdebakel? Wollen wir, dass unsere Regierung die Stadt als Konzern betrachtet?Und vor allem: Wem gehört die Stadt, in der wir leben?

Uraufführung
Text: Ulf Schmidt
Textfassung: Elisa Hempel, Volker Lösch, Leonard Merkes, Ulf Schmidt
Termine Kammerspiele Bonn - Bad Godesberg: 11 Nov 19:30 H, 18 Nov 19:30 H, 10 Dez 18:00 H, 19 Dez 19:30 H, 27 Dez. 19:30 H.

Theaterkarten in unseren Vorverkaufsstellen:
Theater- und Konzertkasse am Münsterplatz (TKK)
Windeckstraße 1, 53111 Bonn
Öffnungszeiten: Mo-Fr 10–18 Uhr | Sa 10–16 Uhr

Kasse in den Kammerspielen, Theaterplatz (KS)
Am Michaelshof 9, 53177 Bonn-Bad Godesberg
Öffnungszeiten: Mo–Fr 10–18 Uhr | Sa 10–13 Uhr
Telefonische Bestellung
Mo - Sa von 10 - 15 Uhr: Tel. +49 [0]228 – 77 80 08 oder +49 [0]228 – 77 80 22
Bestellung per FAX
+49 [0]228 - 77 57 75 (TKK) und +49[0]228 - 77 81 64 (KS)

Bestellung per E-Mail
theaterkasse(at)bonn.de

Rollstuhlplätze nur über die Theaterkasse 0228 / 77 8008 buchbar

Sie können Ihre Karten darüberhinaus bequem zu Hause kaufen. Wählen Sie dazu die gewünschte Veranstaltung, klicken den Kartenbestellbutton und folgen den weiteren Anleitungen nach der Weiterleitung auf unseren Ticketshop. (SIE GEBEN STELLEN IHRE PERSÖNLICHEN DATEN ZUR VERFÜGUNG)

Mittels print@home können Sie die Karten selber ausdrucken. (DAS KOSTET, OBWOHL SIE ES SIND, DIE DEN DRUCKER; DAS PAPIER UND DIE ARBEITSKRAFT ZUR VERÜGUNG STELLEN ZWEI EURO!) Sie können Ihre bezahlten Tickets aber auch an der Abendkasse abholen.

Bitte beachten Sie: Das print@home-Ticket allein ist kein Fahrausweis!
In einigen Fällen bieten wir bei print@home-Tickets ein kostenloses ÖPNV-Zusatzticket an. Wenn dies der Fall ist, dann erkennen Sie es am eingeblendeten print@homePLUS-Symbol [Drucker mit Plus-Symbol]. print@homePLUS-Kunden, die ein print@home-Ticket für eine Veranstaltung gebucht haben, können sich Ihren Fahrausweis zur Anreise im öffentlichen Nahverkehr kostenfrei unter www.printathomeplus.de abrufen.



Dez 19:30 H Kammerspiele


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