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Diskriminierungserfahrungen von fürsorgenden Erwerbstätigen im Kontext von Schwangerschaft, Elternzeit+Pflege von Angehörigen

24.05.2022

die Work-Life-Balance- oder Vereinbarkeitsrichtlinie der EU hat zum Ziel, den Frauenanteil auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen sowie die Inanspruchnahme von Urlaub, Eltern- und Pflegezeiten oder von flexiblen Arbeitszeiten für Beschäftigte, die Eltern und pflegende Angehörige (Caregiver) sind, benachteiligungsfrei zu ermöglichen. Vor diesem Hintergrund hat die Antidiskriminierungsstelle des Bundes zwei Forschungsprojekte beauftragt, die auf der Fachtagung „Eltern und pflegende Angehörige vor Diskriminierung schützen! Zur Vereinbarkeit von Fürsorgepflichten und Beruf“ vorgestellt und diskutiert werden sollen. Die Fachtagung findet als digitale Veranstaltung am 24. Mai 2022 von 9:30 Uhr bis 15:00 Uhr statt.

Die Studie „Diskriminierungserfahrungen von fürsorgenden Erwerbstätigen im Kontext von Schwangerschaft, Elternzeit und Pflege von Angehörigen“ von Sören Mohr, Johanna Nicodemus, Evelyn Stoll, Ulrich Weuthen und Dr. David Juncke (Prognos AG) widmet sich den Fragen, wie häufig und in welcher Form Fürsorgeleistende Diskriminierung im Arbeitskontext erfahren, wie sie darauf reagieren, welche Auswirkungen die Erfahrungen auf die Betroffenen haben und welche Unterstützung sie benötigen. Sie benennt auch Möglichkeiten, Diskriminierungsrisken von fürsorgeleistenden Erwerbstätigen abzubauen.

Das Rechtsgutachten „Diskriminierungsschutz von Fürsorgeleistenden – Caregiver Discrimination“ von Prof. Dr. Gregor Thüsing LL.M. (Harvard) und Lena Bleckmann (Universität Bonn) erörtert, wie die sog. Caregiver Discrimination rechtlich erfasst werden kann, welche rechtlichen Defizite bestehen und wo Änderungsbedarf besteht. Auch die zukünftige Rolle der Antidiskriminierungsstelle des Bundes im Hinblick auf die Diskriminierung von Fürsorgeleistenden wird untersucht sowie die Regelungen des Vaterschaftsurlaubs.

Die aus den Studien gewonnenen Erkenntnisse und abgeleiteten Handlungsempfehlungen werden im Rahmen der Fachtagung vorgestellt und mit politisch Verantwortlichen, Expert*innen und den Teilnehmenden diskutiert. Die Veranstaltung wird von Frau Dr. Claudia Neusüß (compassorange GmbH) moderiert.

Bitte merken Sie sich den Termin schon heute vor. Die Einladung mit dem vollständigen Programm und der Möglichkeit sich anzumelden, erhalten Sie Ende April.





Mit freundlichen Grüßen

Ihre Antidiskriminierungsstelle



Diese E-Mail wurde im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes vom Veranstaltungsmanagement des Bundesamts für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben versendet.


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