Diskriminierung melden
Suchen:

London: Gericht entscheidet über Julian Assange

27.02.2020

Ein Anwalt von Assange hat vor Gericht in London die Vorwürfe gegen de Wikileads-Gründer als unwahr bezeichnet. "Man kann dieses Kapitel genau beschreiben als Lügen, Lügen und nochmals Lügen", sagte Chris Summers am Dienstag vor dem Crown Court in London Wollwich. Junge Welt, Papierausgabe 27.2.2019

Ärzte fordern erneut Beendigung der psychischen Folter von Julian Assange. Seit Montag, 24.2.2020, findet die Verhandlung darüber statt, ob er in die USA ausgeliefert wird oder nicht. Link

Uno-Sonderbeobachter über JULIAN ASSANGE + Assange helfen! Link

Julian Assange – Spielball korrupter Staaten
Der Wikileaks-Gründer ist aktuell ebenso wahrscheinlich vom Tode bedroht wie vor 10 Jahren - durch Mord im Zuge von amerikanischem Staatsterrorismus: Link

Julian Assange: Ich habe oft gesagt, Transparenz für die Mächtigen, Privatsphäre für die Machtlosen. Doch wer kümmert sich um die Privatsphäre? Zugegeben, wir haben von der Privatsphäre eine gewisse Vorstellung - Sie wissen schon: Das was Liebende tun, oder der Gang zur Toilette, … Aber darüber hinaus interessiert sich niemand für Privatsphäre. Was die Menschen bewegt ist Macht. Und das Gleichgewicht zwischen kleinen Organisationen, wie z. B. einer Familie, und großen Organisationen, wie z. B. einem Staat. Wissen ist Macht. Und wenn eine gewaltige Organisation viele Informationen über dich hat, du aber über die große Organisation gar nichts weißt, dann verfügt sie über noch mehr Macht als ohnehin schon. So können dank der Privatsphäre der Einzelne und eine kleine Organisation ihre ohnehin schon geringe Macht behalten. Die Fusion unserer Gesellschaft mit dem Internet führt nun zu einem wirklich beeindruckenden Informationstransfer, über den wir viel mehr als früher voneinander lernen können. Auf der anderen Seite können staatliche Nachrichtendienste dadurch heute aber viel mehr Informationen sammeln. Gewissermaßen handelt es sich dabei um den größten je dagewesenen Diebstahl. Das Gros des Informationstransfers geschieht von der Basis zu den mächtigen Nachrichtendiensten und Organisationen wie Google oder Facebook. Wikileaks kehrt diesen Vorgang um: Wir nehmen Informationen von überaus mächtigen Organisationen und übergeben sie der Öffentlichkeit, wo sie jeder verwenden kann. Dadurch geben wir den Menschen eine Wahl: Wenn sie über Informationen verfügen, wie die Welt in ihrer Umgebung funktioniert, dann können sie selbst darüber entscheiden womit sie einverstanden sind und womit nicht.
Baltasar Garzón, Rechtsbeistand: Julian Assange stand der Justiz jederzeit zur Verfügung. Er engagierte sich immer für die Verteidigung der Grundrechte. Und genau deshalb, und aus keinem anderen Grund, befindet er sich in seiner aktuellen Lage: Weil er Jounalist, Reporter, Herausgeber des Kommunikationsmediums „Wikileaks“ ist und die ganze Welt über Machtmissbrauch, Korruptionsfälle und widerrechtliche Nutzung von Strukturen informiert hat, die eigentlich die Bürger schützen und nicht angreifen sollten.
Peter Richartz, Solingen, 21.2.2020


Weitere Artikel, nach dem Datum ihres Erscheinens geordnet, zum Thema Termine:
27.02.2020: Oldenburg: Die schwarze Null
27.02.2020: Hannover: Forschung - Daten - Qualität. Daten im digitalen Wandel
03.03.2020: Essen: Filmreihe - Der montierte Mensch

Alle Artikel zum Thema Termine