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Weltbank spricht sich für Chancengleichheit aus

28.09.2005 - von Hanne Schweitzer

Was im jüngsten Bericht der Weltbank steht, deren Chef Paul Wolfowitz ist, würden wir zu gerne aus dem Mund bundesdeutscher Regierungsmitglieder hören, oder in den Programmen hiesiger politischer Parteien lesen.

Darin heißt es, merken Sie auf, bitte,: "Die Interessen der Reichen und Mächtigen werden geschützt, häufig zum Schaden der Mehrheit. Das macht die Gesellschaft insgesamt ineffizient, weil die Mittelschicht und die Armen ihre Talente nicht nutzen können. Dadurch verspielen diese Gesellschaften Möglichkeiten für Innovation und Investitionen."

Leider bezieht sich der Bericht der Weltbank auf Entwicklungsländer, aber trifft der Satz nicht auf unsere Gesellschaft ebenso zu?

Oder der folgende Satz: "Die Ungleichheit der Chancen und die Ungleichheit in der Verteilung der Vermögen sowohl innerhalb einzelner Staaten, als auch zwischen verschiedenen Ländern tragen zur Hartnäckigkeit bei, mit der sich die Armut in Teilen der Welt hält."

Oder, wie bei uns - zunimmt, wie übrigens der Reichtum auch. Es leben Millionen Millionäre in der Bundesrepbulik Deutschland.

Quelle: FAZ, 21.9.05