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Königswinter: Was ist aus dem arabischen Frühling in Marokko geworden?

10.11.2018

Im Vergleich zu anderen Ländern der Region, die von den Aufständen 2011 betroffen waren, wird das Königreich Marokko zwar häufig als nicht demokratisch eingeordnet, jedoch als autoritäres Regime, das ein gewisses Maß an Demokratie erlaubt. Was die weltweite Terrorgefahr angeht, gilt Marokko als eines der wenigen stabilen Länder in der Region – und damit als erfreuliche Ausnahme. Dies führt zu einem Zwiespalt: Einerseits ist das Land recht sicher, was zum Teil aber eben an Maßnahmen liegt, durch welche Freiheiten beschnitten werden. So werden beispielsweise Bürgerinnen und Bürger sowohl im öffentlichen Raum wie auch in ihrer Privatsphäre und online überwacht. Wie gelingt es einem König, in diesem Spannungsfeld zu agieren? Stabilität auf der einen, Demokratie auf der anderen Seite? Die Einschränkung bestimmter Freiheitsrechte wird von ausländischen Regierungen jedenfalls kaum eingeräumt oder kritisiert. Nach den Terroranschlägen von 2015 hat zum Beispiel Frankreich die Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen mit Marokko wiederbelebt oder gar ausgebaut. Für Deutschland bleibt Marokko, ungeachtet des Abbaus von Menschen- und Bürgerrechten, mit insgesamt 360,6 Millionen Euro für 2014 und 2015 der größte Empfänger von Entwicklungshilfe in der MENA-Region.

Unsere Referenten bearbeiten mit Ihnen folgende Themen:
Ø Auf dem Weg zu mehr Demokratie in Marokko? Aspekte des gesellschaftlichen und politischen Wandels in einem Transformationsland
Martina Sabra, Journalistin, Köln
Ø Zwischen Sozialpolitik, Vermarktung und Repression: Die Stadt als neues zentrales Politikfeld
Raffael Beier, Geograph, Ruhr-Universität Bochum
Ø Fluch und Segen der Entwicklungshilfe
Dr. Stefanie Hanke, Soziologin, Bonn

Änderungen im Programmablauf vorbehalten!

Seminarzeiten:
Beginn: Samstag, 10. November 2018, 14:00 Uhr / Ende: Sonntag, 11. November 2018, 14:00 Uhr
Tagungsgebühr:
100,00 Euro (inkl. Übernachtung im Doppelzimmer, Vollverpflegung und Lehrmaterial, davon ein Drittel Institutionsbeitrag).
Der EZ-Zuschlag beträgt 16,00 Euro pro Nacht.

Johannes-Albers-Bildungsforum gGmbH
Johannes-Albers-Allee 3 / 53639 Königswinter / Link
Tel.: 02223 - 73 122 / Fax: 02223 - 73 601


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12.12.2018: Bonn: Zukunft der Demokratie
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