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Atlas der Zivilgesellschaft

Foto: H.S:

01.02.2018

Nur zwei Prozent der Weltbevölkerung können uneingeschränkt in gesellschaftlicher Freiheit leben. Der Atlas der Zivilgesellschaft gibt einen Überblick der weltweiten Lage. Er stützt sich auf Daten von CIVICUS, der Weltallianz zur Bürgerbeteiligung. Sie basieren auf regelmäßigen Erhebungen von CIVICUS und der Auswertung verschiedener Quellen und Indizes, beispielweise zur Rede- oder Versammlungsfreiheit.

Die Daten zeigen, dass aktuell in nur 22 Staaten (11,3 Prozent) der Handlungsraum der Zivilgesellschaft offen ist. In 64 Staaten ist der Handlungsraum für eine Zivilgesellschaft eingeengt, darunter auch in europäischen Staaten, in Frankreich z.B. aufgrund der Anti-Terrorgesetzgebung. In 53 Staaten ist der Handlungsraum beschränkt. Journalisten und Aktivisten werden angegriffen und verleumdet.
In 34 Ländern ist er unterdrückt. Kritische Webseiten und soziale Medien sind in diesen Ländern blockiert und die Internetnutzung wird stark überwacht. In 21 Staaten ist dieser Raum für zivilgesellschaftliche Akteure geschlossen.

„Eine freiheitliche engagierte Gesellschaft ist die wichtigste Grundlage für Demokratie – wir sehen also eine gewaltige Welle gegen die Demokratie weltweit. „Ohne ein förderliches Umfeld für die Zivilgesellschaft und ohne deren starke Rolle kann es keine Entwicklungsfortschritte geben, sagt Füllkrug-Weitzel, Präsidentin von Brot für die Welt..

Die Daten im Atlas der Zivilgesellschaft kategorisieren die Freiheitsgrade einer Gesellschaft:
1. offen: z.B. Irland, Island, Deutschland, Norwegen, Portugal
2. eingeengt: z.B. Frankreich, Großbritannien, Ghana, Argentinien, Kanada
3. beschränkt: z.B. Nigeria, Brasilien, Ukraine, Indien, Kasachstan
4. unterdrückt: z.B. Mexiko, Saudi Arabien, Syrien, Tschad, Kamerun, Türkei, Russland
5. geschlossen: z.B. Lybien, Jemen, Demokratische Republik Kongo, China, Vietnam

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