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VdK: 25 Jahre Kompetenz durch Soziale Foren

01.02.2010

In der Sozial- und Gesundheitspolitik werden viel intensiver als in anderen Bereichen der Politik wissenschaftliche Argumente zur Interessenvertre-tung und Interessendurchsetzung benutzt. Dies ist zugleich Grund dafür, dass Renten-, Kranken- und Arbeitslosen-versicherung, Privatkrankenkassen, Ärzteverbände, Krankenhausgesell-schaften und Wohlfahrtsverbände, eigene Institute und die Institute der Arbeitgeber und der Gewerkschaften eigene Sozial- und Gesundheitsablei-tungen haben. Einzige Ausnahme: Die Sozialverbände VdK, SoVD und Volkssolidarität.

Der Sozialverband VdK hat vielmehr 1985, in einer Blütezeit der verbändenahen Forschungseinrichtungen eine andere, flexiblere und ökonomischere und zudem leichter dirigierbare Lösung entwickelt: Die regelmäßige Veranstaltung wissenschaftlich-politische Foren, zunächst nur in Schloss Tutzing am Starnber-ger See, nun auch in Düsseldorf. Zu diesen Foren werden jeweils Expertinnen und Experten eingeladen, die Bei-träge zu grundlegenden Fragen der Sozial- und Gesundheitspolitik, seit einigen Jahren auch der Wirtschaftspolitik liefern. Auf diese Weise vermag der VdK mit einem vergleichsweise geringen Aufwand gleichwohl wissenschaftlichen Sachverstand für sich zu erschließen. Worauf es bei dieser Alternative zur Unterhaltung eines eigenen Institutes ankommt, ist die Auswahl erkenntnis- und handlungsleitender Zukunfts-Themen und die Gewin-nung kompetenter Expertinnen und Experten. VdK-Chefökonom Prof. Goeschel hat von Anbeginn an diese Sozialen Foren des VdK konzipiert. Unter seiner Regie hat er Sozialverband VdK in den zurückliegenden Jahrzehnten u.a. folgende Themenbereiche erörtert:

1. Gesundheitswesen als Wachstumsbranche (1986)
2. Rententransfers als Konjunkturstabilisator und Regionalfaktor (1988)
3. Zuwanderer als Beitragszahler und Gesundheitsbeschäftigte (1992)
4. Deutsches Gesundheits- und Sozialsystem als Exportmodell (1998)
5. Ältere Männer in Europa als sozial- und gesundheitlich benachteiligte Gruppe (2000)
6. Regionalisierung statt Zentralisierung der Krankenversicherung (2003)
7. Wirtschaftsstiftungen und Beratungsfirmen als Risiko für die Demokratie (2005)
8. Demografiediskussion als Vorwand für Sozialabbau (2006)
9. Zerstörung des Sozialstaats durch einseitige Exportorientierung (2009)

Quelle: PM, STUDIENGRUPPE FÜR SOZIALFORSCHUNG E.V.

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