Diskriminierung melden
Suchen:

Griechische Rettungspakete: Deutscher Staat verdient 1,34 Milliarden

oRDERVILLE: fOTO. h:s:

Griechenland - 13.07.2017 - von Hanne Schweitzer

Griechenland hat bisher Kredite in Höhe von 255 Milliarden € bekommen. Die Kreditgeber heißen: IWF, EFSM, EU, EZB, KfW. Diese Kredite dienen nicht dazu, in Griechenland Renten zu erhöhen, Straßen zu bauen oder Arbeitsplätze zu schaffen. Sie dienen lediglich zur Umschuldung. Abgelöst, also bezahlt werden damit Kredite, die u.a. deutsche Banken dem griechischen Staat gewährt haben,um damit Kriegsschiffe, Panzer und anderen Mist zu kaufen und zu bezahlen.

Für das Schnüren der Rettungspakete zwecks Umschuldung ist die Europäische Zentralbank zuständig. Der deutsche Staat hat damit nichts zu tun. Er gibt kein Geld. Er trägt seinen Teil bei, indem er, in unser aller Namen, eine Bürgschaft über 55 Milliarden Euro übernommen hat. Es ist also kein Geld von D nach Gr geflossen. Die Penunsen kamen erst ins Spiel, als der EZB die Bürgschaft vorlag. Denn damit konnte sie Geld "schöpfen" und die Rettungspaketkredite auf den Weg bringen.

Folge dieser Transaktion:
Vater Staat erzielt durch den Kauf der Staatsanleihen einen Gewinn von 1,34 Milliarden € . Der Rettungspaketgewinn speist sich aus zwei Quellen. Staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), heißt die eine, Europäische Zentralbank (EZB) die andere.
Die KfW hat "den Griechen" Darlehen gewährt und bekommt nun den Zinsgewinn, der sich heuer auf 393 Millionen € beläuft. Zwischen 2010 und 2014 war es nicht ganz soviel. "Zinsen in Höhe von rund 360 Millionen € wurden ausgekehrt". Pro Jahr. Schäuble, Miterfinder des Rettungspaketkonstrukts, wird reichlicher belohnt. Er hat auf die Gewinnanteile spekuliert, die das Anleiheprodukt der EZB zwecks Griechenlandrettung bringen würde. 2016 waren es laut Schäubles Staatssekretär Jens Spahn 1,147 Milliarden €, 2017 immerhin noch 901 Millionen, seit 2015 im Schnitt 952 Millionen €.

Wer zahlt die Zinsen ?
"Schöpft" die EZB mal wieder Papiergeld um die Zinsen auszuschütten ? Oder zahlt der griechische Staat bzw. " die Griechen" für die Rettungspakete ? Flughäfen, Eisenbahn und der Hafen von Piräus sind verkauft. Die Mehrwertsteuer auf Lebensmittel wurde von 13 auf 23 Prozent angehoben, bei den Dienstleistungen ist man schon bei 25 Prozent. Die Renten wurden in den vergangenen sieben Jahren 23 mal gekürzt . usw. Die ganze traurige Leier.

Link: Griechenland: Wut und Protest bei den Rentnern
Quelle: Büro gegen Altersdiskriminierung