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6,97 Mio. Menschen erhalten Arbeitslosengeld + Hartz 4

12.10.2016

Egal ob Arbeitsloser, Aufstocker, Niedriglöhner: die Rente widrd nicht reichen, die Abhängigkeit von Staatsknete, wenn es die dann noch geben sollte, droht.

6,97 Millionen Menschen leben von Arbeitslosengeld oder Hartz-IV-Leistungen
2,66 Millionen Arbeitslose gab es im Juli 2016. Doch mit 6,97 Millionen lebten mehr als zweieinhalbmal so viele Menschen in Deutschland von Arbeitslosengeld oder Hartz-IV-Leistungen, darunter rund zwei Millionen Kinder und Jugendliche. Denn nur ein Teil derer, die staatliche Unterstützung benötigen, gilt auch als arbeitslos im Sinne der Statistik.

Was die offizielle Arbeitslosenzahl verschweigt: 3,5 Millionen Menschen ohne Arbeit
Im September meldete die Bundesagentur für Arbeit 2,6 Millionen Arbeitslose. Das gesamte Ausmaß der Menschen ohne Arbeit bildet die offizielle Zahl jedoch nicht ab. Denn rund 890.000 De-facto-Arbeitslose sind nicht in der Arbeitslosen-, sondern in der separaten Unterbeschäftigungsstatistik enthalten.


65 Prozent Niedriglöhner in der Leiharbeit

Bei zwei Drittel aller vollzeitbeschäftigten Leiharbeiter liegt das Einkommen unterhalb der Niedriglohnschwelle. Über alle Anforderungslevel und Berufsgruppen hinweg verdienen sie deutlich weniger als ihre regulär beschäftigten Kollegen und müssen ihr Gehalt häufiger mit Hartz-IV-Leistungen aufstocken. Das geht aus einer aktuellen Veröffentlichung der Bundesagentur für Arbeit hervor.

Mindestlohn:
Aufstocker bleiben Problem in den neuen Bundesländern
Seit Einführung des Mindestlohns gibt es weniger Aufstocker in Deutschland. Besonders in den neuen Ländern war der Rückgang stark. Doch gemessen an allen Beschäftigten bleibt der Anteil der Beschäftigten mit gleichzeitigem Hartz-IV-Bezug im Osten vergleichsweise hoch.

Aufstocker:
Der Mindestlohn hilft, kann das Problem aber nicht allein lösen
Seit der Einführung des Mindestlohns ist die Zahl der Aufstocker deutlich gesunken. Verschwunden ist die Gruppe der Menschen, die arbeiten und gleichzeitig Hartz IV beziehen aber nicht. Was bringt die Lohnuntergrenze also wirklich?

Langzeitarbeitslose: Ältere und Geringqualifizierte bleiben übrig
Der Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit stagniert seit 2011, denn unter den länger als ein Jahr Arbeitslosen sind immer mehr Menschen mit schlechten Voraussetzungen für die Jobsuche.

Quelle: O-Ton Arbeitsmarkt