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Frankfurt - Blockupy : Am lautesten waren die Frauen

19.03.2015

Der Online-Ticker der Frankfurter Rundschau in der Sache EZB-Eröffnung in Frankfurt/Main am 18.3.2015 ist lesenswert! Da wurde hingeschaut und auch zugehört. Man erfährt:

18.10 Uhr: Nach Schätzungen der Polizei nehmen 17.000 Menschen an der Demonstration teil. Blockupy spricht von mehr als 20.000 Teilnehmern. Am lautesten sind im Demonstrationszug die Frauen: die radikalen Feministinnen.

17.35 Uhr: Die Demo-Spitze ruft: "Gegen Staat und Kapital, Feminismus radikal" und "Siamo tutti antifascisti".

17.25 Uhr: Buchstäblich Tausende skandieren "Anticapitalista".

17.03 Uhr: Dies dürfte die größte Frankfurter Demo seit langem wwerden.

16.50 Uhr: "Wir sind die Schönheit des rebellischen Europa", sagt ein Redner.

16.48 Uhr: Naomi Klein sagt in Richtung EZB: "Ihr seid die wahren Randalierer. Ihr verbrennt keine Autos, ihr verbrennt den ganzen Planeten. We will not let you do it!"

Lesenswert auch der Zwischenruf aus der Redaktion um 10.30 Uhr:
Kurzer Zwischenruf aus der FR-Redaktion: Die Ausschreitungen versperren vielleicht ein wenig den Blick auf einen wichtigen Punkt: nämlich dass es absolut richtig und wichtig ist, das Nein zur Erpressungsspirale aus immer neuen Schulden und immer neuen Einsparungen im Süden Europas vor den Frankfurter EZB-Turm zu tragen. Drei Gründe: Link

ANDERE online-ZEITUNGEN am 18.3.2015:

Die Neue Zürcher Zeitung titelt um 18.38 Uhr
EZB ist nicht ganz unschuldig

De Telegraaf:
Mars door Frankfurt verloopt rustig ("rustig" = ruhig, still)

The Guardian:
At least 350 people arrested in protest at ECB HQ in Frankfurt

El Pais:
Disturbios y 350 detenidos en la inauguración de la sede del BCE

Irish Times:
Draghi says ECB not to blame for austerity amid protests

New York Times:
Protesters and the Police Clash Near E.C.B.’s New Headquarters

De Morgen:
Twee Belgen opgepakt bij rellen in Frankfurt

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Auffällig war, dass in den Berichterstattungen keine Rede war von den verschiedenen Demonstrationskulturen, die sich in den Ländern oder Städten entwickelt haben, aus denen die Demonstranten nach Frankfurt/Main gekommen waren, um ihrem Mißfallen über die EZB-Politik Ausdruck zu geben, überhaupt keine Rolle spielte. H.S.

Quelle: Frankfurter Rundschau, 18-3-2015