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Habe es satt mit der Altersdiskriminierung

Cienfuegos, 2009 Foto: H.S.

17.03.2014 - von E.S.

Arbeitslos bin ich seit 2011. Ich bewerbe mich kontinuierlich – nix ist. Wie soll man bis zur Rente ohne davon krank zu werden, unter diesen Bedingungen denn durchhalten? Erst habe ich die Zeitarbeitsfirmen und ähnliches bewusst gemieden, aber dann ging es einfach nicht mehr ...

Ich habe es satt mit der Altersdiskriminierung. Bevor es zu einer „Vorstellung“ kommt, muss man seitenweise Formulare ausfüllen, nebst Kontonummer und anderen rein persönlichen Daten und dazu eventuell noch einen Idiotentest bestehen.

Später ist man enttäuscht, nicht übernommen zu werden, weil man nicht geeignet (???) ist oder diese Arbeitsstelle schon vergeben wurde. Man ist dann erst richtig sauer, wenn man drei Tage später wieder die gleiche Annonce zu lesen bekommt.

Man erhält auch schriftlich einen Termin, obwohl man sich nicht beworben hat. Oder man hat einen schriftlichen Termin erhalten und die Mitarbeiter der Zeitarbeitsfirmen kennen sich mit dem eigenen Chaos nicht mehr aus. Von der einen Kollegin erhalte ich eine Absage und wenig später von der anderen den Wunsch mich vorzustellen.

Ich habe auch fahrlässige, kundenerschreckende Büros erlebt und Mitarbeiter bei der „Maniküre“ erwischt. Und solche fragen mich dann: Haben Sie eine Ausbildung?

Von dieser Odyssee braucht man einen „Kurlaub“. Weil man aber arbeitslos ist und wegen der Altersdiskriminierung bis zur Rente es auch bleibt, - gibt es wieder nix. Am besten geht man in die Politik, da wird man direkt auf "Diät" gesetzt!

Link: Mitfuzziger: Auf die Barrikaden
Quelle: Mail an die Redaktion