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Minijob bedeutet Grundsicherung im Alter

05.09.2013 - von S.J.

Die Anfang 2013 eingeführte Rentenversicherungspflicht für Minjobber greift nicht. Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion der Grünen hervorgeht, haben von den rund 2,6 Millionen Minijobbern, die im Januar 2ß13 eine Arbeit aufgenommen haben, bis August 2013 nur 621.000 oder 23,8 Prozent Beiträge in die Rentenkasse eingezahlt. Alle anderen hatten sich von der Versicherungspflicht befreien lassen.

14.4.2013
Ich habe 12 Jahre in Minijobs (nach Erziehungsjahren, das Kind war autitistisch, und vielen Jahren Teilzei plus 12 Jahre Vollzeit) gearbeitet, nicht weil ich es wollte, sondern weil ich als über 50jährige nichts anderes bekam. Kein Arbeitgeber hat mich auf die Möglichkeit von freiwilligen Beiträgen zur Rentenversicherung hingewiesen.

Nun bin ich in Rente, muss aufstocken mit Grundsicherung, was sehr demütigend ist. Verzweifelt suche ich einen Job, der mir 350 Euro bringt, habe aber noch nicht gefunden. Nur bei 350 E wäre ich nicht mehr auf Grundsicherung angewiesen. Für 100 € hätte ich etwas gefunden, aber davon dürfte ich nur 30 € behalten. Ich fragte bei der Kanppschaft an, ob Beiträge nachgezahlt werden könnten. Das ist nicht möglich.

Ich denke, dass man gar keine Verbesserung für uns Armutsrentner will.

Ich bekomme 35 Euro Rente aus dem Ausland, Ursprungswährung DK, es gibt Kursschwankungen, sie bewegen sich im Bereich von 4 Cent. Nun muss ich jeden Monat dem Amt für Grundsicherung einen Kontoauszug vorlegen. Will ich zu meiner Schwester reisen, muss ich das angeben. Ich bin erst 9 Monate in Rente aber schon jetzt kostet es viel Kraft, die Lebensfreude nicht zu verlieren. Teilhabe ist nur begrenzt möglich.

Link: Minijobs: 7,92 Millionen atypisch beschäftigt
Quelle: Mail an die Redaktion