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Kölner Seniorenvertretung: Abschaffen

Hanoi, Vietnam 2007 Foto: H.S.

01.03.2013 - von Hanne Schweitzer

Die Puppen sind mal wieder AM TANZEN, bei der Kölner Seniorenvertetung. Da werden Kaffefilter versteckt, damit die Kollegin keinen Kaffe für die Teilnehmer eines Gesprächskreises kochen kann. Die einen werfen den anderen vor, heimtückische Komplotte zu schmieden, andere versuchen, die einen zu stürzen und umgekehrt. Da wird die Stimmenkönigin nicht zur Sprecherin gewählt, residiert aber trotzdem allein in einem städtischen Büro. Ihren Machtverlust, heißt es dazu, hätte sie aber immer noch nicht verkraftet. In Köln verbieten sich Seniorenvertreter untereinander jeglichen Kontakt.

Wie im Kölner Hänneschentheater, spielt sich das Geschehen in der kölschen Seniorenvertretung auf zwei Ebenen ab. Die erste, das ist die privat-persönliche, die emotionale. Die Tünnesebene. Mit Fiesigkeiten und Gemeinheiten, mit übler Nachrede und allem, was man sich im Laufe eines langen Lebens so an Schlechtigkeiten angewöhnt hat. Und dazu eine gewisse Bauernschläue.

Die zweite Ebene entspricht mehr dem Schäl. Hier agieren die Aufstiegsorientieren, die Formalisten, die, denen das Wiehern des Amtsschimmels nicht laut genug sein kann, oder die es sich nicht verkneifen können, andere zu bevormunden. Schäbigkeiten anderer Art.

Da werden dann z.B. Mails geschrieben und versandt, denen selbstverständlich Sitzungen und Treffen und Telefonate und Absprachen und Aussprachen vorausgingen, kurz Zeit und Energie waren erforderlich. Ergebnis: die Seniorenvertretung des Kölner Stadtbezirks B, teilt der Seniorenvertretung des Stadtbezirks A folgenden Beschluß mit: Wir bitten Sie künftig auf die Zusendung von Schreiben, die sich mit den inneren Angelegenheiten des Stadtbezirks A befassen und Unterstützungsersuchen beinhalten, abzusehen. Mit anderen Worten: Wir wollen nichts sehen, wir wollen nichts hören, wir wollen nichts sagen und vor allem lehnen wir jedwede Unterstützung ab.

Hinter der zweiten Bitte versteckt sich die Aufforderung an den Stadtbezirk A, doch bitte einen Maulkorb anzulegen. Das liest sich so: Ferner wird gebeten, die Zuleitung derartiger Schreiben an ausgewählte Persönlichkeiten aus Rat und Verwaltung der Stadt zu unterlassen. Da fragt man sich schon, ob man als Seniorin von solchen SeniorInnen vertreten sein möchte. Ausgewählte Pesönlichkeiten? Die ausgewählten Persönlichkeiten werden dafür bezahlt, daß sie ihren Job machen und sich gefälligst um die Inhalte von Briefen kümmern, die ihnen von Bürgern geschrieben werden.

Übrigens, damit Sie auch die ganze Schlechtigkeit kennen, die in der Kölner Seniorenvertretung gepflegt wird: Anlass für die - nennen wir es mal - Beschlussbitten - aus dem Stadtbezirk B war der folgende: Frau Z. (Stadtbezirk A) verschickt im Auftrag von dreien der insgesamt fünf Seniorenvertreter, inclusive Frau Z., die Einladung zu einer Sitzung der Seniorenvertretung , auf der, laut Tagesordnung, die Inhaber von drei Posten neu gewählt werden sollen.

Warum, wieso, weshalb? wurde nicht verraten. Eine Rechtsgrundlage nicht genannt und Rücksicht darauf, dass schon lange bekannt nd schriftlich fixiert war, dass eine von den Fünfen am Tag der Sitzung in Urlaub sein würde, schon gar nicht genommen. Derweil hat ein anderer Senior aus dem Stadtbezirk A, als Konsequenz aus dem Tohuwabohu die Konsequenz gezogen und ist zurückgetreten. Aber erst zum 1.4.


Ich sage es mal so: In der Kölner Seniorenvertretung steckt ein dicker Wurm. Ihre Geschäftsordnung ist so schlampig gearbeitet, dass sie nicht taugt, um auftretende Konflikte zu lösen. Mediation ist nicht vorgesehen. Gute inhaltliche Arbeit kommt nicht zustande. In Düsseldorf, Bremen, München, Nürnberg ist das anders. Köln? Gähn.

Machtgerangel in höchster Potenz nennt Roswitha Burauen, was bei der Kölner Seniorenvertretung abgeht. Sie weiß, wovon sie redet. Sie war gewähltes Mitglied der sogenannten Stadtkonferenz der Kölner Seniorenvertretung. Sie sagt: Nach zwei Jahren hatte ich die Nase von dem Machtgerangel, der Selbstdarstellung, von der geggenseitigen Missgunst und der Wichtigtuerei derart voll, dass ich als Mitglied der Stadtkonferenz zurücktrat.

Missgunst und Hinterhältigkeit waren nicht ihr Ding. Und Frau Burauen war, anders als einige Mitglieder der Kölner Seniorenvertretung es noch immer sind, nicht der Meinung, als Sprecherin oder Sprecher eines Stadtbezirks oder der Stadtkonferenz ein gehobenens Pöstchen zu bekleiden und etwas Besonderes zu sein.

Ihre Forderung lautet daher: Seniorenvertretung in Köln abschaffen! Und die Gelder, die die Seniorenvertreter als Aufwandsentschädigung, Sitzungsgeld und unter Sonstiges bekommen, lieber den hervorragend arbeitenden Senioren-Netzwerken in Köln zukommen zu lassen. Weil die in den Stadtvierteln wichtigere und vor allem produktivere Arbeit machen, als in der ewig zerstrittenen Kölner Seniorenvertretung!
Frau Burauens Meinung teile ich! Seniorenvertretung in Köln abschaffen!

Link: Seniorenvertretung Köln: Neue Beschwerden
Quelle: Büro gegen Altersdiskriminierung