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Dumm-dreiste Altersdiskriminierung von Ärztin

22.10.2012 - von E.R.

Bin in unkündbarer Stellung als Fachärztin bei einer sozialmedizinischen Institution tätig, 61 Jahre alt. Wegen einer defekten Toilettenspülung in meiner Mietwohnung mußte ich den Vermieter anrufen, der zur Zeit aber in Urlaub ist. Es kamen seine erwachsenen Kinder, welche die Reparatur einzuleiten hatten. Bevor diese kamen, hatte ich aber schon die Ursache des Defekts entdeckt und konnte provisorisch die Spülung in Gang bringen.

Das einzige, womit mich die Tochter meines Vermieters begrüßte, war: "Sie sind doch über 60", und drückte mir einen Flyer in die Hand, von der Stadtverwaltung herausgegeben, in dem Senioren Hilfe angeboten wird an bestimmten Tagen, wenn sie unfähig sind, einen Schrank hin und her zu schieben, Gardinen aufzuhängen, einen Syphon zu reinigen etc.

Da ich sonst nicht als tüttelige Greisin wahrgenommen werde, und durchaus weiß, was wann bei welchen handwerklichen Problemen zu tun ist, mit denen sich jedes Alter auseinanderzusetzen hat, habe ich ihr den Flyer zurückgegeben.

Ich möchte Sie hiermit darauf hinweisen, daß man ab einem bestimmten Alter nur noch als unfähiger Kretin wahrgenommen und oberflächlich dumm-dreist ausgegrenzt wird von denjenigen, denen das Alter noch bevorsteht, und die nicht wissen, was bei der immer aggressiver werdenden Altersfeindlichkeit dann auf sie zukommt.

Quelle: Mail an die Redaktion