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Fukushima: Enorm hohe Caesium-Werte im Grundwasser

09.03.2016

Die Abschaltung der Reaktoren drei und vier des Atomkraftwerks Takahama hat ein japanisches Gericht am 9.3.2016 angeordnet. Bei Reaktor vier kam es dort zu einem Kühlwasseraustritt.

Im Januar wurde Reaktor drei, Ende Februar 2016 der Nuklearreaktor vier des von "Kansai Electric Power", betriebenen Atomkraftwerks "Takahama", ca. 350 Kilometer westlich von Tokio, wieder hochgefahren.
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17.10.2014
Im Grundwasser des havarierten Atomkraftwerks Fukushima wurden sehr hohe Cäsium-Konzentrationen festgestellt. Das berichtet Florian Rötzer auf Telepolis. "Gemessen wurden in einem Brunnen in der Nähe von Reaktor 2 an der Küste die bislang höchsten Cäsium-Werte von 251.000 Becquerel (!) pro Liter. Gemessen wurden auch 7.8 Millionen Becquerel an Betastrahlung (z.B. Strontium-90 (!)). Der ganze Artikel:
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Am 10.10.2013 teilte "Tepco" mit: Innerhalb einer Barriere im Hafen des AKW, ergaben Wasserproben vom Vortag eine 13-fach höhere Belastung mit Cäsium als am 8.10.2013. Statt 26 Bequarel Cäsium 134 beziehungsweise 64 Becquerel Cäsium-137 wurden 370 Becquerel pro Liter an Cäsium-134 und 830 Becquerel pro Liter an Cäsium-137 gemessen. Auch außerhalb der künstlichen Barriere erhöhten sich die Werte. Die Cäsiumbelastung hatte sich verdoppelt auf 227 Becquerel pro Liter im Vergleich zu 106 Becquerel am Vortag, hieß es. Radioaktiv verseuchte Wassermassen sind eine der Folgen des Supergaus in Fukushima. Sie entstehen durch die Kühlung der gecrashten Reaktoren und einsickerndes Grundwasser. "Tepco" ließ bisher 300.000 Tonnen verseuchtes Wasser abpumpen. Das wird lt. FAZ zur Zeit in 1.000 Tanks gelagert, die "zum Teil anfangen zu lecken".
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Am 27.9.2013 hat der Konzern "Tepco", Betreiber des Atomkraftwerks in Fukushima, einen Antrag bei der Atomaufsichtbehörde (NRA) eingereicht, um im größten Atomkraftwerk der Welt, Kashiwazaki Kariwa, zwei von sieben Reaktoren wieder hochfahren zu dürfen um Atomstrom produzieren zu können.
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Am [b]15.9.2013
fuhr der Konzern "Kansai Electric" den Reaktor Nummer 4 im Atomkraftwerk Oi h erunter, um eine Routineinspektion durchzuführen.
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Anfang November 2012 bezifferte der Reaktorbetreiber von Fukushima, "Tepco", die Kosten für die Aufräumarbeiten im Umfeld des Reaktors nach dem SuperGAU auf 97 Milliarden Euro.
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Anfang Juli 2012 begann der Konzern "Kepco (Kansai Electric Power Co.)", die Atomrekatoren des AKW Oi wieder hochzufahren. Die AKW-lose Zeit hat in Japan also nicht lange gedauert. Obwohl am 29.6., am 6.7. und am 16.7.2012 jeweils mehrere hunderttausend Menschen gegen das Wiederanfahren der Atomreaktoren in Japan demonstriert hatten, wurde der Bürgerwillen ignoriert.
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Am 5.5.2012 wurde der letzte der 50 japanischen Atomreaktoren vom Netz genommen. Mehr als ein Jahr nach der Katastrophe in Fukushima (März 2011) wird auch das Atomkraftwerk Tomari im Norden Japans wegen einer planmäßigen Wartung heruntergefahren.
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Im März 2011 wurden in Japan nach dem GAU in Fukushima alle Atomanlagen abgeschaltet.

Link: Weltweit: Aktionstag wider die Atompolitik…
Quelle: FAZ, 5.5.2012, Junge Welt 17.7.2012 + diverse