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AOK lehnt Reha nach Herz-OP ab

22.03.2011 - von I.P.

Mein Vater hatte am 28 Dezember 2010 einen Herzinfarkt in Antalya. Nach dem dritten Reanimierungsversuch, hat mein Vater zum Glück das Licht der Welt wieder erblickt.
Nachdem ihm ein Stent in die Hauptader gesetzt wurde, hat er am 31 Dezember das Krankenhaus verlassen. Mein Vater fühlte sich 10 Tage lang gut, dann jedoch bekam er immer mehr Probleme in Form von Herzrhytmusstörungen. Daraufhin war er wieder im Krankenhaus, diesmal jedoch nur für einen Tag. Ihm wurde mitgeteilt, dass eine zweite Stentimplantation nötig sei, diese jedoch erst nach einer Genesungszeit von 1-3 Monaten sinnvoll wäre. Nachdem er wieder vom Krankenhaus entlassen wurde, kämpft er Tag für Tag mit den Nebenwirkungen der hohen Anzahl von Tabletten, die er nimmt. Ende Januar ist mein Vater wieder ins Krankenhaus gekommen. Nachdem wieder alle Werte gut waren, wurde er wieder nach einem Tag entlassen ... Ich bin am 1 Februar diesen Jahres in die Türkei gereist um mir selbst ein Bild von der Situation zu machen. Was ich gesehen habe hat mich sehr erschrocken: Mein Vater lag nur im Bett, hatte Depressionen, und wusste nicht wie er so weiter leben soll.

Ich habe daraufhin einen Flug nach Deutschland organisiert (Abreise am 4. Februar) , indem wir privat einen Arzt zur Flugbegleitung gemietet haben. Nach der Ankunft in Deutschland, wurde mein Vater direkt in die Uniklinik gefahren. 3 Tage darauf wurden meinem Vater zwei weitere Stents gesetzt. Nach 4 Tagen wurde er wieder entlassen. In der Hoffnung, dass der Rehaantrag von der Aok genehmigt wird, haben wir jeden Tag mehrmals in den Briefkasten geschaut. Nach ca. 10 Tagen (nach Entlassung) kam die schockierende Nachricht, dass die Reha seitens AOK abgelehnt wurde.

Zwei Tage nach der Absage hat sich mein Vater sehr schlecht gefühlt und ist wieder ins Krankenhaus gekommen. Nachdem mein Vater wiedermals eine Woche im Krankenhaus war, wurde er entlassen. Die letzte Klinik hat einen erneuten Rehaantrag gestellt, auf dessen Antwort wir sehnsüchtig waren. Jedoch ergeht es meinem Vater in der Zwischenzeit immer schlechter, so dass wir ihn am 27.02.2011 wieder ins Krankenhaus gebracht haben (nach Depressionen und Herzrhytmusstörungen).

Meine Familie und ich wissen nicht mehr weiter. Sieben Krankenhausbesuche innerhalb von zwei Monaten... Mein Bruder selbst hat bereits Schüttelfrost bekommen und die Situation macht unserer 5-köpfigen Familie sehr zu schaffen. Es ist für uns unvorstellbar, wie der Gesundheitsstand meines Vaters sich weiterentwickeln wird, wenn der neue Rehaantrag erneut abgelehnt wird.

Mit diesem Schreiben hoffe ich, dass Sie mir vielleicht ein par Tipps geben können, in Bezug auf den Rehaantrag und eventuell, wie wir rechtlich gegen dieses Handeln vorgehen können.

Vielen Dank im Voraus.

Link: AOK Rheinland: Sachbearbeiter verzögert Reha…
Quelle: Mail an die Redaktion