Diskriminierung melden
Suchen:

Netto: Kunde wird als alter Sack bezeichnet

07.06.2010 - von H.K.

Altersdiskriminierung bei Netto-Markendiscount. Wegen der ausserordentlich ärgerlichen und verspäteten Abwicklung meiner Kundenbeschwerde bezüglich eines Vorfalles am 6. Mai 2010 in der Netto-Markendiscount früher Plus-Filale in Elten - Emmerich - habe ich am 2. Juni untenstehende (verärgerte) Email geschrieben. Ich bin Jahrgang 1938 und männlich.

In Elten musste ich an jenem Tag feststellen, dass ich zu Hause in Herwen, Niederlande, mein Portemonnaie vergessen hatte - ich hatte somit keine Münze für den Einkaufswagen. Geld ziehen am Automaten kostet im Ausland 5 Euro.
Darauf bin ich zur Kasse gegangen mit der Bitte um eine Münze - denn es gibt in dieser Filiale leider keine Einkaufskörbe. Dieses (lapidare) Ansinnen wurde vom neuen Filialleiter (ca. Jahrgang 1985) jedoch mit grossem, selbstherrlichem und lautem Wortgetöse verweigert mit dem mehrmals wiederholten (hahnebüchenen) Argument: "Wenn jetzt MEIN Chef reinkommt, dann fehlen MIR in MEINER Kasse 50 Eurocent usw. Warum könnte ich das nicht verstehen?

Als ich, gleichfalls verärgert, um seinen Namen bat, wurde dieser verweigert und weil der Mann immer lauter wurde, habe ich dann schliesslich in Etappen eingekauft mittels einer (ganz schön schweren) Kartonschachtel.

Nachdem ich an der Kasse bezahlt hatte mit meiner Karte, habe ich an der Bürotür geklopft, worauf sich der Filialleiter mit beiden Händen in den Taschen vor mir aufbaute, und mich rundweg auslachte als ich um seinen Namen und die Telefonnummer der regionalen Vertriebsleitung bat. Beim Umdrehen hörte ich ihn dann noch sagen : "Alter Sack".

Als nach fast vier Wochen dann endlich der Gesprächstermin mit der Netto/Plus-Regionsvertriebsleitung vonstatten ging, war der Ablauf wie im beigefügten Email vermerkt. Die regionale Vertriebsleitung in der Person eines Herrn U. S. "beleidigte" mich mehr oder weniger erneut mit der Überreichung eines gebrauchten OBI-Schlüsselanhängers - auch er nahm mich offensichtlich nicht ernst. So muss man das leider wohl sehen.

Ist das alles noch normal und muss man sich das alles als älterer Mensch bieten lassen?. Ich habe vierzig Jahre in Deutschland gelebt aber so etwas ist mir noch nie passiert.

  • Mail an die Netto/Plus-Regionsvertriebsleitung: W. J.
  • Sent: Wednesday, June 02, 2010 8:07 PM[/*[*]Subject: Ihre Kundenbeschwerde


  • Guten Tag Frau J.W.,
    gestern bin ich extra von NL-Herwen nach D-Elten gefahren und bin ich seitens des Bezirksleiters Herrn S. mehr als zwanzig Minuten lang zugedeckt worden mit einem Schwall von eloquent vorgetragenen Entschuldigungsformulierungen - der Eltener Betriebsleiter Herr H. sei eben aus dem Ruhrgebiet und da wären die Menschen halt eben so und ausserdem sei er erst zwei Monate bei Netto Markendiscount. Auch hier hatte ich den Eindruck dass mir eine gewisse "Mitschuld" am 50 Eurocent-Vorfall zugeschrieben wurde, weil das Geld ja dann in der Kasse fehlen würde - das müsste ich doch verstehen......!
    Zum Schluss überreichte mir Herr S. - wie er ausdrücklich sagte, als "persönliche Wiedergutmachung" - ganz überraschend einen gebrauchten Schlüsselanhänger von OBI mit der wortreichen Begründung, dass OBI eben früher auch zum Konzern des Erivan Haub (habe ich so verstanden) gehört hätte. Ich war als höflicher Mensch so verblüfft dass ich auf dieses mir überreichte "Geschenk" nicht weiter reagiert habe.
    Jetzt tu ich dies aber nachträglich mit diesem Emailbrief und tue ich Ihnen hiermit meinen nochmaligen Aerger über die Qualität Ihres (leitenden) Personals kund. Denn ein gebrauchter Schlüsselanhänger ist auch ein Beweis dafür, dass mein Altersdiskriminierungs-Einwand auch von Herrn S. offensichtlich nicht verstanden worden ist.

    Ich brauche mich deshalb ja auch nicht nicht wundern, dass solch unqualifiziertes Personal auf Betriebsebene - wie der Herr H. - eingestellt wird, wenn der zuständige Bezirksleitung nichts Anderes einfällt, als zur "Wiedergutmachung" einen OBI-Schlüsselanhänger zu überreichen.
    Überall wo ich das heute erzählt habe, hat man nur schallend gelacht - es ist ja auch allerhand was Herr S. sich mir gegenüber mit diesem "Leckerchen" glaubte leisten zu müssen. Auch hier vermisse ich den Respekt mir als älterer Kunde gegenüber. "Alter Sack" (Betriebsleiter) oder OBI-Schlüsselanhänger (Bezirksleiter): wo ist da der Unterschied. Es ist wahrlich etwas Wahres am Spruch: "Wie der (Netto-)Herr so das (Netto-)Gescherr"

    Ich - und auch etliche andere Netto-Kunden die ich kenne - werden aus diesen Vorfällen die Konsequenzen ziehen.
    Mit freundlichem Gruss
    H. K.

    Link: Opernbesucher waren
    Quelle: Büro gegen Altersdiskriminierung