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Unterstützung pflegender Angehöriger: Projekte gesucht

06.03.2010

Der Berliner Gesundheitspreis,den der AOK-Bundesverband, die AOK Berlin-Brandenburg und die Ärztekammer Berlin gemeinsam vergeben, sucht bundesweit nach innovativen Projekten, deren Tätigkeit darin besteht, pflegende Angehörige zu unterstützen. Eine Umfrage von Eurobarometer aus dem Jahr 2009 kam zu dem Ergebnis, dass nur 28 Prozent der befragten Bundesbürger, die zu Hause ältere Menschen pflegen, der Meinung sind, dass sie ausreichende Unterstützung von sozialen Dienstleistern erhalten. 21 Prozent verneinen das vehement, 42 Prozent verneinen es. siehe: Link

Bis zum 31. Mai 2010 können sich nun also Projektträger bewerben, die eine gesundheitliche Entlastung für die Pflegenden anbieten und sie dabei unterstützen, Pflege, eigene Berufstätigkeit und das eigene soziale Leben besser vereinbaren zu können. Dabei ist nicht nur an Menschen gedacht, die ihre älteren Angehörigen pflegen, sondern auch an Eltern mit langzeit-pflegebedürftigen Kindern. Den mit 50.000 Euro dotierten Berliner Gesundheitspreis gibt es seit 1995.

Die Auswirkungen der Pflege auf die auf die Situation der helfenden Angehörigen sind oft erheblich. Sie schlagen sich nieder in nachhaltigen Beeinträchtigungen von Gesundheit und Lebensqualität, in sozialer Isolation, familiären Konflikten und finanziellen Problemen. Hinzu kommen Faktoren wie fehlende Informationen über entlastende und unterstützende Dienste, die Tendenz zur Selbstüberforderung, das Problem von Gewalt in der häuslichen Pflege sowie eine mangelnde Wahrnehmung der Situation pflegender Angehöriger durch Politik und Öffentlichkeit. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass pflegende Angehörige einen großen Veränderungsbedarf sehen und sich vor allem einen Abbau bürokratischer Hürden, mehr Freizeit und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Pflege wünschen.

Teilnahmeschein unter: Link

Link: http://www.altersdiskriminierung.de/themen/artikel.php?id=2913
Quelle: AOK Bundesverband